Dieser Slogan galt fuer die Tauchsafari/ Liveaboard auf die Similian Island mit der Vilai Samut (Name des Boot). Der restliche Teil des Urlaubs war folgte einem aehnlichem Tagesablauf. Leider ist er nun schon wieder vorbei und fuer mich geht die Reise heute weiter nach Kuala Lumpur. Bilder gibt es wieder mal spaeter.

Meine Flug von Perth nach Kuala Lumpur und dann weiter nach Phuket war ok. Leider konnte ich kaum schlafen. Das Essen war reichhaltig. Die Flugzeuge hatten schon einige Gebrauchsspuren, aber taten ohne Zwischenfälle ihre Dienst. Am Flughafen in Phuket wurde ich gleich von Ben, unserem Gastgeber erkannt und mit 2 weiteren Gaesten fuhren wir Richtung Sueden in die Unterkunft. Das erste, was einem bewusst wird, ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Die Waerme war daher etwas unangenhemer als in die trockene Luft in Perth. Auf der Fahrt zum Quartier fielen mir die typische Merkmale auf, die ich schon von Bali kannte: viele Mopdes, viel Verkehr, viele Shops und Werbeschilder, lustige Elektroleitungen und unbefestigte Seitenränder an den Strassen. Phuket ist sehr touristisch entwickelt und daher stark zugebaut. Mir ist die Insel nicht sehr sympathisch, zum Glueck wohnten wir relativ abseits in der Nahe vom Rawai und Naih Harn Beach in einem guten Resort. Bei meiner Ankunft war es schoen Andreas, ein bekanntes Gesicht, nach einem Jahr Australien wiederzusehen.

Weil ich im Flugzeuge kaum geschlafen hatte, war ich sehr muede und begleitet Ben und Andreas an diesem Tag nur noch zu einem Tauchgang am Kata Beach. Ich schaute mir den Strand an und wanderte ein wenig herum. Die Hitze war an diesem Tag fuer mich erdrueckend. Den Tag schlossen wir mit einem relativ fruehen Abendessen in der Nahe vom Strand ab. Gutes Essen fuer einen geringen Preis im Vergleich zu Australien (4-6 Euro fuer Essen und Trinken mit Dessert- leckere frittierte Bananen mit Eis).

Am zweiten Tag hatten ich meinen ersten Tauchgang am Kata Beach, der trotz meiner Bedenken ohne Probleme ablief. Tauchen verlernt man wahrscheinlich, wie Skifahren nicht. Gesehen haben wir ein Seepferdchen, senkrecht schwimmende Fische, Geisterpfeifenfische und Skorpionfische. Nach dem erfolgreichen ersten Tauchgang – Check-Dive gab es ein wohlverdientes spätes Frühstück. Den restlichen Nachmittag verbrauchte ich im Resort und Andreas absolvierte mit Ben ein Kurs. Am Abend waren wir günstig mit sehr guter Aussicht lecker Seafood essen.

Mein erste grosser Bootstauchgang folgte am nächsten Tag. Die See war sehr rauh und mir war teilweise kurz vorm schlecht werden. Einige andere Passagiere mussten „die Fische füttern“. Die zwei Tauchgänge selber waren nicht besonders, es gab zwar ein wenig zu sehen u.a. Schnecken, aber mein Guide zeigte nicht viel. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass Andreas nicht mit mir getaucht hat. Das Boot braucht ca. 1,5 Stunden bis zum Tauchplatz, so dass man den ganzen Tag unterwegs ist und auch viel Zeit hat. Das Essen an Bord war ok. Ich persönliche fande die Fahrt zu lange, fuer dass was ich bei 2 Tauchgaengen erleben konnte. Dafür gab es aber einen schönen Strande in den Bucht der Insel zu sehen.

Die 2. Bootsfahrt zwei Tage spaeter war dann besser. Es war keine rauhe See mehr und die Tauchplaetze (King Cruiser – Wrack und Shark Point) waren sehr schön. Lag vielleicht auch daran, dass Andreas wieder mit mir getaucht ist… Ben, unsere Gastgeber, hatte an diesem Tag auch Geburtstag. Es gab daher Kaffee und Kuchen nach dem 2. Tauchgang. Zwischen den beiden Tagen mit den Bootstauchgaengen relaxten wir im Bungalow und ich schaute mir noch ein wenig die Umgebung an. Nach 15 Uhr wanderte ich 3 Stunden u.a. zum Nai Harn Beach, Viewpoint und Prom Them Cape, von dem man eine schöne Aussicht aufs Meer und die vorgelagerten Inseln hat. Auf der Strasse war ich der einzige Fussgänger – wer läuft auch bei diesen Temperaturen, wenn man sich sehr günstig ein Moped ausleihen kann.

