You are currently browsing the monthly archive for April, 2007.

Kurzer Lagebericht:

- Bei Zim musste ich leider am vergangen Mittwoch ausziehen
- Ich schlief 2 Tage auf einer Couch bei einem schwedischen Freund von Zim. Er flog am Samstag nach Vietnam und will durch Ostasien reisen. Sein Vermieter ist in der Woche nicht da, so dass wir die Wohnung fuer uns hatten
- Touristische Ziele haben ich in den letzten Tage nicht besucht, vielmehr habe ich mich intensiv um Jobs bemueht. Sofort koennte ich in einer Fleischfabrik anfangen (viel Blut, Fett und Fleisch) oder Fruit-Picken gehen. Am Montag habe ich 2 Interviews bei Job Agencies, die Office Jobs vermitteln. Ich bin gespannt. Wenn ich die naechsten 2 Wochen keinen Office Job finden, werde ich wahrscheinlich Fruit-Picken gehen oder auf eine Farm (Woofing oder mit Bezahlung). Mal schaun.
- gestern habe ich mir mal ein Fussballspiel angeschaut – 3. Liga von Queensland. Der Fussballclub wurde mir von einem Mitglied des German Clubs in Brisbane empfohlen. Wenn ich laenger in Brisbane bleibe werde ich wahrscheinlich auch mal das Training besuchen. Der Club sucht ausserdem jemanden der (leider nur) ehrenamtlich die Website pflegt (SouthsideEagles)
- Jonny aus Singapore, der in einer Fleischfabrik arbeitet, habe ich auch wieder getroffen. Die Bezahlung ist gut aber die Arbeitsumgebung ist gewoehnungsbeduerftig.
- Ein Freund von Zim hat mir einen Kontakt zu einem Service Desk Manager bei Australien Aeorospace vermittelt – vielleicht bekomme ich den Job. Die wollen mich aber vorrangig als Einzelunternehmer unter Vertrag nehmen und die dafuer noetige ABN (Steuernummer) koennen nur Australier beantragen…

Nach sovielen Erlebnissen im letzen Monat war ich froh darueber mal nichts zu unternehmen. Die letzte Woche seit unserem Besuch im Vergnuegnungspark Dreamworld war sehr ruhig. Mittwoch bis Freitag verliess ich kaum das Haus. Ich sortierte meine Fotos, speicherte sie im Netz und schrieb ein bisschen im Blog. Das Foto sortieren und hochladen ist schon sehr zeitintensive, aber jetzt sind die Fotos aktuell zu den Blog eintraegen. Ich werde auch versuchen weiterhin einige Fotos einzubinden, damit die Beitraege nicht so lang und nur voller Text werden. Auf gehts…

Brisbane-067Brisbane-005Brisbane-056Brisbane-063

Das 1. Bild zeigt das Haus von Zim’s Eltern in dem ich wohnen darf (Google Map – Link).  Und ich bin sehr gluecklich, dass ich bei Ihm eine Zeit lang wohnen kann. Essen und auch Internet ist frei. Seine Flatrate kostet ca. 140 A$ im Monat. Fuer unsere Verhaeltnisse teuer. In Australien gibt es aber nicht so einen starken Wettbewerb und bei 20 Millionen Einwohner ist die Zielgruppe auch verhaeltnismassig klein. Fuer Essen gebe ich Geld dazu. Es ist schon sehr interessant, was es alles fuer verschiedene essbare Sachen in Australien gibt. Die malaysische Kueche seiner Mutter ist auch sehr gut.

Die Skyline von Brisbane koennt Ihr im 2. Bild bewundern. Das Foto entstand bei unserem Rundgang am Ostermontag. Brisbane hat gegenueber Sydney weniger Sehenswuerdigkeiten zu bieten. Auch faellt einem die Trockenheit in dieser Gegend auf. Das Gras ist meistens grau und die Palmen haben haengende Blaetter. Seit Dienstag nach Ostern besteht auch Wasserrestriktionsstufe 5 in Brisbane. Das bedeutet keine Autowaschen mehr und auch kein auffuellen der Pool. Der Wasserverbrauch ist auf 140l pro Person am Tag begrenzt. Regenwassertanks, wassersparende Duschkoepfe und Klospuelungen sollen eingesetzt werden. Duschen sollte man max. 4 Minuten. Der Haushalt von Zim Eltern liegt um einiges unter 140l Wasserverbrauch.
Bild 3 entstand in Dreamworld – ohne weiteren Kommentar :)

Den ganzen Stolz von Zim zeigt Bild 4 – sein Bike. Ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel bei der Jugend. Es bringt einen schnell durch den heftigen Verkehr in der City und das Parken in der City ist fuer Bikes kostenlos. Durch das Klima kann man auch das ganze Jahr fahren und Regen ist hier eher mangelware. Beste Vorrausetzungen also, wenn von der Unfallgefahr absieht. Ein Motorradfuehrerschein kostet auch nur ca. 250 $A. Ein Freund bringt Dir das Fahren bei und dann muss man nur noch eine theoretisch (nur 5 Fragen beantworten !) und eine praktische Pruefung ablegen – fertig. Die Preise fuer Bikes sind aehnlich wie bei uns.

Zwischen dem Sortieren der Fotos fuhr ich noch 2 kleine Touren mit dem Rad durch das Viertel. In dieser Gegend findet man sehr grosse Haeuser, oftmals mit Tenniscourt und Pool. Zwei Ferraries habe ich auch schon gesehen. Nicht weit von Zim’s Haus befindet sich auch ein ALDI. Der ist genauso aufgebaut wie in Deutschland. Die Preise sind ebenfalls sehr guenstig. Mithalten koennen damit nur die Eigenmarken der Supermaerkte wie z.B. von Woolworth – Home Brand. Im ALDI gibt es auch Haribo – lecker. Toastbrot kostet z.b 99 Aus Cent oder Past 69 Aus Cent. Donnerstagabend besuchten wir mal ein groesseres Shoppingscenter – hier kann man sich fast verlaufen und es erinnert mich an die Malls in Singapore. Ich schaute mich nach einer formalen Hose. Erstmal musste ich die passenden australische Groesse finden. Am Sonntag schauten wir wieder vorbei und ich erstand eine Hose fuer 40 A$ – Made in China – wo sonst. Lederschuhe bekommt man von 80 A$ aufwaerts. In den naechsten Tagen werde ich mir welche zulegen, um dem Dress Code in Offices zu entsprechen.

Sport:
Freitagabend war fuer mich Premiere im Squash spielen. Zim spielt regelmaessig dieses Game. Am Freitag waren Fun Doppel angesetzt. Alle Teilnehmer konnte schon entsprechend gut spielen. Gegenueber mir als Anfaenger waren sie aber sehr hilfsbereit und erklaerten mir alles. Am Ende konnte ich ein wenig spielen. Richtig anfreunden kann ich mich aber mit dieser Sportart nicht. Immer nur den Ball in einer Art Kaefig gegen eine weisse Wand zu schiessen ist eher langweilig fuer mich. Ein Einzel zeigte mir aber, welche abwechslungsreichen Spielzuege moeglich sind und in welchen Varianten man den Ball gegen die Wand schlagen kann. Diesen Mittwoch soll ich wieder kommen, meinte die Organisatorin. Sie suchen Leute, um einen regulaeren Spielbetrieb aufzubauen. Ich bleibe lieber bei Fussball. Dienstag spielen Freunde von Zim Indoor Fussball auf Handballtore – vielleicht kann ich mal mitmachen.

Der Sonnabend war ebenfalls sehr sportlich. Gegen Mittag machten wir uns mit einem indischen Arbeitskollegen auf, um Angeln zu gehen. Zim und ich hatten und haben von Angeln nicht viel Ahnung. Der Indier baute uns die Angeln zusammen. Mit einem Bier in der Hand waren wir sehr zuversichtlich etwas zu fangen. Leider biss kein Fisch an. Der Haken mit dem Koeder verfing sich immer wieder in den Steinen am Ufer. Bei mir riss nach vergeblichem Versuch den Haken zu befreien die Leine. Wenige Minuten spaeter passiert Zim und dem Inder das Gleiche. Mein erstes Angelerlebniss war damit erfolglos beendet. Bei naechsten Mal sollten wir einen besseren Spot auswaehlen und eine besser Angelschnur einsetzen, meinte der Inder. Als naechste Aktivitaet stand Golf auf dem Programm. Das war wesentlich unterhaltsamer als Angeln und gefiel mir auch besser als einen Ball gegen die Wand zu schiessen. Fuer 12 A$ und der Ausruestungs von Zim’s Vater starteten wir den 9-Loecher umfassenden trockenen Golfkurs. Fuer einige Loecher brauchte ich nur 8 Schlaege. Ein Loch, das mit Sandbunkern gespickt war, beendete ich mit unglaublichen 22 Schlaegen. Bis zum Sonnenuntergang schafften wir den Kurs. Weil wir seit heute Mittag nichts gegessen und getrunken hatten, waren wir sehr hunrig. Eine Besuch bei Sizzler, einer All you can eat Kette sollte dagegen Abhilfe schaffen. Fuer 20 A$ schlemmerte ich ausgiebig, besonders die Desserts in Form von Apple Pie und Schoko Mouse hatte es mir angetan. Den Abend beendet wir bei Zim mit dem Movie „V for Vandetta“ – ganz interessanter Film. In den letzten Tagen habe ich einige Filme gesehen u.a. 300, The Zodiac, Hannibal Rising. Am besten hat mir bisher „Children of Men“ gefallen. Ein sehr interessanter Zukunftsfilm.

