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Am Freitag musste ich mich nach einem leckeren Fruestueck von Andreas verabschieden. Er faehrt wieder an die Kueste und will noch bei 2 verschiedenen Tauchbasen im Norden die Unterwasserwelt bestaunen. Der Abschied fiel mir nicht leicht, denn es waren sehr schoene 13 Tage. Als Tauchlehrer ist er ebenfalls nur zu empfehlen. Ab jetzt musste ich wieder alleine reisen, irgendwie schon komisch. An diesem Tag hat es fast ununterbrochen geregnet. Die Zeit bis 16 Uhr habe ich mit Karten schreiben und nachdenken verbracht. Ja, der Silvio hat Karten geschrieben, bisher aber nur 2 Stueck an die Familie. Aus Australien gibt es dann mehr – ich habe ja Zeit. Kurz vor der Abfahrt war ich noch bei „Mama’s“ essen. Es hat auch wirklich so gescheckt. Mein Lieblingsgericht in Bali: Nasi Campur fuer unglaublich guenstige 7500 Ruphia (70 Cent) und dazu noch einen leckeren Advocada Shake (35 Cent). Nach dem ich mit dem Essen fertig war, fing es wieder heftig an zu regnen und ich habe mir noch einen Schirm ausgeborgt, um wieder trocken zurueck zukommen.
Mein Fahrer zum Flughafen stand nach kurzer Zeit vor der Tuer. Die Fahrt zum Flughafen war wirklich abenteuerlich. Warum? Teilweise waren die Strassen vollkommen unter Wasser. Ich dachte nur, hoffentlich kommen wir noch zum Flughafen. Zum Glueck hatten wir eine Art billigen Geleandewagen. Am Strassenrand standen schon einige Autos, die „abgesoffen“ waren. Am Ende sind wir nicht viel spaeter als normal am Flughafen angekommen. Dort hatte ich dann sehr viel Zeit. Die Organisation am Flughafen liess zu wuenschen uebrig. Ich musste durch 3 Sicherheitskontrollen u.a. um ueberhaupt einchecken zu koennen. Die Ausreisesteuer von 100.000 Rupiah wurde auch faellig. Das restliche Geld gab ich fuer Kekse und Wasser aus. Im Flughafen findet man, wie in Bali viele Shop. Die Verkaeufer fragen Dich „Shopping, Massage..“.
Mein Flug wurde vom Quantas Ableger Jetstar durchgefuehrt. Das war auch ein kleines Abenteuer. Der Flug hatte ca. 1 Stunde Verspaetung und als wir endlich auf die Landebahn rollten, mussten wir wegen eines technischen Problems an der Klimaanlage wieder zurueck ans Terminal. Irgendwann nach Mitternacht ging es dann los. Der Flug war vollkommen ausgebucht. Es war sehr eng und ich konnte kaum schlafen. Gegen 8.00 Uhr sah ich dann das erste Mal Australien. Die Sonne war aufgegangen. Der Landeanflug ueber die Blue Mountains an Sydney vorbei aufs Meer und in einer Kurve wieder zurueck war wunderschoen. Es war strahlender Sonnenschein. Durch die Einreisekontrollen bin ich ohne Probleme gekommen, obwohl ich kein Rueckflugticket habe. Geld musste ich auch nicht nachweisen. Nach einigen Fragen fand ich auch das Terminal fuer den Shuttel-Bus und auf ging es nach Sydney. Hier warteten wieder Hoehen und Tiefen auf mich, aber dazu spaeter mehr.
Ortszeit: 21.27 – Gestern nacht war die Umstellung auf Winterzeit.
Das Buffet am letzen Abend im Tauchterminal war lecker, leider gab es keine gebackenen Bananen und auch keine Frühlingsrollen. Dafür war das Gemüse, eine Art Spinat, sehr scharf. Alle Gäste machten die gleiche Erfahrung und die Getränke waren schnell alle. Besonders lecker war das Dessert, welches aus gebackenem Reis mit Kokosnussmilch bestand. Litchy-Früchte wurden ebenfalls in rauhen Mengen verspeist. Nach dem Buffet gab es ab 18.30 Uhr keinen Strom mehr. Für uns war es der letzte Abend. Am Morgen war leider auch noch kein Strom vorhanden, so dass wir die Rechnung nicht bezahlen konnten. Die 10 Tage im Resort mit Tauchen haben mich 6.8 Mill. Euro äh Rupiah gekostet. Kurz vor Mittag gab es Strom und wir konnten mit Julia aus Wien nach Ubud aufbrechen.