Nach dem letzten Bootstauchgang hatten wir noch 2 freie Tage bis die Tauchsafari starteten sollte. Wir relaxten, frühstückten u.a. lange für 3 Euro am Buffet, schauten uns einen Buddistischen Tempel an (Wat Chalong) und wandelten durch Shopping-Center, die auch auf Phuket einzuggehalten haben. In einem der Shopping Center waren wir auch Abends Sushi Essen – Fuji Restaurant. Hier kann man sehr gut und guenstig japanisch Essen. Insgesamt ist das Essen auf Phuket sehr vielfältig und günstig. Neben dem Tauchen ist das fuer mich auch einer der Pluspunkte fuer Phuket, ansonsten ist mir die Insel zu entwickelt (Shops, Verkehr etc.).

Zum Zahnartz musste ich auch noch gehen, zwei Füllungen waren locker. Das Krankenhaus (Bangkok-Phuket Hospital) machte einen sehr guten Eindruck auf mich. Die Behandlung kostete 20 Euro – fuer 2 temporäre Füllungen. Mir stehen unangenehmer Weise noch mehr Zahnartzbesuche in Australien an. Bei der Organisation und generell dem Transport auf der Insel war uns Ben und seine Freundin sehr behilflich. Wenn jemand schon seit 20 Jahren hier lebt ist das sehr hilfreich. Vielen Dank.

Weitere Infos zur Tauchsafar (Anbieter: www.oceanphuket.com) u.a. haben wir mehrere Leopardenhaien gesehen und einer abenteuerlichen Kanutour gibt in den nächsten Tagen.

Seit Sonntag, den 9. Maerz bin ich wieder in Perth. Anfangs viel mir der Uebergang vom Land zur Stadt und vorallem das „Hostelleben“ nicht leicht. Montag hatte ich meinen ersten Teil der Untersuchung fuers 2. Visa. Nach 1 1/2 Stunden Warten bestand die erste Untersuchung nur aus Gewicht und Groesse feststellen sowie einem Seh- und Urin-Test. Die Untersuchung war nach 10 Minuten vorbei. Danach musst ich noch meine Brust (Lungen) roentgen lassen, was auf Grund der Groesse meiner Lungen zweimal noetig war. Den Tag darauf durfte ich wieder kommen und mich noch von einem Doktor untersuchen lassen. Der Prozess dauerte ca. 10 Minuten (Blutdruck messen etc.) und die Wartezeit war diesmal zum Glueck kuerzen. Am naechsten Tag ging es zum Immigration Office, wo mir die nette Dame am Schalter zuerst mitteilte, dass meine Ergebnisse erst nach Tasmania geschickt werden muessen. Weil ich aber am Freitag aus Australien ausreisen moechte, war das ein Problem. Ohne gueltiges Visa kann man nicht wieder einreisen und auch erst gar nicht aussreisen, wenn man das Rueckflugticket schon gebucht hat. Nach einem laenger Telefonat mit dem Office in Tasmania wurde mir das 2. Visa aber genehmigt. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Meinen medzinischen Ergebnisse und meinen schriftliche Nachweis fuer meine Farmarbeit musste ich nicht abgeben oder vorweisen.

Das 2nd Working&Holiday Visa beantragt man einfach wie das erste im Internet (Kosten A$ 190) – man muss beim 2. Antrag nur seine Daten von der Farmarbeit eintragen. Ausserdem muss man sich fuer den medizinischen Check anmelden. Das laesst sich auch unkompliziert ueber das Internet beantragen (Kosten ca. A$220). Zum Termin bringt man noch 2 Formblaetter mit – fertig. Insgesamt verbringt man mehr Zeit mit Warten. Die medzinische Untersuchung sowie das Einkleben des Visa-Stickers beim Immigrationamt dauert insgesamt nicht mehr als 30-45 Minuten.

Die Zeit in Perth habe neben meiner Visabeantragung noch in der Bibliothek (Internet, Buecher und Zeitungen) verbracht, um mich ueber Kuala Lumpur und Jobs in Perth fuer Anfang April zu informieren.

Morgen frueh (2.00 Uhr) geht es mit dem Flieger ueber Kuala Lumpur nach Phuket zum Tauchurlaub mit Andreas. Am 26. Maerz fliege ich nach Kuala Lumpur und verbringe dort 5 Naechte bis es dann am 31.03. wieder zurueck nach Perth geht. Ostern in Thailand tauchen und nach langer Zeit wieder ein bekanntes Gesicht sehen. Ich freue mich drauf. Hoffentlich klappt alles – man weiss ja nie z.B. war ich seit einem Jahr (Bali) nicht mehr bzw. nicht wieder Tauchen.