Die letzten 3 Tage:
Sonntag wollte wir erst nach Noosa Head fahren – eine Urlaubsort 2 Stunden noerdlich von Brisbane. Leider schlaeft Zim gern lange und kam erst nach Mittag aus dem Bett. Somit verbrachten wir den Tag im Haus und besuchten gegen Abend nur kurz noch ein Shopping Center.
Am Montag schaute ich mir ein bisschen die Stadt an. Weil Zim’s ziemlich ausserhalb wohnt, ist die naechste Bushaltestelle ca. 1,5 km entfernt. Nach einer halben Stunden zu Fuss kam ich genau im richtig Moment – der Bus traf ein. Die Fahrt dauerte 40 Minuten und kostet 3,40 $A. In der City besuchte ich Zim in seinem Office, das er mit 3 anderen Studenten teilt. Die Bueros sehen genau so aus, wie man sie in vielen Filmen und Serien sieht, es sind nur kleine Boxen. Mit Zim ging ich mir Mittagessen holen – Preis 6 A$ – japanisches Essen – war sehr lecker. Frisch gestaerkt lief ich einen vorgefertigten historischen Walk ab und erfuhr einiges mehr ueber die Geschichte von Brisbane. Heute bleiben bei 30 Grad Aussentemperatur wieder in Zim’s Haus und schreiben ein paar Zeilen im Blog. Meinen Lebenslauf muss ich auch noch ueberarbeiten. Zum Thema Jobsuche demnaechst mehr in einem extra Beitrag.

Die 2. Woche in Australien ist seit ein paar Tagen vorrueber. Im Moment weile ich in Brisbane im „Stadtteil“ Bridgeman Downs bei Zim. Hier werde ich 2 bis max. 4 Wochen bleiben. In der Region wahrscheinlich laenger, weil ich erstmal arbeiten moechte. Heute nehme ich mir nach einer ereignisreichen letzten Woche und dem ebenso abwechslungsreichen Osterwochenende wieder Zeit einen laaaangen Bericht zu schreiben. Bilder vom Tauchurlaub in Bali mit Andreas koennt Ihr ebenfalls in der Flickr-Galerie anschauen.

Fuer alle, die nicht gerne viel lesen, hier ein paar Stichworte der letzten Tage:

Besuch der Jenolan Caves (Tropfsteinhoehlen) in den Blue Mountains mit Tina&Jens. Die Rueckfahrt nach Sydney war sehr spannend, weil wir das Auto am selben Abend nach zurueckgeben mussten. Der Plan war erst, das Auto am naechsten morgen abzugeben, was sich aber nach einiger Fahrtzeit als nicht durchfuehrbar herausstellte. Am Ende konnte wir das Auto mit gutem Teamwork von Navigationssystem Jens, Beifahrerin Tina und mir als Fahrer „Just in Time“ abgeben.

Dienstag verliess ich gegen 7 Uhr frueh Sydney und fuhr nach Port Macquarie, eine kleine Stadt ca. 400 km noerdlich von Sydney. Hier schaute ich mir u.a. das Koala Hospital an, wanderte die Kueste entlang, besuchte einen Wildlifepark, fuhr mit dem Fahrrad durch die Landschaft, beobachtete Kaengurus auf dem Golfplatz und traf im Hostel wieder auf unterschiedliche Leute aus Daenemark, UK und natuerlich Deutschland. Am Freitag ging es dann mit 1 Stunde Verspaetung gegen 2 Uhr morgens von Port Port Macquarie nach Brisbane.

In Brisbane traf ich zum Glueck ein, denn der Bus hatte technische Probleme und kam kaum noch Huegel hoch (Der Motor ging oefters aus). Zim holte mich vom Transit Center ab und wir fuhren nach einigen Zwischenstops zu ihm. Er lebt noch bei seinen Eltern, die aber ein sehr grosses Haus besitzen, indem viele viele Dinge ueberall rumliegen. Jedenfalls kann ich bei Ihm eine Weile bleiben, worueber ich sehr froh bin. Abends ging es nach zu einer Geburstagsparty. Am Sonnabend gab es dann ein BBQ ab 12 Uhr mittags bei Uni-Freunden von Zim und am Ostersonntag wieder eins bei anderen Freunden. Die 3 Tag waren ein reines Schlemmerfest fuer mich, da ich mich bisher vorwiegend von Toastbrot mit Kaese und Schinken sowie Bananen ernaehrt hatte. (Was aber fuer Backpacker nichts ungewoehnlich ist. Zim lebte in Europa vorwiegend von Toastbrot, Nutalla, Orangen und Pasta). Ostermontag schauten wir uns ein wenig Brisbane City an und liessen den Abend auf dem Mount Coo-tha mit einem schoenen Ausblick ausklingen. An diesem Tag begleitet uns ein Freund von Zim aus Schweden. Dienstag ging es dann in einen Themenpark mit dem wohlklingenden Namen „Dreamworld“. Eine Art Mini-Disneyland. Einige Rides waren ganz spannend. Leider war aufgrund der Ferienzeit viel Betrieb und wir musste fuer einen kurzen Ride im Durchschnitt 30 Minuten anstehen.

Die naechsten Tage werde ich mir Brisbane genauer anschauen und am Wochenende besuchen wir wahrscheinlich einige Insel. Die Suche nach einem Job ist ebenfalls fester Bestandteil der kommenden Tage. Wobei ich noch nicht sicher bin, ob ich Fruit-Picken gehe, um noch ein Jahr Visa zu erhalten (fuer das 2.Visa gibt es dann keine Altersbegrenzung – Erntehelfer scheinen wirklich dringend benoetig werden – das erinnt mich irgendwie an die Spargelernte in Deutschland und die polnischen Arbeitskraefte) oder lieber einen Office-Job suche. Schaun wer mal…

Ausfuehrliche Berichterstattung der 2. und 3. Woche und des Osterfestes:

Sonntag, 1.4.07:
Nach dem ich ueber 5 Stunden meinen ersten Blogeintrag ueber Australien im Hostel geschrieben hatte und nach einige andere Dinge recherchiert habe, blieb ich den ganzen Tag im Hostel (Es wurde nicht mit dem Besuch der University of Sydney). Abends schaute ich nur noch schnell im Supermarkt vorbei. Am naechsten Morgen wollte ich mich mit Tina und Jens gegen 7.45 Uhr am Hyde Park treffen, daher ging ich sehr frueh ins Bett. Der Wecker sollte mich um 6 Uhr aus dem Bett schmeissen. Die Nacht ohne Ohropax war wirklich nicht sehr erholsam, ich fand kaum Schlaf.