Die Fahrt ging über Tirtagangga, wo wir uns eine schönen Wasserpalast anschauten. In diesem picknickten auch einige Balinese. Der Tag nach Neypi wird genutzt, um Verwandte zu treffen. Wir fuhren weiter durch die nicht enden wollenden Reisfelder zur Fledermaushöhle. Um diese Höhle ist ein Tempel gebaut. In der Höhle sind unzählige Fledermäuse zu Hause, deswegen riecht es auch besonders angenehm. Vor dem Tempel warteten wieder viele Verkäufer. Mir wurde gleich eine Kette umgehängt, bezahlt habe ich dafür am Ende aber nicht. Zurück haben wollte die Frau die Kette aber auch nicht. Außerdem musste wir uns noch für 3000 Rupiah einen Sarong mieten, um den Tempel betreten zu können. Nach einigen Tempel-Besichtigungen wird einem auch bewußt: Hast Du einen Tempel gesehen, kennst Du fast alle.“ Der Unterschied ist nur die Lage und ob eine Zeremonie stattfindet oder nicht.
Kurz vor Ubud ist mir irgendwie das Display meiner Kamera kaputt gegangen. Auf dem Bildschirm ist nicht mehr zu erkennen, das LCD-Display ist gesprungen. (Mittlerweile hat sich mein Ärger gelegt. Ohne Display, also ohne Sucher, lassen sich auch Bildern machen. Man muss nur die Kamera gerade halten. Ich werden sie wahrscheinlich erstmal weiter benutzen.)
Gegen 16 Uhr sind wir dann im Touristenstädtchen Ubud angekommen. Ubud ist als Kunstzentrum bekannt, was einem auch nach wenigen Metern nicht entgeht. Es gibt viele Gallerien und natürlich Shops mit balinesischer Kunst und Textilien. Nach dem wir uns vom Fahrer absetzen lassen haben, ging es auf Unterkunftssuche. Die erste Auswahl wurde auch gleich genommen, nachdem die zweite voll war und wir nicht weiter suchen wollten. Im Family Guest House übernachten wir für 3 Tage im Bungalow „Lotus“. Für 150.000 Rupiah pro Nacht gibt es nur einen Ventilator. Heißes Wasser und leckeres Frühstück sowie unbegrenzt viel Kaffee, heißer und kalter Tee sind aber im Preis inbegriffen. Am 2. Tag in Ubud haben wir dann besser Unterkünfte für ein klein wenig mehr Geld, aber besser Lage und Klimaanlage gefunden. Nach kurzem Einräumen wurde noch die Gegend erkundet. Endlich gab es auch wieder Internet-Cafe’s. Dafür vermissten wir aber die Ruhe und das Meerrauschen von Tulamben.
Am nächsten Morgen besichtigten wir den Affenwald. Für die Balinesen ist dieser Wald, in dem große Banyan-Trees wachsen und die darin lebenden Affen, eine Art Heiligtum. Im Wald befinden sich 3 Tempel, die leider alle geschlossen waren. Eine Weile die Affen zu beobachten, die trotz Verbot gefüttert wurden, war sehr amüsant. Auch die Kühle des Waldes war an diesem heißen Tag angenehm. Leider erhielt ich noch eine böse Erinnerung an den Affenwald. Um etwas zu trinken legten wir eine Pause ein. Die Zeit nutze ein Affe meinen Rucksack zu untersuchen. Das gefiel mir aber nicht. Ich machte ihm das klar, er brüllte mich aber nur an. Schließlich biss er mich in die Seite und entführte meinen Reiseführer. Nach kurzer Zeit ließ er ihn aber wieder fallen – es war nichts essbares. Der Biss war zum Glück nicht weiter schlimm, da er sein Zähne ins T-Shirt „bohrte“. Ein Abdruck blieb aber zurück. Nach den Affen, liefen wir quer durch die Stadt in die Reisfelder. Die Landschaft hier war sehr malerisch. Viele Reisterassen gesäumt von Kokospalmen und umrahmt von blauem Himmel. Menschen haben wir auf dieser Tour auch ganz selten getroffen, wenn dann war es meistens Bauern. Nach ein wenig Unsicherheit, ob wir noch auf dem richtigen Weg waren, fanden wir am Ende doch wieder in die Stadt zurück. Den Tag beendeten wir bei „Mamas“, wo ich für ca. 2 Euro ein Hauptgericht und 2 leckere Fruchtshakes bekommen haben. Die Küche sollte man sich aber nicht anschauen bzw. die Scheu davor überwinden.