Im “Urlaub“ werde ich versuchen noch einen Bericht ueber meinen 2-monatigen Woofing Aufenthalt in Pemberton auf der Avocado-Farm schreiben. Neue Bilder sind auch schon laengst ueberfaellig. Sorry. 

Von Donnybrook fuhr ich mit Bus nach Pemberton. An der Bushaltestelle wurde ich wieder von einem altem Landcruiser begruesst. Mit diesem Auto chauffierte mich Julian, mein Gastgeber fuer 4 Tage, zur 16 km entfernten Farm im Warren National Park. Sein Haus ist aus gerammter Erde gebaut und er selber fuehrte bis vor kurzem eine Firma, die diese Art von Haueser baut. Zur Zeit lernte er gerade den neuen Eigentuemer an. ER will mehr Zeit auf seiner Farm verbringen, daher hat er die Firma verkauft.

Den Strom fuer sein Haus produziert er ausschliesslich mit Solarzellen auf dem Dach – sehr umweltbewusst. Solarzellen fuer Elektroenergie findet man kaum in Australien dafuer aber viele fuer das Heizen von Warmwasser. Nur einmal, zu seinem Geburtstag musste er den Dieselgenerator anwerfen. Die angeheuerte Band und die dafuer noetige Buehne schluckten einfach zu viel Strom.

Mein Unterkunft war diesmal das Kinderzimmer von seinem Sohn. Zuerst fiel mir auf, dass das Haus auch keine Tueren hat, was sehr ungewohnt war (die Toilette hat auch keine Tuer…). Im Haus hat man gemerkt, dass Julian (mein Gastgeber) getrennt von seiner Frau und seinem Sohn lebt. Die Situation ist glaube ich nicht einfach fuer Ihn und ich muss sagen, dass er als Woofing-Host nicht zu empfehlen ist. Normalerweise nimmt er deshalb auch keine Woofer.

Das Essen war ok und es wurde mir sehr viel fluessige Nahrung angeboten. Einmal bestellten er Pizza fuer uns im Pub im Ort und wir mussten sie abholen. Leider kehrte er bei Bekannten ein und am Ende musste ich die Pizza ca. 2 Stunden spaeter mit ihm vom Pub abholen. Die Rueckfahrt zur Farm durfte ich ebenfalls mit seinem Toyota Landcruiser uebernehmen. Danach gab es noch einige Diskussion ueber Konsum, Umwelt und die heutige Gesellschaft (u.a. weigert er sich Steuern zu zahlen, weil der Staat diese seiner Meinung nach nicht sinnvoll einsetzt). Ganz wohl fuehlte ich mich bei meinem Aufenthalt daher nicht.

Meine Arbeit in den 4 Tagen bestand darin den Gemuesegarten von Unkraut zu befreien. Der Garten war komplett zugewachsen. Leider war der Job nicht sehr nachhaltig, denn ich sollte nur das Unkraut rumpfen – quasi wie Gras maehen. Bei meiner Befreiungsaktion fand ich nicht nur Gemuese im Garten sondern auch eine andere Pflanze…

Ein weitere Job war das Beschneiden von Baeumen. Neben vielen Oliven- und Macademianuss-Bauemen, hat die Farm auch einige Plantagen fuer Baeume, die zu Nutzholz verarbeitet werden. Die dafuer bestimmten Baeume durfte ich von Aesten entfernen, weil der Stamm so wenig Kerbe wie moeglich aufweisen sollte, um einen guten Preis zu erzielen. Mein Werkzeug war ein Hand-Saege mit verlaengertem Arm. Auf die Dauer war das ueber Kopf arbeiten anstrengend.

Weil er keinen Fernseher hatte, schmoekerte ich Abends in Buechern. Einmal besuchten wir auch seine Ex-Frau und seinen Sohn in Pemberton. Sie reiste viel in Ihre Jugend als Rucksackreisende durch Europa und konnte einige abenteuerliche Geschichten erzaehlen. Ich bin froh, dass es heute so gute Kommunikationsmoeglichkeiten gibt.

Am 10. Januar wechselte ich quasi auf die andere Strassenseite zur Avocado-Farm, wo ich seitdem haengengeblieben bin.

Zum wiederholten Male ein alter Bericht. Diesmal von meiner ersten Woofing-Farm in Donnybrook. Auf dieser weilte ich von Mitte Dezember bis Anfang Januar 2008 fuer 3 Wochen.  Mein Woofing-Abenteuer geht an diesem Wochenende (9.Maerz 2008) zu Ende und ich begebe mich fuer ein paar Tage nach Perth. Am 14.3. geht es dann fuer 14 Tage zum Tauchen mit Andreas nach Phuket/Thailand. Ungefaehr 1 Jahr nach dem wir gemeinsam in Bali waren. Aber voerst noch etwas aus der Vergangenheit.