Montag, 2.4.07:
Leicht uebermuedet fuhr ich 7 Uhr mit dem Bus in die City. Dort traf ich Tina und Jens wie verabredet. Jens hatte sich um die Organisation des Mietautos gekuemmert. Das Office der Autovermietung eroeffnet einige Minuten nach 8 Uhr und nach dem ueblichen Papierkram hatten wir auch unser Auto. Fuer mich war nun Premiere: Links fahren und das in Sydney, wo bekanntlich der Verkehr am schlimmsten ist. Der Anfang war aber einfach. Mit dem Nissan Tida sind wir einfach im Verkehr „mitgeschwommen“. Zum Glueck hatte das Auto eine Automatikschaltung, denn mit Links schalten ist sicher am Anfang noch schwieriger. Jens navigierte uns sicher aus Sydney heraus. Wir waehlten auf dem Hinweg zu den Jenolan Caves Landstrassen und entschieden uns gegen den Highway. Waehrend der Fahrt fragte Tina Jens wenn Ihr Tour morgen denn beginnt. 7.45 Uhr geht es los meinte Jens. Dann die Frage: Und wenn geben wir dann das Auto ab? Der Plan war erst, das Auto am naechsten Tag abzugeben. Weil ich aber morgen 7 Uhr mit dem Bus nach Port Maquarie wollte konnte ich das Auto ebenfalls nicht abgeben. Daher hatten wir ab jetzt ein wenig Zeitdruck. Nach einem kurzen Stop am Mt. Victoria Lookout fuhren wir immer mit Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung weiter. In Australien sind die Strafen fuer zu schnelles Fahren hoeher als in Deutschland, es gibt keinen Toleranzbereich und es wird von hinten geblitzt. Meiner Erfahrungen nach einiger Zeit Linksfahren waren: Ich fuhr immer weit am linken Strassenrand – ungewohnt keinen Beifahrer auf der rechten Seite zu haben und sich immer am Mittelstreifen zu orientieren. Einmal ist es mir auch passiert, dass ich beim rechtsabiegen auf die rechte Spur fahren wollte. Das war aber ein Einzelfall. Viel haeufiger betaetigte ich beim Abbiegen den Scheibenwischer anstatt den Blicker :) . Aufgrund unsere Zeitplan schauten wir uns nur eine Tropfsteinhoehle von 9 moeglichen an (Wenn man eine weitere Hoehle besuchen moechte bekommt man 50% Rabatt, bei einem Eintrittspreis von 20 A$). Die gefuehrte Tour durch die Lucas Hoehle war sehr interessant. Viele verschiedene Formen von Stalaktiten und Stalagmiten. Die Hoehle war sehr gross, so war jedenfalls mein Eindruck. Wenn man sich vorstellt, dass es davon noch 8 weitere gibt, ist das schon beeindruckend. Wir gruebelten waehrend der Tour darueber, ob wir denn das Auto noch rechtzeitig bis 18 Uhr abgeben konnten. Daher hatte wir ein Auge auf die langsamen Leute in der Gruppe und die vielen Fragen. Nach ca. 2 Stunden intensiver Begehung der Hoehle machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto. Die Fahrt in das Tal und hinaus ist sehr abwechslungreich, Kurven ueber Kurven und enge Fahrbahn. Auf der Rueckfahrt konnte ich auch mein erstes wildes Kaenguru fuer ca. 5 Sekunden bewundern. Weil wir unbedingt das Auto abgeben musste, blieb keine Zeit fuer ein Foto. Die Rueckfahrt durch eine dem Erzgebirge aehnliche Landschaft gestaltet sich sehr zuegig. Auf dem Highway ging es zurueck nach Sydney. Tanken mussten wir auch noch, die Zeit lief uns davon. In der Stadt brauchten noch fast 25 Minuten bis zur Autovermietung und natuerlich war jede Ampel rot. Es war eine Zitterpartie. Jens kuendigte uns telefonisch an und wir dachten auch daran: Wenn sie frueh so „spaet“ aufmachen, werden sie bestimmt auch „frueh“ schliessen. Am Ende schafften wir es ca. 5 Minuten nach 18 Uhr das Auto abzugeben. Das Vermietungspersonal war schon auf dem Sprung. Dank guten Teamwork ging die Sache aber noch einmal gut. Ich verabschiedete mich danach von Tina & Jens und verbrachte den restlichen Abend noch am Hafen in der Umgebung von Oper und Harbor Brigde. Das ist schon eine beeindruckende Kulisse und von der ich auch einige (zuviele) Fotos gemacht habe. Vom Hafen lief ich die ganze Strecke bis nach Newtown zu Fuss. Einmal um Geld zu sparen und zweitens um noch einige Eindruecke zu gewinnen. Im Hostel packte ich noch meinen Sachen und checkte aus. Die Nacht war wieder grausam (ohne Oropax) und gegen 5 Uhr frueh zuende.

Dienstag 3.4.07:
Mit Premier Motor Service ging es 7 Uhr von Sydney nach Port Maquarie. Die Fahrt war entspannender als ich erwartet hatte, die Beinfreiheit war gross. Auf der Fahrt bewundert ich die Landschaft. Abseits des Highways gab es viele Farmen. Nach kurzen Zwischenstopps erreichter der Bus Port Maquarie gegen 14 Uhr. Vom Bus Stop wurde ich nach kurzen Telefonat von der Jugendherberge abgeholt. Es folgte eine Stadtrundfahrt bei der mir alles wichtige gezeigte wurde. Beim Einchecken im Hostel war mein erster Eindruck wieder entaeuscht. Ich sollte statt der gebuchten 23 A$ pro Nacht 25 A$ zahlen. Nach laengere Diskussion blieb der Preis bei 23 A$. Immerhin ist keine Saison mehr und in Sydney kostet mich die normale Nacht 25 A$ in meinem Hostel ausserhalb des Zentrums. Das Zimmer war auch sehr klein, statt 4 Betten waren 6 Betten im Zimmer und es gab keine Schliessfaecher. Alles in allem ein guter Beginn. Auf dem Weg durch die Stadt besuchte ich auch einige Einkaufslaeden. Hier fielen mir die guenstiges Preise bei den Lebenmitteln gegenueber Sydney auf. Ausserdem fand ich eine Art „Pfennigpfeiffer“, wo man u.a. auch Lebensmittel guenstig erhaelt (z.B. Schokolade aus Polen fuer 1 A$ oder 2l O-Saft fuer 2 A$). Eine Wohltaetigkeitsorgansiation war auch vorhanden, hier konnte man sehr guenstige Second-Hand-Kleidung kaufen z.B. Schlipse fuer 1 A$ oder Hemden fuer 5 A$. Abends telefoniert ich noch per Telefonkarte mit meinen Eltern und gratulierte meiner Oma zum 80. Geburtstag. Wieder im Hostel angekommen unterhielt ich mich noch eine Weile mit einem Daenen, der u.a. durch China und Nordkorea gereist war. In Nordkorea wurde Ihm u.a. die Tocher eines Bauern gegen einen Sack Reis angeboten. Weitere Mitbewohner waren u.a. Deutsche und Englaender die ebenfalls auf W&H Tour waren.

Mittwoch 4.3.07:
Relativ frueh wachte ich auf und schloss mich einem deutschen Paar aus Muenchen an. Beiden weilen auf Urlaub in Australien und sind mit einem Mietauto auf dem Weg von Sydney nach Cairns. Als ich sagte wo ich herkam, fiel das Stichwort auf Dynamo Dresden. Er ist bei der Polizei und „mag“ die Dresdner Fans… Mit beiden fuhr ich ins Koala Hospital. In diesem werden kranke Koalas wieder aufgepaeppelt. Koalas sind wirklich sehr „knuffige“ Tiere. Interessant ist, das sie fast 20 Stunden am Tag schlafen und sehr inaktiv sind. Nach zahlreichen Fotos ging es wieder zurueck ins Hostel. Ich machte mich auf, die Kueste zu erkunden und ca. 10 km zu laufen. Von Strand im Town Centre kann man aehnlich wie in Sydney auf Pfaden entlang der Kueste wandern. Man ueberquert einige wunderschoene Straende, die kaum bevoelkert sind. Nebenbei begnetete ich noch einigen Reptilien u.a. eine Art Leguan, der mit seiner Zunge den Boden nach Insekten absuchte. Einige von diesen Tieren waren sehr aktiv mitten auf einem Parkplatz. Ueppigen Regenwald gab es ebenfalls zu sehen. Je weiter ich wanderte, umso schlechter wurde das Wetter. Auf dem Meer sah man schon eine Regenfront. Bei genauerem hinsehen endeckte ich eine Windhose, einen kleinen Minitwister (Bilder in der Gallerie). Je naeher er aber dem Land kam, je schwaecher wurde er. Eine interessantes Naturschauspiel. Meinen Blick liess ich noch einem ueber einen der endlos langen Straende (auf dem diesem konnte man auch Kamelreiten) ehe ich mich wieder zu Fuss auf den Rueckweg begab. Regen setzte zum Glueck nicht ein und nach einem erneuten Abstecher im Koala Hospital (Irgendwie mag ich die Teddybaren) erreichte ich trocken das Hostel. Das Abendessen bestand aus Toastbrot mit Kaese, Bananen und Schicken. Abends kann man relative wenig in Port Macquarie unternehmen, die Stadt ist ab 8 Uhr ziemlich ruhig – keine Vergleich mit Sydney. Die Stadt hat ja auch nur 33.000 Einwohner. Daher wurde der Abend im Hostel beendet.