Am nächsten Tag wanderte ich allein eine größere Tour. Andreas suchte in Reisebüros nach einer Möglichkeit die Insel Floris zu besuchen. Mich verschlug es nach einigen Metern durch die Stadt in den Urwald. In das Four Season Resort konnte ich leider nicht rein, die Nacht kostet ca. 600 $. Danach ging es in Richtung Fluss, am Eingang warteten schon die Guides. Ich ignorierte sie aber und wollte denn Weg auch alleine schaffen. Der Guide folgte mir aber konsequent. Am Ende war es vielleicht auch besser. Denn der Weg war eher kleiner Trampelpfad, der auch noch sehr rutschig war. Rechts war der Berg und auf der linken Seite ging es steil Richtung Fluss. Ein Geländer existierte nicht. Die Landschaft war dafür wieder wunderschön. An einem Art Rastplatz hatte ich dann arge Probleme denn Weg zu finden. Mich legte es dann auch noch auf den Boden. Der Guide erzählte etwas von „This is my private Land“ etc. Ich versuchte 2mal den richtigen Weg zu finden landete aber in einer Sackgasse. Der Hund vom Guide begleitet mich dafür ständig. Am Ende ging ich in die Verhandlung. Der Preis ist beträgt 60.000 Rupiah. Nach einigem hin und her begleitete er mich für 40.000. Am Ende war da auch ok. Auf dem Pfad kam unser keiner entgegen und wenn man dort mal Ausrutscht, muss man erstmal gefunden werden. Vielleicht ist das noch einer guter Hinweis für den Lonely Plant „Best of Bali“, der mir sonst immer gute Dienste geleistet hat. Auf der weiteren Wegstrecke habe ich mich ganz nett mit dem Guide unterhalten und am Ende schenkte ich ihm auch noch einen Euro. Nachdem ich das Tal verlassen hatte ging es ca. 5 km entlang befestigten Straßen wieder zurück. Obwohl keine Sonne schien, war mein T-Shirt wegen der hohen Luftfeuchtigkeit vollkommen durchgeschwitzt. Kleidung kann man zum Glück fast überall waschen lassen, in unserer Unterkunft kostet das Waschen 1400 Rupiah pro Teil.
Morgen werde ich mit dem Bus oder privaten Transport zum Flughafen fahren und gegen 22.25 Uhr Ortszeit nach Sydney fliegen. Die Ankunft ist für den 24.3. 7.15 Uhr vorgesehen. Ich freue mich schon auf Australien. Langsam habe ich genug von Bali gesehen. Andreas wird nach Norden fahren, um noch tauchen zu gehen.
Am Sonnabend mussten wir kurz vor 4 Uhr unsere Betten verlassen und in den noch dunklen frühen Morgen aufbrechen. Das Ziel war Lovina, eine Gruppe von mehreren kleinen Dörfern mit Hotels und Strand im Norden der Insel. Der Name Lovina kommt vom Besitzer des ersten Hotels in dieser Gegend, welches in den 70er Jahren gebaut wurde. Aus Love, zur Liebe für dieses Fleckchen Erde und Indonesia wurde Lovina. Nach ca. 2-stündiger leicht verschlafener Fahrt entlang der Küste sind wir in Lovina angekommen. Teilweise war in manchem Städten und Dörfern schon geschäftiges Treiben. Der Markt beginnt früh, denn die Bauern verkaufen hier ihre Ware und Händler verkaufen diese im Laufe des Tages dann weiter.
Von Lovina aus ging es mit einem typischen kleinen balinesischen Boot zur „Delphine Safari“. Nach einer Weile auf dem Meer konnte man dann auch den Beginn des Tages mit dem Aufgang der Sonne auf der Nordseite von Bali beobachten. Die Bootsfahrt zog sich hin, Delphine waren nicht in Sicht. Nach ca. 1 Stunden sammelten sich immer mehr Boote. Dann konnten wir für kurze Zeit schwarze Delphine beobachten, die ab und an aus dem Wasser sprangen. Dass Delphine anschauen ähnelte aber einer Art Treibjagd ca. 10 Boote versuchten immer die beste Position zu bekommen. Dabei fuhren sie immer hinter oder neben den Delphine her. Für mich war das schon ein tolles Erlebnis, aber wenn ich mir vorstelle, dass jeden Tag die Delphine von vielen kleinen Booten begleiten werden. Weil wir früh gestartet waren und weit draußen auf dem Meer waren, mussten wir nach kurzer Zeit den Delphinen wieder den Rücken kehren. Die Rückfahrt war schwieriger, durch die Wellen konnte unser Fahrer nicht so schnell fahren und ich musste auch meine Position am Bug verlassen. Mein neuer Platz war neben dem Mopedmotor, der die kleine Bootsschraube antreibt. Die Rückfahrt wollte kein Ende nehmen, mein rechtes Gehör musste die Geräusche einer Art Presslufthammer ertragen und mein Platz war auf Dauer auch nicht sehr bequem. Am Ende haben wir aber das Ufer noch erreicht. Andreas ist ein wenig nass geworden, weil er vorn im Boot saß. An Land gab es erstmal ein Sandwich, eine Banane und Wasser. Gegenüber dem Resort Frühstücksbuffet nicht gerade üppig.