Am 16. Dezember reiste ich mit der Bahn und Bus nach Donnybrook, ein als Apfelanbaugebiet bekanntes kleines Dorf ca. 200 km suedlich von Perth. An der Bushaltestelle holte mich Mark, der Farmer, mit einem alten Toyota Landcruiser ab (Baujahr ca. 1980). Mein erster Gedanke war, was erwartet mich da nur. Meinen Platz im Auto musste ich mit Arthur, seinem Hund, teilen. Dieser liebt Auto fahren und sitzt ungern in der Mitte sondern lieber auf dem Beifahrersitz, was ich spaeter mehrmals feststellen konnte. Die Farm befindet sich ca. 10 km ausserhalb von Donnybrook. Ein kleines Gartenhaeuschen war fuer die neachsten Wochen mein zu Hause. Ein Japaner, sein Name ist Satochi, weilte ebenfalls auf der Farm. Das Gartenhaus ist links und rechts von Palmen flankiert und dahinter steht ein Zitronenbaum, der damals voller Fruechte war.

Am ersten Tag war ausruhen angesagt. Wir schauten uns einige Videos an, weil beide vom Barbeque am Tag vorher nach „geschafft“ waren. Am Montag began die Arbeit frueh um 7 Uhr mit Knoblauch ernten bei Nieselregen. Das war gleich der richtige Einstand. Mit einer halben Stunde Pause arbeiten wir bis 12 Uhr ehe es dann ab 1 Uhr weiter bis etwa halb 3 nachmittags ging. Das waren die Arbeitszeiten fuer die neachsten Tage. Die Arbeiten varierten von Tag zu Tag, ausser das wir jeden Morgen fuer 1 Stunde Zucchinies und aller 3 Tage Silverbeet ernteten und verpackten. Wir pflueckten Pflaumen, Aprikosen, Avocados und Pfirsische. Oftmals landete einige Fruechte direkt vom Baum im Magen. Die anstrengenderen Arbeiten bestanden aus Unkraut jaeten (Weeding) per Hand oder mit einer Art Harke. Desweiteren maehte ich Rasen, tackerte Tomatenpflanzen an Schnuere, transportierte Aeste von A nach B, legte Bewaesserungsleitung in neue Beete, duennte (vereinzelte) Aepfel an den Baeumen aus und baute ein Gehege fuer junge Enten. Die Arbeit wurde nicht langweilig. Ein- bis zweimal in der Woche wurde auch der Landcruiser beladen und die Ernte zum Versand nach Donnybrook transportiert. Fuer uns bestand darin die Moeglichkeit unser Handy nach Nachrichten zu checken. Auf der Farm gab es keinen Empfang.

Leider gab es in naehren Umgebung wenig zu sehen und ohne Auto kommt man nicht weit, so dass in der Freizeit nicht viel los war. Auch war ich nach der Arbeit meist geschafft und es war oft sehr warm. Bis zum Abendessen gegen 18 Uhr lass ich daher Buecher oder Zeitungen oder lag im Bett. Abends schauten wir meist mit Mark, dem Farmer, fern ehe es relativ frueh ins Bett ging. Am naechsten Tag musste wir ja wieder gegen 6 Uhr aufstehen. Ab und an unternahmen wir auch Ausfluege in die Umgebung z.B. zum Einkaufen nach Bunbury, zu einer Geburtstagsfeier mit Grillen und interessanten Gastgebern, nach Harvey, um Mark’s Mutter fuer Weihnachten abzuholen oder zu den Nachbarn.

Mark war allein auf der Farm, weil seine Frau mit seiner Tochter Verwandete in Europa besuchte. Das Essen war sehr einfach aber ausreichend. Oft haben wir gegrillt und es gab Steak oder Wuerstchen mit gerilltem Gemuese aus eigenem Anbau. Einmal gab es u.a. Marron – Freshwater Crayfish, eine Art Suesswasser Hummer.

Weihnachten. Im Haus war nichts von Weihnachten zu sehen – kein Dekoration. Bei diese Temperaturen war mir selber auch nicht wie Weihnachten. Der 24.12. war ein ganz normaler Arbeitstag. Am 25.12., was fuer die Australier Weihnachten ist (Christmas Day), ernteten und verpackten wir Zuchinies und hatten ab 10 Uhr frei. Mark hatte seine Mutter fuer 2 Tage eingeladen und zum Mittagessen kamen noch einige Bekannten aus Donnybrook (u.a. auch ein Deutscher). Das Weihnachtsessen bestand aus gerillten Steaks, Reis und Gemuese sowie einem kleinen Dessert als Abschluss. Die Temperaturen waren auch viel zu heiss fuer eine gebratene Gans oder Ente. Mark kuehlte das Dach des Hauses mit Sprinklern, weil die Temperature um die 40 Grad betrug. Am 24.12. waren es ca. 35 Grad. am 25.12. ca. 40 Grad und am 26.12. sogar 42 Grad. Perth und Umgebung war von den Lufttemperatur betrachtet der heisseste Ort auf der Welt an diesem Tag . Und wir durften an diesem Tag arbeiten, zum Glueck nur bis zum Mittag.