Donnerstag 5.4.07:
Heute musste ich bis 10 Uhr auschecken, weil ich nur 2 Naechte gebucht hatte. Mein Bus sollte gegen 1 Uhr frueh am Freitag fahren. Nach einigen ueberlegen, wie ich den restlichen Tag verbringen sollte, entschied ich mich fuer eine Fahrradtour. Das Ausleihen kostete nur 5 A$ pro Tag. Auf nicht gerade fahrradfreundlichen Strassen fuhr ich Richtung Billabong Wildlife Park. Auf dem Weg dorthin sah ich das erste mal wilde Kaengarus. Eine ganzes Rudel davon sass auf einem Golfplatz im Schatten. Es schon wirklich lustig anzusehen, wie diese Beuteltiere sich fortbewegen. Von fliegenden Golfbaellen liessen sie sich nicht stoeren. Ich beobachte sie eine Weile, als ich naeher heranwollte, traten sie die Flucht an. Weiter ging per Muskelkraft zum Wildlife Park. Der Eintritt kostete mich 13 A $. Der Park war ziemlich klein und im Prinzip kann man 50 % der Tiere in der Region in freier Wildbahn erleben u.a. Kakadus oder unterschiedliche Arten an Sittichen. Im Park gab es aber Wallabies aus unmittelbarer Naehe zu sehen und Albino Kaengarus (!). Die Gehege waren nur ein wenig klein und Grass gab es auch keins mehr am Boden. Interessant waren auch noch die Oppusums, Wombats (grosse Hamster) und die toedlichste Schlange der Welt. Es gab selbstverstaendlich auch wieder Koalas. Die Gelegenheit, diese knuddligen zu streicheln, liess ich mir nicht entgehen. In welchen Positionen Koalas oftmals in den Baeumen schlafen ist schon lustig. Nach ausgebieger Besichtigung ging es wieder Richtung Hostel. Auf dem Weg zur Stadt verlor ich noch eine Pedale. Der Versuch sie wieder von der Strasse zu holen scheiterte am starken Verkehr. Das 3. Auto fuhr dann wie zu erwarteten darueber. Ergebnis: Ich machte mir Gedanken, was mich dieser Verlust kosten wird. Mit nur einer Pedale erkundete ich noch bis zum Sonnenuntergang die Gegend u.a. suchte ich vergebliche nach einem alten Haus und fuhr dafuer extra einen steilen und unbestigeten Berg hinauf. In der Stadt informierte ich mich noch ueber den Preis einer neuen Pedale (25 $A). Am Ende akzeptierte das Hostel aber den Verlust und wollte den Mangel beim Hersteller anzeigen (es war ein neues Bike). Den Abend verbrachte ich mit Fernsehen und Lesen – mein Bus fuhr erst 1 Uhr frueh. Es fing auch noch an zu regnen und ich ueberlegte schon, wie ich trocken zum Bus kommen. Als wir aber gegen 0.30 aufbrachen, war der Regen vorrueber. Mit mir reiste noch ein Paar aus Frankreich und ein Deutscher mit einem Kanadier. Letztere waren ziemlich verrueckt u.a. schliefen sie die letzte Nacht am Strand. Der Bus liess uns bis kurz nach 2 Uhr warten. Eine sehr lange Zeit, wo man sich fragt, ob der Bus wirklich noch kommt. In dieser Zeit lehrte sich auch das Transit Center und wir waren fast nur allein mit einigen bedrunkenen australischen Jugendlichen. Morgen war ja Karfreitag.

Ostern in Brisbane 6.4. – 9.4.07:
Die Busreise dauerte ueber 10 Stunden. Die Beinfreiheit war diesmal nicht aussreichend. Irgendwie konnte ich trotzdem einige Stunden schlafen. Bevor wir in Brisbane angekamen, passierten wir noch Surfers Paradise. Hier sieht es aus wie Miami Beach oder jedem anderen Urlaubsort am Meer – viele Hotel. Dafuer gibt es insgesamt 42 km Strand an der sogenannten Gold Coast. Hier finden sich auch wirkliche Orte mit dem Namen Palm Beach oder Miami.
In Brisbane holte mich Zim vom Transit Center ab. Nach einem Zwischenstop an einem Fish und Chips Shop und einer Rundfahrt in seiner alten Uni erreichten wir das Haus seiner Eltern im Stadtteil Bridgeman Downs. Dieser Stadtteil liegt ca. 15km im Norden von Brisbane City. Mit dem Zug faehrt man ca. 45 min bis zur City. Im Stadtteil finden sich sehr viele grosse Villen (seit ich hier bin habe ich auch schon 2 Ferraris gesehen…). Das Haus von Zim’s Eltern ist ebenfalls sehr gross. Im Haus sieht es ein bisschen chaotisch aus und auch um das Haus herum ist kaum etwas angegelegt wurde (es gibt z.B. keine richtige Zufahrt). Auf alle Faelle bin ich sehr froh bei Zim einige Zeit zu wohnen. Das spart mir einiges an Geld und es ist und war bisher sehr interessant in einem asiatisch australischen Haushalt zu leben. Zim’s Vater ist „Hausarzt“ mit einer eigenen Praxis in der auch Zim Mutter arbeitet.
Abends ging es dann noch auf eine Geburtstagsparty. Diese war ein reines Schlemmerfest. Jeder hat etwas zu Essen und Getraenke mitgebracht. Als Gag sollte jeder einen Bart oder eine Perruecke tragen. Am Ende der Party gewann Zim den Preis fuer den besten Bart und ich unfreiwillig den fuer die Perruecke. Die Australier essen u.a. gerne Cracker mit allen moeglich Dips, daneben gab es noch Pizza und Chicken. Nach einigen Jacky Colas war auch Zim in gut unterwegs. Am Ende spielten wir noch Poker mit einem Einsatz von 10 $A. Leider hatte ich kein Anfaengerglueck und ich verlor jaemmerlich. Am Ende spielte ein australisches Paar den Sieg unter sich aus. Beide wollte naechste Woche auf Tour durch Europa gehen (Die Freundin stammte aus Kroation). Gegen 2 Uhr morgens fuhr ich dann mit Zim’s Auto zu einem Freund. Zim konnte nicht mehr fahren und bis nach Hause war es zu weit. Dank guter Navigation von seinem Freund verlief meine 2. Erfahrung im Linksverkehr problemlos. Gegen 11 Uhr am naechsten Tag kamen wir aus den Federn. Zim ging es nicht besonders gut… Nach einem kurzen Zwischenstop bei Ihm zu Hause ging es zum naechsten BBQ in den Sueden von Brisbane.
In einer sehr abgelegenen Gegend mit einer unbefestigten Zufahrtsstrasse (Zim fragte sich, ob wir hier ueberhaupt richtig sind) trafen sich ehemalige Uni-Studenten von Zim. Viele Elektotechnik und Software Ingenieure die heute bei unterschiedlichen Firmen arbeiten. Wieder gab es sehr viel zu Essen und zu Trinken. Es gab auch Diskussionen warum Australien zu wenig Technologie und alternative Energien foerdert. Viele Australier arbeiten im Mining Bereich – dem Abbau von Ressourcen. Besonders in Queensland wird viel Kohle abgebaut. Wer in den Minen arbeitet kann sehr gutes Geld verdienen. Mitten im Outback arbeiten und mit Hin- und Rueckflueg ist fuer viele lukrativ. Angeblich soll ein Zahnarzt seinen Job aufgegeben haben und bei einem Miningunternehmen angeheuert haben, weil er dort mehr Geld verdienen kann, erzaehlte Zim’s Vater. Mit neuen Informationen ueber Jobmoeglichkeiten und australische Unternehmen fuhren wir am spaeten Nachmittag wieder nach Hause.
Ostersonntag gab es wieder BBQ. Gegen 12 Uhr fuhren wir zu einem Schulfreund von Zim. Wie vorher wurde kraeftig aufgetischt. Nach einem Small Talk und staendigen Essen war es wieder Zeit fuer Poker. Diese Game scheint zur Zeit ueberall in Mode zu sein. Zim verfuegt ueber eine gute Sammlung an Pokerspielen im TV. Mit 8 Spieler ging es diesmal um 80 Dollar. Aber wie am Freitag versagte ich klaeglich. Am Ende gewann Zim die Runden und kassierte 50 $A. Auf unerklaerliche Weise waren 20 A$ abhandengekommen. Die restliche 10 A$ erhielt der 2.-platzierte. Das BBQ dauerte bis in den spaeten Abend. Ich stelle auch fest, dass der Gastgeber viel Zeit mit World of Warcraft verbrachte.
Ostermontag wollte wir eigentlich einige Insel besuchen. Leider schaffte es Zim nicht rechtzeitig aus dem Bett, er schlaeft gerne lang (Irgendwoher kenne ich das doch … ;) ). Ich bin dagegen meist gegen 9 Uhr wach, ersten weil frue genau die Sonne auf mein Zimmer scheint und ich zweiten etwas erleben moechte. Wir einigten uns darauf wegen der knappen Zeit in die Stadt zu fahren. Auf dem Weg dahin sammelten wir noch einen asiatischen Schweden ein. Zim ist ein leidenschaftlicher Motorradfahrer, wie auch der Schwede. Wir besuchten Southbank, eine Art Park mit kuenstlichem Strand und Blick zum City Busines District (CBD). Anschliessend bummelten wir noch durch die Stadt. Ich deckte mich u.a. mit Infomaterial in der Information ein. Vor einem Hotel wurden wir Zeuge einer Filmaufnahme fuer einen Auto-Werbespot. Zufaellig trafen ich hier einen Oesterreicher, der durch Australien getourt war und nun in Brisbae aufgrund von Geldmangel nach Arbeit suchte. Wieder konnte ich einige hilfreiche Information erhalten. Durch den botanischen Garten liefen wir Richtung Auto. In Brisbane findet sich uebrigens eine Bruecke, die dem Blauen Wunder in Dresden sehr aehnlich ist. Den Sonnenuntergang wollte wir uns auf dem Mt. Coo-tha anschauen. Von diesem hat man einen wunderbaren Ausblick auf Brisbane. Auf der Hinfahrt wurde wieder deutlich, dass sich Zim kaum in Brisbane auskennt und andere Ihn immer leiten muessen. Er hatte ja bereits in einer seiner E-Mail’s geschrieben, dass er sich in Europa besser auskennt als in Australien. Einige interessante Ort um Brisbane kannte er ebenfalls nicht. Durch mich lernt er nun seine Region besser kennen, hat ja auch etwas gutes. Ich hoffe ich beanspruche ihn nicht zu viel :) . Vom Mt. Coo-tha wird einem wirklich deutlich, dass Brisbane bis auf das CBD eine sehr grosses Dorf ist. Die Ausdehnung ist wirklich enorm. Es sind aber meisten nur 1 oder 2 Stoeckehaueser und viel gruen. Teilweise wird aber auch der Wassermangel deutlich. Alles ist etwas braun und duerr. Am Dienstag galt auch Wasserrestriktionsstufe 5 (was aber fuere europaeische Verhaeltnisse noch keine sehr grossen Einschitte bedeutet). Nachdem geniessen der Aussicht, leckeren Pizza (Danke an Zim) und den Cola-Rum (Danke an Dan, den Schweden) ging es zurueck nach „Hause“.
Damit war mein Osterwochenende beendet. Trotz der tollen BBQ haette ich doch gerne mal ein Osterei gegessen. Auf jeden Fall war es eine sehr leckeres und durch die vielen getroffen Menschen vielfaeltiges Osterfest.