Die Fahrt führte uns weiter zu den heißen Quellen von Bali. Das Wasser kommt aus dem Berg und hat Badewannentemperatur. Es enthält Schwefel oder Metalle und soll gut für die Haut sein. Auf dem Weg vom Parkplatz zu den Quellen erlebten wir die „dunkle“ Seite des Tourismus von Bali. An fast allen Attraktionen gibt es auf dieser Strecke Souvenirläden. Hier werden die Verkäufer auch ziemlich aufdringlich: „Shopping, Shopping, 10000 Ruphia, 5000 Rupiah…“. Teilweise werden sogar Kinder um 6 Jahre als Verkäufer eingesetzt, die einem dann immer hinterherlaufen. An den Quellen war der Weg noch kurz, später am Wasserfall war das viel nerviger. Wieder im Auto ging es weiter in die Berge. Wir fuhren auf einem Bergkamm mit wunderschöner Aussicht bis zur Küste und malerischen Reisfeldern in Richtung Danau Brantan (einem See). Am Danau Bratan steht einer der wichtigsten 6 Tempel in Bali, der Pura Danau Bratan. Hier mangelte es zum Glück an Verkäufern und wir konnte in den Ruhe den Tempel anschauen. Der Tempel liegt direkt am See, 2 Tempelgebäude sind auf kleinen vorgelagert Insel platziert. Hinter dem Tempel und See erheben sich die Berge, oft hängen die Wolken auch sehr tief, so dass der Platz besonders am Morgen eine mystische Aura hat. Im Tempel konnten wir auch eine balinesische Zeremonie beobachten. Die Teilnehmer zogen dann mit einem Orchester (Gamelan genannt) feierlich aus dem Tempel. Am Eingang steht auch ein alter Banyantree, der ich schon in Florida sehen konnte.
Langsam machte sich bei uns der Hunger bemerkbar. Seit 4 Uhr morgens unterwegs und nur ein Sandwich gegessen. Entschädigung wurden wir dann aber mit einem reichlichen Buffet am Parkplatz zum 45 Meter hohen Wasserfall. Besonders Frühlingsrollen und viele gebackene Bananen sorgten für einen vollen Margen. Danach ging es auf zum Wasserfall über einen Weg von 600m ins Tal, der gesäumt war von „Shopping-Möglichkeiten“. Auf dem Hinweg freute ich mich schon auf den Rückweg, denn leider gab es keine andere Strecke zum Parkplatz. Bis zum Wasserfall begleiteten mich wieder 3 Kinder, die Ketten verkaufen wollten. Erst nach deutlichen Worten hatte ich meine Ruhe, als Antwort gab es ebenfalls ein Fluchen. Der Wasserfälle selber liegt in einem grünen Tal u.a. mit Bananenstauden und Durianbäumen. Ein schöner kleiner idyllischer Ort. Nach erfolgreichem Aufstieg ging es dann wieder entlang der Küste mit dem Auto zurück nach Tulamben.
Während der Fahrt konnten wir wieder wissenswertes über das Leben auf Bali erfahren. Die Balinesier müssen mind. alle 6 wichtigen Tempel im Land besuchen. Dorthin werden sie auf der Ladefläche eines LKW hingefahren. Unseren fahrbaren Untersatz hat der Fahrer auf Kredit für ca. 11000 Euro gekauft (einen Izusu Panther). Die Versicherung kostet ihn ca. 500 Euro und Steuer muss er 300 Euro im Jahr zahlen. Aufgrund der tropischen Temperaturen und der schlechten Straßenverhältnisse werden jährlich neue Reifen fällig, Kosten: 70 Euro pro Rad. Das meistbenutzte Verkehrsmittel, das Moped kostet neu etwa 1000 Euro und für ein 2 Jahre Altes muss man noch 800-700 Euro bezahlen. Unsere Fahrer war selber mal Tauchlehrer im Resort, heute betreibt er ein Restaurant, einen „Transportservice“ und einen Shop. Mit 32 Jahren hat er schon 5 Kinder.