Nach Weihnachten verliess dann Satochi, der Japaner, die Farm. Mit faellt noch spontan ein, das ich auch Traktor gefahren bin. Einen kleinen japanischen Kubota-Traktor. Satochi hatte mit diesem einmal ein kleines Handling-Problem, weil wir hinten zu schwer beladen waren und die Vorderraeder keinen Grip hatten. Silvester feierten wir bei Bekannten von Mark auf einer anderen Woofing-Farm. Es gab viel gegrilltes Essen, Salat und selbstgebackene Pizza. Leider waren nur aeltere Leute anwessend, so dass es fuer mich nicht sehr spannend war. Dafuer war es sehr multikulturell. Es waren Deutsche, eine Oesterreicherin, ein Englaender und ein Paar aus Kanada anwesend. Den ganzen Abend spielten 2 Leute Gitarre und sangen dazu. Gegen Mitternacht hiess es dann Happy New Year und es gab standardgemaess Sekt. Ein Feuerwerk gab es auch nicht. In Australien ist das abfeuern von Feuerwerk (Raketen) fuer Privatpersonen verboten. Nur oeffentliche Veranstaltungen bieten teilweise Feuerwerk. In Bunbury und in Perth war en die einzigen Feuerwerk in der Region. Das Verbot besteht wegen Sicherheitsrisiko – Verletzungen und Waldbrandgefahr – so weit mir bekannnt ist. Das war eben mal ein anderes Silvester. Den naechsten Tag hatte ich frei, weil Mark ein wenig zu viel gefeierte hatte. Silvester durfte ich ausserdem auch bis ca. 18 Uhr arbeiten, so dass der erste Tag im neuen Jahr als „Urlaub“ mehr als verdient war.

Am 7. Januar musste ich die Farm verlassen und suchte mir daher vorher einen neuen Host. Mark empfahl mir einige Farmen und ich wurde auch schnell fuendig. Es sollte nach Pemberton gehen, weitere 100km suedlich, auf eine Avocado-Farm. Ungluecklicherweise sagten mir die Eigentuemer 2 Tage vor meiner Weitereise, dass ich erst einige Tage spaeter kommen kann. Mein Busticket war bereits gebucht. Auf die schnelle musste ich daher eine „Uebergangsfarm“ finden. Um mein 2. Jahr Visa zu erhalten, muss ich ununterbrochen arbeiten. Ansonsten wuerde ich die 3 Monate oder 88 Tage Farmarbeit auf dem Land nicht erreichen, die dafuere noetig sind. So verschlug es mich fuer 4 Tage auf eine Farm in Pemberton, die nur auf der anderen Strassenseite meines naechsten, eigentlichen Zieles lag. Diese 4 Tage sollten aber einige Erlebnisse und Einblicke bieten. Mark gab mir noch einige Aprikosen und Pfirsiche mit auf den Weg.

Zusammenfassend war mein 1. Woof-ing Erlebnis (Woof – Willing Workers on Organic Farms – arbeiten gegen Kost und Logi) ganz ok. Die Unterkunft war gemuetlich, das Essen ausreichend und gesund und die Arbeit fair aber anstrengend. Ich lernte etwas ueber organische und biodynamische Landwirtschaft und wie der Alltag auf einer Farm aussieht.

Wiedermal gibt es einen Bericht von letztem Jahr. Ich hoffe in den naechsten Tage kann ich wieder up-to-date sein und ueber jetzige Ereignisse schreiben. Auf Farmen ist der Internetzugang eben nicht so einfach. Die Farmen sind meist einige Kilometer von der neachsten Siedlung entfernt und ich bin auf die Nutzung des Internets der „Gastgebern“ angewiesen.