Dienstag: 10.4.07:
Heute war der Besuch eines Vergnuegungsparkes – Dreamworld – geplant. Mit uns kamen noch ein Australier mit seiner Freundin. Er ging mit Zim zur Schule und arbeitet heute in England. Auf dem Weg zu Ihnen war wieder die Strassenkarte von Brisbane sehr hilfreich, spaeter uebernahm dann Michael die weitere Navigation. Aufgrund der Osterferien war sehr viel los im Vergnuegungspark. Das australische Paar besuchte daher den Wasserpark in der Naehe. Mein erster Eindruck vm Vergnuegungspark war, irgendwie sieht das genau aus wie Disneyland – Magic Kingdom – in Florida. Alles war nur ein wenig kleiner. Der Park war leider gut gefuellt und fuer einen Ride mussten wir ca. 30 Minuten anstehen. Der Spass dauerte dann ca. 5 Minuten. Am besten war noch der Fall von Tower. Aus 120m hat man zuerst eine schoene Aussicht. Danach sind die Nerven angespannt. Wann kommt der freie Fall? Kurze Zeit spaeter geht es 120 Meter in die Tiefe, um erst kurz vor dem Boden wieder augefangen zu werden.  Interessante Ride waren weiterhin eine Achterbahn und der Tower of Terror, bei dem man dem Giant Drop Tower senkrecht hinfaehrt. Als Enspannung gab es zwischen durch eine Fahrt mit einem Schiff auf dem es unterhaltsame Zaubertricks zu sehen gab und ein Besuch des IMAX Kinos (leider wurde kein 3D Film gezeigt, aber nun weiss ich mehr ueber das Leben der Bearen :) ). Der letzte Ride an diesem Tag, The Claw, ist mir nicht ganz bekommen und ich hatte danach ein schlechtes Koerpergefuehl. Weil viele Leute im Park waren und der Park schon 17 Uhr schliesst, konnten bis auf den Giant Drop kaum einen Ride zweimal fahren. Die 60 A$ fuer den Eintritt haben sich daher nicht ganz gelohnt. Das australische Paar war ebenfalls nicht 100% ueberzeugt vom Wasserpark.

Heute (Sonntag, den 1.April) nehme ich mir endlich mal Zeit wieder etwas zu schreiben. Die erste Woche in Australien ist vorrueber. Es gab Hoehen und Tiefen, viel zusehen und neues zu lernen.

Nach meiner Ankunft am Flughafen und dem erfolgreichen finden des Bus-Shuttle-Stops ging es in die City. Erste Probleme war, dass der Bus nicht wie beschrieben zum Hostel fuhr, sondern nur zum Busbahnhof. Hier musste ich erstmal den richtigen Bus finden. Nach dem Einstieg war die Frage: Was ist die richtige Haltestellen? Wie in der naechster Zeit noch oft, hilft fragen weiter. Eine Mexikanerin half mir, an der richtigen Haltestelle auszusteigen. Das Hostel fand ich auch sehr schnell. Die Miete fuer eine Woche (146 Aus$ = rund 90 Euro musste ich sofort bezahlen, dazu kam noch ein Deposit von 20 Dollar. Als ich das Zimmer mit 6 Betten betrat, war ich erstmal geschockt. Es sah aus total chaotisch aus, alles moegliche lag verstreut auf dem Boden. Hier sollte ich 1 Woche wohnen? Nach den Unterkuenften in Bali, wo ich mit Andreas alleine war, war dass erstmal ein Schock. Spaeter habe ich festgestellt, dass dieser Zustand in Mehrbettzimmern normal ist. Ich schnappte mir ein Bett und packte einen Teil meiner Sachen aus und plazierte sie ordentlich auf den Schrank. Der erste Kontakt im Zimmer war ein Amerikaner, der 14 Tage bezahlten Urlaub vom Kampfeinsatz im Irak machte. Seine Motto war „Party feiern, so lange ich noch lebe“. Er hatte keinen Gefallen an der Armee, was verstaendlich war. Seine Bekannschaft, eine Franzoesin, wohnte mit im Zimmer. Weiterhin noch ein Belgier, der in Sydney Design studiert und ein Deutscher mit seiner australischen Freundin, die gestern fuer 8 Monate nach Suedamerika abgereist sind. Gegen nachmittag habe ich mich dann zu Fuss in die City aufgemacht, bis zum Bahnhof habe ich es geschafft (ca. 4 km). Fuer 33 AUS$ kaufte ich mir einen 7 Tagepass fuer Bus, Train und Faehre. Sehr praktisch und guenstig, wenn man eine Woche in Sydney sich fortbewegen moechte. Besonders die Nutzung der Faehren ist super. Eine Hafenkreuzfahrt kann man sich somit sparen. Nach der kurze Orientierung ueber die Zuglinien, ging es nach Circullar Quay, die Faehr- und Bahnstation zwischen Harbor Brigde und Oper. An diesem Tag lag gerade ein Kreuzfahrschiff im Hafen. Die riessige Harbour Bridge war fuer mich beeindruckender als die Oper. Die restliche Zeit habe ich im Hafen und im alten Hafenviertel „The Rocks“ verbraucht. Dannach macht ich noch einen kurzen Abstecher nach Kings Cross, dem Stadtteil wo normalerweise fast alle Backpacker angekommen. Die Zuege und Bahnhoefe in Sydney sind in Bezug auf Sauberkeit, kein Vergleich mit der MRT in Singapore sonder eher mit deutschen Verhaeltnissen zu vergleichen. Weil ich mir noch nicht sicher war, mit dem Verkehrssystem, macht ich mich relativ frueh auf den Rueckweg ins Hostel. Waehrend des Fluges von Bali hatte ich auch kaum geschlafen. Snacks und guenstiges Essen bekommt man in Sydney ab 6 Aus$. Die Australier scheinen generell eher auswaerts zu Essen, spaeter ist mir auch ein Grund dafuer aufgefallen. Es gibt viele verschiedene Moeglichkeiten: Paste, Doener (6-7 Aus$ – also relative teuer ca. 4 Euro gegenueber Deutschland), indisches Essen, McDonalds sowie auch meine geliebten und aus Singapore bekannten Food Courts. Die Preisen fangen aber hier ab 6 A$ Dollar an (Singapore 1.50 Euro). Die Nacht im Hostel war schlimm, der Belgier stellte sich als Weltmeister im Schnarrchen heraus. Die Nacht konnte ich daher wieder kaum schlafen und meine Stimmung sank sehr stark.