Der Tag wurde im Resort mit einem Nachttauchgang beendet. Anfangs hatte ich ein bisschen Bedenken, doch der Tauchgang war fast entspannter als bei Nacht. Nur mit dem Licht von 5 Lampen tauchten wir insgesamt zu fünft am Wrack der USS Liberty. Zu sehen gab es Büffelkopfpapageifische, verschiedene Schnecken darunter eine „spanische Tänzerin“, eine „Big Grouper“, eine Moräne sowie ein paar Einsiedlerkrebse. Dieser Tauchgang war vorerst mein letzter von insgesamt 10.
Am Sonntag war dann Silvester. Andreas ging noch 2-mal tauchen, ich relaxte am Pool. Gegen 17 Uhr ging es dann nach Culik, um „Ogoh Ogoh’s“ zu sehen. Das sind große Pappfiguren, die böse Geister symbolisieren. In unserem Dorf war der Umzug bereits im Gange. Vorher hatten die Träger ordentlich getrunken und es gab am Nachmittag bereits Knallerei aus Bambusrohren. In Culik eingetroffen wohnten wir mit der Bevölkerung der Zeremonie. Wir saßen mittendrin zwischen den Balinesen auf der Straße. Mit uns waren noch einige Touristen u.a. ein Amerikaner, der seit einem Jahr durch Asien reist und eine Softwarefirma besitzt. Er hat seinen Job aufgeben und ist nur noch Eigentümer. Das kurze Gespräch drehte sich um die wenigen Urlaubstage, die die Amerikaner im Vergleich zu Deutschland haben. Für die Zeremonie tragen die Balinesen viele Opfergaben in Form von Früchten, gebraten Hühner und sogar einem Schwein heran. Oftmals sind diese sehr hübsch verpackt. Nach der Zeremonie wird gebetet und am Ende verspritzt ein Priester Wasser über die Gläubigen. Jetzt ist es Zeit für die eigentliche Attraktion. Der Umzug mit vielen „Ogoh ogohs’s“ beginnt, die von verschiedenen jugendlichen Gruppen getragen werden. Dazu gibt es viel Musik und die Gestelle mit den Geistern werden schnell hin und herbewegt. Bei uns war u.a. eine Fussballer und ein böser Geist auf einem Motorrad dabei. Der Umzug ging durch das ganze Dorf und wieder zur Dorfmitte zurück. Anschließend wurden die „Ogoh Ogoh’s“ relativ unspektakulär verbrannt. Nach unserer Rückfahrt konnten wir noch die Beleuchtung in unserem Dorf bewundern. Links und Rechts der Straße waren Ölflaschen mit Docht entzündet. Die Straße sah aus wie eine Landebahn. Das Neujahrfest in Bali ist angeblich immer nach dem 3. Neumond im Jahr und bedeutet auch das Ende der Regenzeit .
Heute ist Neujahr und wie bereits erwähnt darf nichst getan werden. Daher bleibt Zeit zum Fotos sortieren und schreiben. Gestern ist auch ein Pärchen aus Dresden angekommen. Beiden weilten ebenfalls ein paar Tage in Singapore und verbrachten dann eine Woche auf der Insel Java. Sie waren schockiert von den Lebenszuständen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Die Insel haben sie mit dem Bus und auch mit dem Zug erkundet. In Tempel mussten sie sich häufig mit der Dorfbevölkerung, die vom Land angereist war, fotografieren lassen. Weiße Menschen sind diesen Leuten nur aus dem Fernsehen bekannt. Autogramme wurden auch verteilt.
Am Neujahrsabend wird es im Resort noch ein indonesisches Buffet geben. Wir sind gespannt. Ab 18.30 Uhr darf dann außer Kerzenlicht kein Licht mehr im Freien benutzt werden. Bei uns haben sie sogar das Badfenster mit Pappe vernagelt. Unser neuer Blick über den Pool zum Meer bleibt uns aber erhalten. Das Superdeluxe-Zimmer ist schon geräumiger und hat eine bessere Aussicht, allerdings kommt aus der Dusche nur kaltes Wasser. Das Problem wurde aber heute, trotz Neujahr, behoben. Morgen geht es über Tirta Gangga nach Ubud. Vielleicht gibt es dort besseren Internetzugang.
Selamat jalan (Good bye) Silvio.