Adelaide to Perth

Nach meiner Ankunft von der 2000km weiten Reise von Alice Springs in Adelaide, sollte es am neachsten Tag gleich weiter nach Perth gehen. Am Tag vor der Abreise organisiert ich mir noch meinen ersten Woof-ing (willing worker on organic farms) Host in Donnybrook (200km suedlich von Perth), um meine 3 Monate „Farmarbeit“ fuer das 2. Visajahr zu absolvieren. Sonntag vormittag holte ich meinen fahrbaren Untersatz von der Apollo Autovermietung ab. Der Unterschied zu Britz ist, dass man bei Apollo keinen Deposit von 1000 A$ von seiner Kreditkarte hinterlassen muss, sondern eine Art Blanco-Scheck fuer seine Kreditkarte hinterlegt. Dafuer muss aber bei der Buchung des Autos eine Anzahlung von 250 A$ geleistet werden. Am Ende spart man damit aber Gebuehren fuer die Nutzung der deutschen Kreditkarte, die augrund der Prozentbasis bei 1000 A$ wesentlich hoeher sind. Leider gab es bei diesem Angebot auch kein Benzingeld.

Mit dem leicht-tuerkis Farben Toyota Camry, einem Mitteklassewagen, ging die Reise wieder die selbe Strecke vom Tag vorher Richtung Norden nach Port Augusta. Das Auto hat ein sehr sinvolles Feature – Cruise Control oder auf Deutsch – Tempomat. Bei den endlos langen geraden Strassen mit wenig Verkehr war das sehr hilfreich. Bei den Fahrten nach und von Alice Spring legten wir immer das Lonely Planet Buch unter das Gaspedal, weil beide Autos keinen Tempomat hatten und wir fast nur einen konstante Geschwindigkeiten fuhren. Ohne das Buch tat mit nach 20 Minuten der Fuss weh. Aber zurueck zur Reise nach Perth.

Nach Port Augusta beginnt das Outback. Anstatt nach Norden ging die Reise diesmal Richtung Westen. Viel zu sehen gab es nicht – ausser baumloser Landschaft und ein Minenstadt (Iron Knob). Nach einigen 100 Kilometern fuehrte die Strasse durch bewaldetes Gebiet ehe sich das Szenario neben der Strasse in unendliche Weizenfelder verwandelte. Meine erste Nacht verbrachte ich im Auto auf einem Parkplatz an den Polda Rock (einem Granitfelsen) in der Naehe von Wudinna. Ich vermissten den bequemen Schlafplatz in unserem Motorhome und die damit verbunden Flexibilitaet. In Wudinna gibt es auch ein Motel, man muss demnach nicht im Auto schlafen. Aber ich wollte nicht nur fuers Schlafen fuer 8 Stunden in einem Bett einiges an Geld ausgeben. Am Abend schauten ich mir noch den Granitfelsen an, der einer kleinen Version vom Ayers Rock aehnelt. Nur einige Kilometer weiter ist ein groesser Felsen, aber wiedermal fuehrte nur eine unbestigte Strasse dorthin und nach meiner Erfahrung mit Reifenplatzern wollte ich nicht viel riskieren. Mit Toyota durfte ich wieder nur befestigte Strassen fahren und nicht in der Nacht.

Am naechsten Tag ging die Reise weiter. Ich durchfuhr u.a. einen Ort mit unzaehligen typischen Outback-Windmuehlen, die Wasser aus Brunnen pumpen. Dieser Ort ruehmt sich die meisten Windmuehlen zu haben, leider ist mir der Name entfallen. In Ceduna tankte ich wiedermal und stellte fest, dass das Benzin wieder immer teuere wurde. Nach Ceduna praesentiere sich die Umgebung langsam baumlos. Die Nullarbor – die baumlose Ebene naeherte sich. Die Klippen an der Kueste der Nullarbor oder der Great Australien Bight, wie der Teil des Meeres genannt wird, waren eines der wenigen Highlights auf dieser Reise. Aehnlich wie an der Great Ocean Road sind die Klippen ca. geschaetzte 100 Meter hoch und koennen von mehren Aussichtspunkten besichtigt werden. Ich nahm mir die Zeit und hielt an allen an. Gegen Abend naeherte ich mich der Grenze von South Australia zu Western Australia. Die Uhr musste ich wiedermal zurueckstellen. Schildern am Strassenrand weissen einem auch darauf hin. Weil mir der Unterkunft am Roadhouse fuer den angeboten Preis nicht zusagte schlief ich wieder mal auf einem Parkplatz auf der Rueckbank im Auto. 30$A fuer ein nicht besonders sauberes Bett in einem Container war mir zuviel fuer die Nacht.

Am Abend vorher machte ich leider den Fehler und tankte an der „Grenze“ fuer 1.75 $A Normalbenzin. In Eucla – die erste Siedlung nach der „Grenze“ war der Benzin um einiges guenstiger, der billigste Preis auf der ganzen Strecke in der Nullarbor. Vor dem „Grenzuebertritt“ musste ich noch meine gekauften Aepfel an der Quarantaenestation abgeben. Nach Western Australia darf man wie in anderen australischen Staaten kein Obst oder Gemuese einfuehren.