Sonntag:

Am Sonntag bewegte ich mich gegen 11.00 Uhr aus dem Bett. Einkaufen war meine naechste Aufgabe. Nach einigen Fragen fand ich auch einen Supermarkt, der immer bis 24 Uhr offen hat. Jetzt kam fuer mich die naechste Ueberraschung. Die Preise fuer Lebensmittel sind in Australien hoeher als bei uns. Beispiele: Toastbrot ca. 3A$, Kaese 250g 5A$, Orangensaft 1,5l 4A$ und Schicken abgepackt und geschnitten 250g 5,40 A$. Fuer eine Woche habe ich ca. 50 A$ ausgebeben. Ist eigentlich nicht viel, ich aber wirklich nur das allernotwendigste gekauft. Nach dem Einkauf bewegte ich mich wieder Richtung City. Ich organisierte mir eine Pre-Paid Karte. Als Anbieter boten sich Telstra, Virgin, Vodafone und Optus an. Alle nehmen sich nicht viel. Am Ende waehlte ich Virgin (Kosten 30 $ = 20$ Guthaben und 10$ fuer die Simcard). Gespraechskosten: 30 A Cent pro 30 Sekunden + 25 Cent pro Gespraech, zwischen Virgin und Virgin kostet es nur 5 Cent pro 30 Sekunden. Neben Telstra soll Virgin die beste Netzabdeckung in Australien haben. Wenn es mir nicht gefaellt kann ich jederzeit Wechseln und meine Nummer mitnehmen. Gestern habe ich auch noch erfahren, dass ich meine Vodafone Sim-Card doch haette mitnehmen koennen. Das Reiseversprechen gilt auch in Australien. Pro Gespraech wuerde ich 75 Cent zahlen und koennte dann meine 50 Minuten abtelefonieren. Ich lief ein wenig durch Chinatown, hier schlemmte ich in einem der Food Courts fuer 6 A$ und lief danach gestaerkt zum Darling Harbor. Hier findet man u.a. das Meeresmuseum von Australien (kostenloser Eintritt), das Aquarium, die Wildlife World und das Imax Theatre. An diesem Sonntag war gerade ein griechisches Festival mit Infos, Musik und Essen. Ich lief dann weiter zur Oper und schaute mir auf dem Weg nochmal intensiv das aus vielen alten Gebauden bestehende Viertel „The Rocks“ an. Gegen 15 Uhr lief ich dann vom Cirrcular Quay am Hyde Park vorbei nach Kings Cross. Zwischendurch besuchte ich noch die Kirche (der Name ist mir entfallen) am Hyde Park. In Kings Cross, wo sich auch viele Nachtclubs befinden, traf ich mich mit Jonny aus Singapore. Wir waren weiterhin per E-Mail in Kontakt geblieben. Er weilte seit mehr als 2 Wochen in Sydney und war auch ein bisschen niedergeschlagen. Er hatte noch keinen sicheren Job und wusste nicht, wann er nach Brisbane faehrt und wo er dort wohnt. In ein paar Tagen sollte er in einer Fleischfabrik in der Nahe von Brisbane anfangen. Die teuren Lebensmittelpreise habe Ihn auch ein bisschen aufgeregt. Der Preis fuer Bier ist ebenfalls teuer, dass war uns aber schon bekannt. Nach dem er mir sein Zimmer im Hostel (The Pink House) gezeigt hatte, war ich wegen dem Zustand in meinem Hostel (BillaBong Garden in Newtown) beruhigt. Hier sah es genau so aus. Beide Hostels sind aber zu empfehlen und stehen auch im weltbekannten „Lonely Plant“. Wir quatschen noch mit einigen Deutschen, tranken ein Bier und trafen uns mit einem Koreaner, der mit Ihm in Brisbane im selben Job anfangen sollte. Mit vielen neuen Information trat ich per Bahn meine Reise in Hostel nach Newtown an. Dank Oropax war die Nacht sehr erholsam, seitdem nutze diese wunderbare Hilfsmittel immer.

Montag:

Morgens stand ich relativ frueh auf und macht mich nach dem Fruehstueck mit Cornflakes und O-Saft auf den Weg in die Stadt. Am Busbahnhof hatte ich ein unglaubliches Erlebniss. Ohne uns abzusprechen, traf ich Jens, den Mitarbeiter von Herrn Nippa und seine Freundin. Sie nahmen den selben Bus wie ich in die Stadt. Zufaelle gibt es… Sie waren auf dem Weg zur Spit Bridge und wollten von dort aus den Scienice Way nach Manly laufen. Ich schauete mir unterdessen die alten Gebaeude in der Stadt an u.a. das Rasthaus, alte Handelshaeuser und Banken. Der Kontrast zwischen den alten europaeischen Gebaeuden und den Hochhaeusern ist schon fazinierend (2 geschossige gegenueber 200 m hohen Haeusern). Die Route hatte ich mir vorher von der Information geholt und bin diese dann abgelaufen. In der ersten Woche in Sydey bin ich pro Tag fast immer 20 km gelaufen. Ist zwar anstrengend, aber man sieht am meisten. Von der City aus lief ich durch den Hyde Park in die Royal Bontanic Garden. Hier findet man sehr vielfaeltige Pflanzen und hat einen super Blick auf die Skyline der City. Ich schaute mir noch kurz die Art Gallery von NSW an und bestaunte die alten Gemaelde von Australien. Mein Weg fuehrte mich dann weiter zum Mrs Maquierres Chair. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Oper und die Harbour Bridge. Danach lief ich durch den Garten bis zur Oper, auf dem Weg sind mir die zahlreichen Flughunde bzw. Fledermaeuse aufgefallen, die hier in den Baeumen haengen. Am Circcular Quay genoss ich eine Weile den Blick auf die Harbor Bridge und die Oper bei Nacht. Als Abschluss wollte ich mir noch den Pylonlookout auf der Bruecke anschauen, der war aber schon geschlossen. Ich lief daher weiter ueber die Bruecke. Ein sehr langer Weg, aber mit schoenen Ausblick. Zurueck wollte ich wieder mit der Faehre. Nach einigem Frage fand ich auch den Anlegepunkt. Vorher gruebelte ich die ganze Zeit, ob ich denn wieder auf das andere Ufer komme. Per Bahn ging es zuerueck in Hostel nach Newtown. Als Abendessen gab es Standardessen: Nudel mit Tomatensauce.

Dienstag:

Die Eroeffnung eines Bankaccount war heute meine erste Aufgabe. Ich waehlte die Commenwealth Bank und zahle relative hohe Gebuehren von 4 A$ pro Monat. Die Bank hat aber angeblich die groesste Abdeckung. Alternative war noch die ANZ Bank – 6 Abhebungen am Geldautomaten fuer 2 A$ im Monat. Die Eroeffnung selber war ganz einfach. Zur Bank gegangen, diese wollte den Reisepass mit dem Stempel sehen und eine Postadresse in Australien haben, an welche sie die Bankkarte senden. Fertig. Als Postadresse kann man das Hostel oder ein Postoffice in einer Stadt angeben. Letztere heben die Post bis zu einem Monat postlagernd auf. Im Internetcafe beantragte ich mir anschliessend ein Tax(Steuer)-Number. Das war auch keine Problem. Die Jobsuche konnte also beginngen. Infos gibt es genung und Fragen hilft auch viel. Job Agency, Zeitungen und schwarze Bretter bieten viele Angebote. Ich fand aber in Sydney irgenwie keine richtig Ruhe und macht mir staendig Gedanken, wie weit mein Geld reicht und was ich ohne Geld mache. In Brisbane werde ich richtig in die Spur gehen. Ich denke, das wird schon. Ein Rueckflugticket kostet mich ca. 900 Euro – teuer weil es One Way ist und ich es in Australien kaufe. Fuer den Preis kann man heute Hin- und zu Rueckfliegen. Vielleicht ist es doch besser gleich einen Rueckflug zu buchen und diesen bei Bedarf auf das passende Datum verschieben. Das beruhigt sich auch die Nerven.