Wie am Ende vom letzten Blog-Eintrag bereits erwähnt, habe ich meine Tauchausbildung bei Andreas erfolgreich beendet. Ich bin jetzt Open Water Diver und kann überall mit Buddy tauchen. Andreas ist als Tauchlehrer nur zu empfehlen, bei ihm lernt man sicheres tauchen. Zum Zeitpunkt des Beitrages habe ich bereits 9 Tauchgänge absolviert. Gesehen habe ich dabei, neben vielen bunten Fischen, einen Baracuda, 2 Makrelenschwärme, Weißspitzenriffhai, Schwarzspitzenriffhai, Schildkröte, viele „Nemo’s“, Skorpionfisch, Schnecken, Einsiedlerkrebse etc. Heute haben wir die Schildkröte beim Tauchplatz Batu Kerbit gesehen, dass war mein erster Bootstauchgang. Alle anderen Tauchgänge starteten direkt vom Ufer zu Coral Garden, USS Liberty Wrack oder Dropp off / The Wall. Morgen wollen wir noch einen Nachttauchgang durchführen, wo es „Spanische Tänzer“ zu sehen gibt. Ich bin gespannt. Zwischen dem Tauchen war ich ab und an auch Schnorchel, das ist ganz entspannend und man kann auch genug sehen. Eine Besonderheit beim Tauchen in Tulamben: Das Jacket mit der Flasche wird Dir bis zum Einstiegspunkt getragen. Träger sind meistens Frauen, die scheinbar leichtfüßig 2 Ausrüstungen auf dem Kopf den mit Steinen übersäten Strand entlang tragen. Damit ich unter Wasser auch etwas sehen kann benutzte ich seit dem 3. Tauchgang auch Kontaktlinsen. Endlich sehe ich das vielfältige Leben unter Wasser. Das Ein- und Ausbauen der Linsen muss ich aber noch üben…es ist zur Zeit noch ein schwieriger Prozess.
Und nun das Wetter: Seit wir Sonntag angekommen sind hatten wir kaum Sonne, es ist aber trotzdem noch sehr warm – ein Dank an den Erfinder der Klimaanlage. Vorgestern hat es sogar mal ausgiebig und relativ lang geregnet. Die Wassertemperatur liegt zwischen 28-30° Grad.
Das Essen in Bali kann nicht ganz mit Singapur mithalten. Ein typisches Gericht ist z.B. Nasi Campur mit Reis, Chicken, Schwein, Tofu und etwas vegetarischen. Gestern haben wir uns eine angebliche balinesische Spezialität gegönnt – Smoked Duck. Diese mussten wir am Tag vorherbestellen – Kosten 100.000 Rupiah für 2 Personen. Die Ente war mit Gewürzen und Ei gefüllt, dazu gab es Reis und Erbsen. Angeblich wird sie 8 Stunden in Bananenblättern geräuchert, wir hatten wahrscheinlich das Vergnügen mit einer 4 Stunden Ofen ganz. War trotzdem sehr lecker und scharf gewürzt. Beim Essen können wir sparen, wenn wir nicht im Resort essen (heute wird es das erste Mal sein). Nasi Campur kostet in einem Restaurant im Dorf etwa 21000 – 25000 Rupiah, im Resort dagegen 35000 Rupiah.
Die weitere Reiseplanung: Nach dem wir die letzten Tagen überlegt haben, wie die Reise weitergeht, steht heute der grobe Plan. Wir werden Neypi – das Neujahrsfest im Resort verbringen. Dafür müssen wir in einen Superdeluxe Bungalow umziehen. Für 2 Tage kostet uns das 10 pro Person mehr. Am Neujahrstag geht es für 50000 Rupiah nach Culik, ein Dorf 5km südlich von uns. Dort werden wir uns anschauen, wie der „Ogoh ogoh“ durchs Dorf getragen wird. Der „Ogoh Ogoh“ oder die bösen Geister werden in Formen aus Pappe durchs Dorf getragen und am Ende verbrannt. Wir sind gespannt. Am Tag danach darf nichts getan werden. Im Restort wird es für 100.000 Rupiah (=8,50) Snack und Sandwiches zum Mittag geben und abends ein balinesisches Buffet. Am nächsten Tag geht es dann über Tirta Gangga, einen kleinen Ort mit einem Wasserpalast umgeben von Reisfeldern, nach Ubud. Die Reise kostet uns 300000 Rupiah, da uns Julia, eine Österreicherin begleiten wird, kostet uns das pro Person 100000 Rupiah. In Ubud, dem kulturellen Zentrum von Bali im Zentrum der Insel werden wir uns ein Hotel suchen und dort die restlichen 3 Tage verbringen. Am 23. März ist der Bali Aufenthalt dann zu Ende und es geht ca. 22 Uhr mit dem Flieger nach Sydney. Andreas will weiter Tauchen gehen, entweder im Osten oder im Norden, vielleicht macht er auch noch eine Kreuzfahrt.