In Eucla schaute ich mir die alte Telegraphenstation in den Sandduenen an und machte ein paar Fotos von den Wegweisern mit den Entfernungsangaben u.a. auch einer Werbung fuer eine 800km enfernten Campingplatz in Esperance. An diesem Tag fuhr ich ueber 1000km – es gab einfach nicht viel zu sehen. Erwaehnenswert ist noch Balladonia – in der Nahe stuerzte Teile der US-Raumfahrtstation Skylab ab. Im Roadhouse in Balladonia gibt es ein Museum mit einigen Infos darueber. An diesem Ort findet man auch die Geschichte ueber die Nullarbor „Jungfrau“ – die nackt durch dieses Gebiet wandelt. Leider habe ich bis auf ein paar Emus keine anderen „grossen“ Lebewesen gesehen – keine nackte Frau und auch keine Kamele, wie auf den typischen Warnschildern(siehe Bild ganz links im Header – am Anfang meines Blogs). Auf meinem weiteren Weg nach Norseman, dem westliche Ende der Nullarbor, unternahm ich noch einen Abstecher zur Fraser Range Sheep Station (?). Eine netter Platz, der auch Ubernachten anbietet und von dem man einen gute Aussicht auf die mit bis zum Horizont gesaeumten Baeumen bestueckte Umgebung hat. Die baumlose Ebene endet bereits an der State Border(Grenze) und vor Balladonia beginnt eine der groessten Eukalytuswaelder Australiens. Zu erwaehenen ist auch noch das laengste Stueck gerader Highway in Australien – 145km nur gerade aus…unglaublich.

In Norseman – einer Goldminen-Stadt uebernachtet ich in einem kleinen Hostel, der Lodge 101. Ich hatte keine Lust wieder im Auto zu schlafen. Der Preis war ok und ich war der einzige Gast im einzigen 4 Bett-Zimmer. Das Zimmer war direkt am Wohnhaus angebaut und diente vorher wahrscheinlich als Abstellraum. War aber klein und fuer die Nacht ok. Am Abend und am naechste Morgen schaute ich mir ein wenig die Siedlung an. Neben ein paar Kamelstatue aus Blech und alten Minengeraeten war die Abraumhalde, welche wie eine Art aegyptische Pyramide aussieht, die nennenswerten Sehenswuerdigkeiten. Vom Visitor Center liess ich mir noch eine Urkunde fuer die erfolgreiche Durchquerung der Nullarbor austellen, ehe die Fahrt Richtung Sueden nach Esperance ging. Auf der Strecke nach Esperance schaute ich mir noch einige Granitfelsen und Rockformation an, die aber nicht so spektakulaer waren. Die Landschaft praesentierte sich wieder in unendlichen Weizenfeldern. Interessant war eine Baumart, mit organgnen Blueten, spaeter lernte ich, dass es der Christmas Tree ist oder so aehnlich. Dieser Baum blueht nur zu Weihnachten und sticht aus der Landschaft heraus.

Esperance soll angeblich einige der schoensten Straende in Australien haben. Dagegen kann ich nichts einwenden. Leider war an diesem Tag nur ca. 20 Grad und realtiv kalt zum schwimmen. Ich wanderte die Kuestenpromade entlang und den Tanker Jetty, hier sah ich das erste mal Robben in Natur. Eine grosse und eine kleine Robben warten am Stand wo die Fische ausgenommen werden auf Leckerbissen. Als Unterkunft fuer die Nacht waehlte ich das Esperance Guesthouse. Das leckere Fruehstueck inklusive selbstgebackem Brot und gebruehten Kaffee war ein Highlight. Das geraeumige 4-Bett-Zimmer mit richtigen Betten hatte ich fuer mich allein. Aufgrund meiner Kilometerbegrenzung fuer das Auto (ueber 3000km kostet jeder Kilometer extra) besuchte ich leider nicht den Cape LaGrand Nationalpark.

Am naechsten Tag fuhr ich entlang des Great Ocean Drive (eine ca. 30km lange Strecke entlang der Kueste von Esperance) und stoppte an einigemal, um am Strand zu spazieren oder die Kuestenlandschaft zu bewundern. Auf dieser Strecke ist auch der Pink Lake, dessen Wasser aufgrund einer Baktieren oder Algenart (?) pink aussieht. Bei mir war er leider nicht pink… Spaeter lernte ich zum Thema Esperance noch aus der Zeitung, dass man vor ein paar Jahren eine erhebliche Belastung von Blei in der Umwelt festgestellt hat, und dass diese Belastung trotz Saeuberung noch immer besteht. Esperance war oder ist noch immer ein Verladehafen fuer Blei.