Weil heute schoenes Wetter war fuhr ich mit der Faehre nach Balmin East einem Stadtteil im Hafen von Sydney mit sehr alten kleinen Haeusern und wunderschoenem Blick auf die City und die Harbor Bridge. Nachdem ich mich umfassenden per Fuss umgeschaute hatte und auch noch einige Informationen von einem netten aeltern Australier erhalten hatte, ging es zurueck nach Circular Quay. Am Hafen und nahm ich die Faehre nach Watson Bay, den suedlichsten Punkt vom Hafeneingang am offen Meer. Hier gibt es wunderschoene Landschaften. Steilkueste aus Sandstein (Klippen) und artenreiche Vegetation. Ein toller Ausblick auf den Hafen und den noerdliche Punkt belohnt den Weg bis dort hin. Ein sehr schoener Platz fuer ein Picknic, von denen es aber sehr viele im Hafen von Sydney gibt. Weiter ging es zu „The Gap“ eine Klippe, die neben der Aussicht, ein bekannter Platz fuer Selbstmoerder ist. Bis der letzte Bus fuhr hatte ich noch Zeit und lief weiter entlang der Kueste Richtung Sueden. Als Abschluss gab es einen Sonnenuntergang ueber die Skyline mit Harbor Bridge. Aufgrund meiner Bedenken, denn Bus zu verpassen wartet ich aber lieber an der Haltestelle und genoss den Sunset nicht vom Aussichstpunkt. Abends gab es wieder Spaghetti im Hostel, sehr abwechlsungsreich ;)

Mittwoch:

Auf ging es wieder in die Stadt. Heute war strahlender Sonnenschein. Nach kurzen Aufenthalt im Internetcafe, fuhr ich mit dem Zug nach Bondi Junction. Der anschliessende Bus liefert mich am bekannten Bondi Beach ab. Ein schoener Strand der in einer Bucht liegt. Nach dem ich zum noerdlichen Ende gelaufen war und die Aussicht genoss, wanderte ich Richtung Sueden. Surfen – die Sportart in Australien kann ich spaeter noch ausprobieren. Die Wellen hier sind jedenfalls ganz ordentlich. An den Straenden befindet sich meist direkt am Meer ein Swimmingpool. Die Welle schwappen teilweise hinein. Darin kann man ungefaehrlich ohne Brandung schwimmen. Der Weg Richtung Sueden fuehrte entlang der Kueste vorbei an einigen schoenen Buchten mit Straenden bis nach Congee. Auf dem Weg von Bondie nach Congee gibt es u.a. einen Friedhof mit alten Graebern direkt am Meer. Von dort aus lief ich dann nur noch paar Meter weiter Richtung Sueden, den heute Abend wollte ich mich mit Jens treffen. Abends traf ich Jens und Tina am Busbahnhof und wir fuhren nach Kings Cross. Jens zeigte uns eine Bar, indem es Krusevice gibt (boehmisches Schwarzbier, Preis 5,5 A$ fuer 0,5l – fast wie in Freiberg) und Gulasch mit Knoedeln. Da ich vorher schon gespeisst hatte, sah ich den Beiden beim Essen zu. Gegen 23 Uhr schloss die Bar schon und wie gingen noch ein eine andere Kneipe. Gegen 1 Uhr verabschiedeten wir uns und mit vielen neuen Informationen ging es zurueck ins Hostel. Nachts sieht man lustige Gestalten in Kings Cross u.a. ist es auch ein Rotlichtviertel. Weil ich aber noch einiges vor habe, liess ich alles links liegen und sparte auch am Bierkonsum. Erst mal ein Job finden. Morgen wollte ich damit beginnen.

Donnerstag:

Heute wollte ich einige Dinge im Internetcafe erledigen, u.a. meine Fotos speichern. Das Wetter war anfangs wieder sehr bewoelkt. Fotos folgen sicher zu Ostern. Die werden bestimmt schon sehnsuechtig erwartet. Bilder sagen mehr als diese tausend Worte. Aber die Bilder bearbeiten und drehen dauert lange und ich will ja nicht die ganze Zeit im Internetcafe verbringen. Andreas hatte bereits in Bali davor gewarnt, nachdem er gesehen hatte wie lange ich seinen Laptop ich beschlag genommen hatte. Im Cafe buchte ich noch meine Aufenhalt in Port Marquarie im YHA fuer 2 Naechte (23 A$ pro Nacht). Anschliessend noch im Reisebuero die Busfahrt nach Brisbane (70A$) gebucht. Die Planung fuer die naechste Woche war so gut wie abgeschlossen. Ich schaute mich noch in einigen Hostel die schwarzen Bretter an und frage nach Preisen pro Nacht. Es war aber nichts billiger als mein momentanes. Der Vorteil der anderen war aber die Lage, denn am Dienstag faehrt um 7 Uhr mein Bus nach Port Maquiere. Den Nachmittag besuchte ich verschiedene Job Office. Die meisten wollen nur eine Lebenslauf sehen. Ich hatte zwar einen englischen CV erstellt, den muss ich aber noch aendern und alle Infos (was ich gemacht habe) aus den Arbeitszeugnissen reinschreiben. Ein Vermittler meinte, ich sollte einfach die Zeilen aus den Anzeigen kopieren. Der Lebenslauf sollte auf die Position zugeschnitten sein (aehnlich wie in Deutschland, wo aber vieles ueber das Anschreiben geht) und max. 2 Seiten haben. Im IT Bereich kann man hier ganz gut Geld verdienen. Mal schaun. In Brisbane werde ich mich intensiv darum kuemmern. Internetseiten und Adresse habe ich bereits gesammelt. Nach diesem Ablaufen der Job Offices, wollte ich noch in Marinemuseum (kostenloser Eintritt). Leider macht es schon 17 Uhr zu. Ich entschied mich daher fuer einen Besuch im IMAX 3D Kino zum Film Deep Blue Sea 3D (Kosten: 15 A$). Bis zum Beginn hatte ich noch ein wenig Zeit und drehte daher eine Runde mit der Monorail Bahn um den Darling Harbor. Der IMAX-Besuch hat sich wirklich gelohnt. Der Film und das 3D Erlebniss waren toll. Aufgrund der Bilder freue ich mich schon aufs naechste Tauchen. Unterasser gibt es wirklich eine fazinierende Tierwelt. Nach dem Kinobesuch fuhr ich ins Hostel, denn morgen musste ich frueh raus – 5 Uhr !! Ich wollte mit Jens und Tina per Zug in die Blue Mountains fahren. Touren in diese Region werden in Menge angeboten. Die waren mir aber alle zu teuer. Mit der Bahn kostet es 2 x 11,90 $A. Wer laenger bleiben will sucht sich einfach ein Hostel in Katoomba oder Umgebung und erkundet die Gegend dann zu Fuss. Weil ich meinen Wecker (Handy) gestellt habe, war die Nacht ohne Oropax mit wenig Schlaf verbunben. Unruhe nicht zu verschlafen und das Scharchen des Belgiers…

Freitag:

Das Handy klingelt 5.12 Uhr und ich bahnte mir meinen Weg nach einer Kaetzenwaesche in die Kueche. Nach schnellen Fruestueck verliess ich das Hostel. Der Bus brachte mich auch rechtzeitig zum Busbahnhof, wo ich mit Jens und Tina 6.15 Uhr verabredet hatte. Beide kamen auch „Just in Time“ und wir fuhren mit dem Zug ca. 2h Stunden bis in die Blue Mountains nach Katooma (Richtung Westen). Frueh am Morgen waren wir fast allein am Echo Point, den bekannten Aussichtspunkt mit den „Three Sistern“ (drei Sandsteinfelsen) und den riesigen weiten der Blue Mountains. Der blaue Schimmer, der durch das Oel der Eukalyptusbaeume entsteht, war zu sehen. Daher hat diesen Gebiet auch seinen Namen. Hier bekommt man, das erst Mal den Eindruck der unendlichen Weite von Australien. Stellt euch das Elbsandsteingebirge tausendmal groesser vor. Die Blue Mountains haben einen Durchmesser von ca 150 km. Wanderwege gibt es nur an den Raendern und in Stadt- bzw. Dorfnaehe, ansonsten ist dort nur Natur. Sehr beindruckend. Wir liefen von der Klippe in Tal einen ziemlichen schmalen Weg mit Treppen ca. 300 Meter nach unten. Hier findet man Farne, Eukalyptusbaume und auch Fasane. Frueher wurde hier Kohle abgebaut. Koehlefloesze kann man auch noch direkt am Berg sehen. Die Stollen sind von der Seite in den Berg getrieben wurden. Die angeblich steilste Bahn auf dem Boden mit einem sehr starke Gefaelle transportierte die Kohle nach oben. Heute werden damit Touristen transportiert. Im Schatten der Klippen waechst ein regenwaldartige Vegetation mit vielen Lianen. Das Klima ist aber gemaessigt, keine hohe Luftfeuchte wie in Singapore oder Bali. Frueh am Morgen war es auch sehr kalt. Ich habe das erste Mal wirklich meinen Pullover gebraucht und bekanntlich friere ich nicht so schnell. Nach der Tour durch den Regenwald liefen wir wieder zu den Klippen hinhauf entlang eines Wasserfalls. Durch die Steile und den Wind faellte das Wasser in Tropfen in den umliegenden Wald. Auf dem Weg gab es wieder viele Aussichtspunkte (Lookouts). Ich war immer wieder fazinierd von dieser Weite und Groesse. So in etwas stelle ich mir auch den Crand Canyon vor, nur noch tiefer und weniger gruen. Entlang der Klippen liefen wir dann bis zu einer Bahnstation vor Katoomba Richtung Sydney. Erschoepft traten wir in der Abenddaemmerung den Heimweg nach Sydney an. Ein Dank an Tina. Sie hat trotz Ihrer Knieproblem und der daraus resultierenden Anstrengung den ganzen Weg mitgemacht. Jens ist auch ein begnadeter Wanderer. Teilweise kam ich nicht hinter, ich konnte mich aber auch nicht von der Umgebung und den Lookouts trennen. Am Ende sahen wir auch noch ein paar Koeningspapageien, Sittiche und in der Ferne einen weissen Kakadu. Koalas habe wir leider keine gesehen. Abends schlief ich dann erschoepft im Hostel ein.