Morgen (Sonnabend) haben wir eine Tour gebucht. Es geht zu einem Delphine Point, um Delphine zu beobachten und danach zu einem 40m Wasserfall. Hauptziel ist dann der Danau Bratan, in dem einer der 6 heiligsten Tempel von Bali steht. Am Ende der Tour besuchen wir noch heiße Bergquellen (Kosten: 55 Euro pro Person). Die Tour beginnt 4.00 Uhr früh !!!. Der Fahrer wird der Selbe sein, der uns nach Ubud fährt. Er hat einen Vertrag mit dem Resort. Wenn wir den Transport nach Ubud über das Resort gebucht hätten, wären es 600000 Rupiah gewesen. Unser Fahrer hat uns gesagt, über unsere Abmachung und den Preis sollen wir nichts im Resort sagen.
Silvio (Ortszeit 19.00 Uhr)
Ich hoffe, die Rechtschreibung und Grammatik ist diesmal besser
Von Singapore ging es nach Bali, um mit Andreas zu tauchen und die Insel zu entdecken. Kurz vor meinem Abflug von Singapore endeckte ich noch den Swimmingpool vom Flughafen. Vorher hatte ich darüber gelesen, aber nicht daran gedacht. Der Flughafen ist wahrscheinlich einer der besten der Welt. Man kann sich z.B. auch gegen Entgelt massieren lassen. Neben mir im Flugzeug saß auch ein Deutscher, der auf Bali surfen wollte. Als Unterhaltung gab es den Film „Rocky Balboa“ und ein Gewitter in der Ferne über Indonesien. Fast den ganzen Flug machte ich mir Gedanken darüber, Andreas und das Hotel zu finden – Was wenn er nicht da ist?. Außerdem versuchte ich ständig meine Kreditkartennummer nicht zu vergessen… Quantas als Airline ist übrigens nur zu empfehlen, auf beiden Flügen gab es leckeres Essen u.a. auch mit Wein und Bier und ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm auf dem Langstreckenflug.
Nach erfolgreich Landung in Bali um Mitternacht, musste ich mir erst ein 30-Tage VISA für 25 Dollar kaufen. Ein Dokument über zu verzollende Waren musste man auch ausfüllen. Dabei habe ich überlegt, ob ich auch meine Gummibären angeben musste, denn Tiere und Pflanzen sowie deren Produkte darf man nicht einführen. Nach einer Nachfrage beim Einreise-Officer war das aber kein Problem. Mit dem Taxi ging es dann fuer 45.000 Indonesische Rupia zum Legian Village Hotel nach Kuta, wo Andreas auf mich warten sollte. Auf der Fahrt zum Hotel fielen mir schon die vielen Mopeds auf – das Fortbewegungsmittel für die Balinesen. Desweiteren war der krasse Gegensatz zu Singpapore zuerst erschreckend. Die Straßen war alle in einem schlechten Zustand und abseits davon sah es auch nicht viel besser aus. Erstmal war ich abgeschreckt. Am Hotel angekommen wurde auch nach kurzen Gespräch an der Rezeption Andreas wach geklingelt. Kurze Zeit später stand er dann vor mir, puh das hat ja funktioniert. Endlich auch mal wieder deutsch sprechen, was für eine Wohltat.
Das Legian Village Hotel war nicht gerade überzeugend, aber für eine Nacht ausreichend (Preis: 10$ pro Nacht/Person). Das Frühstück war auch entsprechend marger (2 Toastscheiben). Dann wollten wir noch kurz an den bekannten Strand von Kuta. Davor stand dann auch schon unser Transport nach Tulamben. Dieser fragte die Taxifahrer nach dem Weg, er vermutete uns im Legian Beach Hotel. Beim Auschecken wollte ich mit Dollar bezahlen, leider nehmen die Balinesen keine „alten Dollar“ mehr. Ich hatte noch einen Dollar von 1993, den wollten sie nicht akzeptieren. Danke Andreas, fürs vorrübergehende Bezahlen
. Die Reise von Kuta im Südwesten nach Tulamben an der Ostküste dauerte ca. 2,5 Stunden mit dem Minibus. Es ging durch Denpassar, die Haupstadt von Bali, die sich nahtlos an Kuta anschließt über kleine Dörfer und später auch vorbei an Reisefeldern. Während der Fahrt gab es interessante Gespräche mit dem Fahrer, der 29 Jahre alt war. Ein Balinese verdient im Monat durchnittlich ca. 500.000 – 600.000 Rupiah im Monat, umgerechnet ca.50 Euro. In 5 Sterne Hotels können es durch Trinkgelder 600-700 US $ sein. Bei Vergehen im Straßenverkehr kannst Du den Polizisten direkt bezahlen oder Deinen Führerschein in einer staatlichen Behörde wieder abholen. Am interessantesten war und ist, dass am 18. März Neujahr und das Ende der Regenzeit gefeiert wird. Am Abend gibt es Tänze mit bösen Geistern aus Papier, die am Ende verbrannt werden. Am nächsten Tag ist in Bali absolute Ruhe erforderlich. Das bedeutet: keiner darf auf die Straße gehen, arbeiten oder sonst irgendetwas tun sowie abends kein Licht benutzten. Auch unsere Tauchterminal muss sich daran halten. An diesem Tag darf nicht getaucht werden. Warum ist diese Ruhe erforderlich: Die bösen Götter sollen denken, das Bali unbewohnt ist und ohne sich niederzulassen über die Insel fliegen.