Meine Reise ging weiter Richtung Hyden, um mir den Wave Rock anzuschauen. Weg von der Kueste ging es wiedermal durch Weizenfelder (den Weathbelt) in das Landesinnere. Auffaellig sind auch die vielen Salzseen, die aufgrund des gesunkenen Grundwasserspiegels resultieren von der Rodung von Land entstanden sind. Am Nachmittag erreichte ich den kleinen Ort Hyden und den Wave Rock. Mein erster Eindruck war – Der Felsen ist ja viel kuerzer als auf den Bildern dargestellt. Nicht ganz 100 Meter lang sieht dieser Granitfelsen aus wie eine Wasserwelle. Die Formation wurde durch Regenwasser und jahrelange Erosion geformt (?). Neben dem Wave Rock gibt es noch eine Felsen, der wie ein Maul eines Nilpferden aussieht und einen Weg mit Hinweisschildern durch die Landschaft u.a. an einen kleinen Salzsee. Die letzte Nacht vor Perth verbrachte ich nochmal im Auto auf einem Parkplatz in der Naehe von Korodin mitten im Weizenguertel. Bis nach Perth ging es am darauffolgenden Tag durch kleinere Orte u.a. bleibt mir noch ein Schild in Erinnerung, auf dem der Ort einen Friseur sucht (Wortlaut: „Folgende Handwerksberufe sind zur Zeit gesucht: Hairdresser“).

In Perth angekommen musste ich mich wieder an den Stadtverkehr gewoehnen. Ich bahnte mir den Weg zum One World Hostel, welches fuer 2 Naechte meine zu Hause sein sollte. Nach dem einchecken gab ich das Auto am Flughafen ab und fuhr mit dem Bus zurueck in die Stadt. Am spaeten Nachmittag traf ich mich mit Claudia, die ich in Brisbane kennengelernt hatte und die seit einigen Monaten in Perth arbeitet. Wir hatte uns viel zu erzaehlen und verabredeten uns nochmal fuer den naechsten Tag. Ich schauten mir danach noch ein wenig die Stadt an und machte einen Ausflug in den Kings Park.

Am naechsten Morgen traf ich mich mit Julie zum Fruehstueck in Freemantle. Mit ihr arbeitete ich in Falls Creek zusammen. Es gab viel zu erzahlen. Gegen 10 Uhr hatte ich mich mit Claudia, ihrer Freundin aus Deutschland, die zum Urlaub in Australien weilte und ihrem Bekannten bei dem sie wohnten verabredet. Dieser Freund ist nach Australien ausgewandert, lebt seit ca. 2 Jahren hier und verdient sein Geld als Landschaftsgaertner. Wir schauten uns die touristischen Orte in Freemantle an u.a. das Shipwreck Museum. Fuer den Nachmittag hatte mich Julie zu einem BBQ (Grillen) bei ihrer Schwester eingeladen. Es gab u.a. gegrillten Oktopus und ich erfuhr einiges ueber einen moeglich Job bei einer Explorationsfirma. Diese sucht Leute, die auf Expedition gehen und ein GPS-Gereate tragen, waehrend der Partner ein magnetisches Geraet fuer die Erkundung von Mineralien mit sich fuehrt. Damit wird der moegliche Standort von Mineralien bestimmt. Die Daten werden anschliessend von Geologen ausgewertet. Interessant daran ist, das man im Land herum kommt und Uebernachtung und Essen bezahlt bekommt.  Kann man ja mal ausprobieren, wenn es vielleicht auch ein bisschen monoton klingt. Den ganzen Tag mit einem Geraet durch die Landschaft laufen. Am Abend fuhren mich die Eltern von Julie noch zurueck in die Stadt in Hostel, wofuer ich sehr dankbar war. Im Hostel selber war ich im Prinzip nur zum schlafen. Im grossen und ganzen war das Hostel ok.

Am naechsten Tag wanderte ich mit meinem ganzen Gepaeck zum Bahnhof. Auf ging es in ein neues Abenteuer – Woofing in Donnybrook. Farmarbeit fuer 3 Monate an verschiedenen Orten ohne Bezahlung nur gegen Unterkunft und Essen. 3 Monate sind die Voraussetzung, um mein 2. Jahr Visa auf legalem Weg zu erhalten. Nach meiner Besichtigung von Workinghostels im Riverland in South Australia wollte ich nicht 3 Monate in Hostels verbringen. Auch rannte mir die Zeit davon. Bis zum geplanten Tauchurlaub mit Andreas waren es nur noch knapp 3 Monate.

Wiedereinmal ein sehr langer Bericht. Respekt und Anerkennung fuer die Leser, die den ganzen Bericht gelesen haben.

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Hong Kong & Macau - 113

Hong Kong & Macau - 112

Hong Kong & Macau - 111

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