Sonnabend:

Den Olympia Park wollte ich mir heute anschauen und meinen Travelpass am letzten Tag noch richtig ausnutzen. Per Faehre fuhr ich bei wunderschoenen Wetter den Fluss hoch richtig Westen. Damit habe ich den ganzen Hafen gesehen. Wunderschoen, die Harbor Bridge, die Skyline der City, die kleinen Haeuser am Wasser sowie die ganze Atmosphaere ist toll. Am Park angekommen wurde mir bewusst, dass es bis zum Stadium noch ein weiter Weg zu Fuss war. Auf ging es. Der Park ist wieder umgeben von sehr viel gruen. Weil naechste Woche Ostern ist, wurde gerade eine Show aufgebaut, die Royal Eastern Show. Weil es an diesem Tag wieder sehr heiss war, lief ich nur um das Olympiastadium. Eine Tour haette 17,90 $A gekostet, die sparte ich mir. Bei naechsten mal vielleicht. Nachmittags war auch ein Rugbyspiel angesetzt. Der beste Weg die Gegend zu erkunden ist mit dem Fahrrad, es gibt sehr viele Weg. Ich miete mir fuer eine Stunde ein Bike fuer 12 A$. Das war herrlich entspannend, endlich mal nicht laufen. Bei dem Wetter war das Fahrrad fahrn durch den Wind entspannend. Mein Hemd war durch den Rucksack trotzdem komplett durchgeschwitzt. Zum Fahrradvermieter ist noch zu erwaehnen, dass er mit 8 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist. Seiner Eltern sind Australier und waren fuer kurze Zeit in Deutschland ehe sie wieder zurueck nach Australien zogen. In einer Stunde mit dem Rad schaffte ich auch mehr als er auf der Karte gezeigt hatte. Es ging durch den Park, richtig Wasser, entlang von Mangrovensuempfen (die mir aus Florida bekannt sind, sowieso ist Sydney von der Temperatur und der Umgebung aehnlich) vorbei am Schwimmcenter wieder zurueck zur Ausleihstation. Der Parl soll nach Plaenen der Australier zu einem Stadtviertel entwickelt werden mit Wohnungen und Bueros inmitten vielem Gruen. Mit der Bahn fuhr ich Richtung City und macht mich per Bus auf den Weg in Richtung Nordspitze des Hafen. Ich wollte noch von der Spit Bridge nach Manly laufen: Strecke ca. 10 km, Dauer ca. 4h. Leider hatte ich mich in der Zeit verschaetzt. Immerhin ist Herbst in Sydney, dass bedeutet die Sonne geht zw. 18-19 Uhr untern. Ich begann den Walk gegen 16.45 Uhr…. Der Walk wurde eher zum Run und ich hetzte durch die tolle Landschaft. Hier findet man wieder tolle Straende und schoene Buchten. Es bietet sich ein grandioser Blick auf die Suedspitze der Hafeneinfahrt (Watson Bay – wo ich am Dienstag rumgelaufen bin). Leider bekam ich nicht viel mit und rannte in Angst nicht vor dem Sonnenuntergang wieder in bewohnten oder beleuchteter Gegend zu kommen. Am Ende schaffte ich die Strecke in 2 h mit einer kleinen Abkuerzung. Vielleicht komme ich nochmal nach Sydney und dann nehme ich mir mehr Zeit. Ich musst es ja unbedingt erzwingen. 1 km vor Manly war der Weg dann beleuchtet und in unmittelbare Stadtnaehe. Am Anlegepunkt der Faehre holte ich mir noch ein Ticket. Ermaessigung als auslaendischer Student wurde mir nicht gewaehrt, also waren ca. 6 A$ faellig. Die Faehren fuhren etwas bis Mitternacht und ich hatte daher noch viel Zeit Manly zu erkunden. Manly hat nach Bondie den bekanntesten Strand in Sydney. Nur wenige Meter vom Faehrterminal durch die Stadt und man ist am Beach zum offenen Ozean. Weil heute Earth Hour war gab es ein kostenlosen Konzert einer Band am Strand. Earth Hour bedeutet: In Sydney sollte ab 19.30 Uhr eine Stunde das Licht und aller elektrischer Strom abgeschaltet werden. Ein Zeichen fuer die globale Erderwaermung. Dafuer wurde viel Werbung gemacht. Eingehalten wurdes es aber weniger. Die Band machte sehr gute Musik, es wurden Kerzen verteilt, der Mond schiend und das Meer rauschte. Fuer mich war das endlich mal sehr entspannend. Den trotz das ich soviele sehen und anschaue, mache ich mir Gedanken, wie den die Reise weitergeht. Werde ich einen Job bekommen. Wie lange reicht mein Geld? Kann ich mir noch ein Auto kaufen? Finde ich jemanden mit dem ich zusammenreisen kann? Alleine Reise ist, trotz dass man viele Leute unterwegs und im Hostel trifft nicht einfach. Es ist ein kommen und gehen. Der Abend am Strand und mit Musik war jedenfalls eine Beruhigung. Gegen 22 Uhr und nachdem ich noch ein wenig am Strand entlangspaziert bin ging es mit der Faehre zurueck. Es bot sich ein beeindruckender Blick auf die Skyline, die Oper und die Harbor Bridge. Zeit, um wieder einige Fotos zu schiessen. Die Oper, die City und die Bridge habe ich bestimmt zu viel fotograpiert, aber irgendwie kann man nicht genug davon bekommen. Am Circular Quay angekommen erkundtige ich mich wann der letzte Bus fuhr und bestieg dann nochmal ein Faehre. Die Fahrt dauert ca. 25 Minuten von einer Seite des Hafen zur anderen. Ziemlich K.O. fuhr ich dann zurueck ins Hostel. Im Bus waere ich fast eingeschlafen.

Sonntag:

Schreiben, Schreiben, Schreiben – heute ist dieser Eintrag entstanden. Den weiteren Tag werde ich relaxen und vielleicht nach die Uni von Sydney anschauen und mich in den Park setzen. Morgen moechten Jens, Tina und ich in die Blue Mountains fahren und ein alte Tropfsteinhoehle besuchen. Da Jens keinen inter. Fuehrerschein hat und Tina juenger als 23 ist, werde ich wohl fahren. Mal schauen, Linksverkehr und Grossstadt…. zum Glueck hat das Auto Automatik und man braucht nicht mit links zu schalten. Beim ueberqueren der Strasse habe ich mich langsam auch an den Linksverkehr gewoehnt (in Singapore und Bali war ebenfalls Linksverkehr).

Die weitere Reiseplanung:

Montags: Fahrt in die Blue Mountains, Dienstag: Fahrt mit dem Bus 7 Uhr frueh richtig Norden nach Port Maquarie. Dort 2 Naechte uebernachten. Am Karfreitag geht es 1.10 frueh wieder per Bus nach Brisbane, wo ich 12 Uhr ankommen sollte. Zim, den ich telefonisch erreicht habe, wird mich abholen. Abends hat er micht mit zu einer Geburstagsfeier eines Freundes eingeladen. Er will mir auch die Gegend zeigen und sich deswegen extra frei nehmen. Wow. Womit habe ich das verdient. Thank you very much Zim. Mal schaun, ob das alles so funktioniert und wie es weiter geht.

a

Impressionen

Hong Kong & Macau - 113

Hong Kong & Macau - 112

Hong Kong & Macau - 111

More Photos

Standorte