Das Tauchterminal liegt in einem kleinen Dorf an der Ostküste. Hier gibt es auch keinen Geldautomaten und kein Nachtleben, bis auf einige kleine Restaurants. Die Bungalows sind gut ausgestatten mit einer außen Dusche, das Wasser kommt aus einer Art Löwenkopf. Ein Holländer ist Manager des Resorts und ein Österreicher führt die Tauchbasis. In der Anlage ist ein Restaurant, eine Bar und ein kleiner aber feiner Pool mit Palmen umgeben und direkt Blick auf das Meer. Abends hört man die Brandung im Bungalow. Die Temperaturen liegen bei 35 Grad und das Wasser hat 29 Grad. Eine Strand gibt es aber leider nicht, nur viele schwarze Steine. Aber das ist ja auch ein Tauchplatz. Andreas gefällt es hier, keine Touristen, viel Ruhe und tolle Tauchplätze.
Heute waren meine beiden ersten Freiwassertauchgänge. Beim ersten hatte ich noch arge Probleme mit der Tarierung. Es ging immer hoch und runter. Dafür haben wir ein sehr großen Fisch gesehen – eine Ground Grouper oder Red Snapper – mit einer Länge von 1.30m und sind mitten in einen Markrelenschwarm getaucht. Mitten zwischen hunderten Fische, das war schon ein Erlebnisse. Der Schwarm war kurz unter der Wasseroberfläche zu finden. Leider habe ich nicht alles scharf gesehen, beim nächsten mal werden ich die Kontaktlinsen testen. Ich habe immer noch bedenken, dass sei „wegschwimmen“. Der 2. Tauchgang war dann wesentlich besser und ich konnte mich mehr auf die Umgebung konzentrieren. Es gab viele Korallen und kleine Fische zu sehen. Ich sollte vielleicht noch Meeresbiologie studieren…soviele Fische und Schnecken. Zwischen durch relaxten wir am Pool.
Das Frühstück hier ist reichlich – American Buffet – und Abendessen gibt es im Schnitt für 3 Euro außerhalb des Resort. Wir wurden zwar beim Check-Inn gewarnt, diese nicht zu nutzen – angeblich Durchfallgefahr (das Resort hat auch ein eigenes Restaurant). Gegenüber den Food-Centern in Singapore sind die Preise vom Essen etwas „teurer“, aber trotzdem noch günstig. Eine 1,5l Flasche Wasser kostet ca. 90 Cent in Singapore und 30 Cent in Bali. Das Reisebudget wird geschont. In Singapore habe ich insgesamt 90 Euro für 3 Tage mit Übernachtung ausgeben. Wenn ich dem Shoppingmalls und dem vielfältigen Essen nicht widerstanden hätte, wäre es um einiges teurer geworden. Die 13 Tage Bali werden dagegen teuere werden, dafür ist die Unterkunft ja auch ein Resort und Tauchen ist die Hauptbeschäftigung.
So genug für heute. Morgen beende ich mit Andreas meinen Tauchkurs beim Wrack der Liberty, einem US Frachtschiff, das im 2. Weltkrieg versenkt wurde und heute in 10-20 Meter Tiefe liegt. Das Schiff wurde damals an die Küste gesetzt und ist 1963 durch den Vulkanausbruch ins Meer geschoben. Der Vulkan (3100 Meter hoch) ist ca. 20 km westlich von unserem Resort, leider ist er meist von Wolken behangen. PS: Internet kostet hier 30000 Rupiah (2,80€ pro Stunde, in Singapore im Hostel waren es 3,60 S§ = 1,80€ /h).
Tauchausbildung erfoglreich abgeschlossen. Bilder gibt es leider erst in Australien. In unserem Resort ist die „line broken“ und die momentane Verbindung ist nicht besonders schnell…



