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Leider habe ich fuer den Job auf der Camelstation zu lange nachgedacht und der Job war weg. Daher werde ich noch bis zum 24. November in Adelaide bleiben und weiter nach einem Farmjob suchen. Ich habe mich bei einige beworben, mal schauen was rauskommt. Zur Zeit ist mein Favourit der Job in Tasmanien. In Tasmania ist es nicht so heiss wie. z.b. im Moment in Adelaide. Am Wochenende werden es max. 39 Grad ! Zum Glueck gibt es viele klimatisierte Gebaude, wie die Bibliothek. Wie in den meisten Bibo’s in Australien kann man hier das Internet kostenlos nutzen (wenn auch mit einigen Einschraenkungen).
Am 23. November habe ich mir einen Relocation-Deal mit einem 4WD-Car gesichert, einem Toyota Prado (Landcruiser). Bin gespannt wie das wird. Mein Plan ist ueber Coober Pedy, Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon nach Alice Springs zu fahren. In 4 Tagen wird das sicher ein bisschen hektisch. Immerhin ist die Strecke ca. 2000km lang und ich will nicht nur fahren. Von Alice Springs geht es entweder mit dem Zug (The Ghan) nach Adelaide zurueck oder mit dem Flugzeug direkt nach Tasmania. Das ist aber alles noch im unklaren, wegen der Jobsuche. Vielleicht kann ich auch wieder ein Auto / Campervan relocaten.
Wenn ich fuer 3 Monaten keinen bezahlten Farmjob in den neachsten Tagen finde, werde ich wahrscheinlich WOOF’ing ausprobieren. Quasi unbezahlte Farmarbeit mit freie Unterkunft und Mahlzeiten. WOOF’ing zaehlt auch fuer die Visa-Verlaengerung.
Im Moment verbringe ich viel Zeit in der Bibo und schaue mir nebenbei noch die wenigen Sehenswuerdigkeiten in Adelaide an. Die da waeren: Art Gallery, Migration Museum, South Australia Museum, SA Parlament, Haighs Choclate Factory, Botanischer Garten und Glenelg, „den Strandort“.
Von Port Fairy ging meine Reise entlang der Kueste nach South Australia. Beim Ubertritt der Grenze musste ich meine Uhr eine halbe Stunden zurueckstellen. Schon komisch, wenn auf dem Landweg in eine andere Zeitzone kommt. Weil das Wetter sehr schlecht war, viel Regen und Wind, fuhr ich fast den ganzen Tag. Einige Haltepunkte waren u.a. Cape Bridgewater (mit Regencape habe ich mir eine Art versteinerten Wald angeschaut – das Wetter war…), Nelson, Princes Magret Cave (leider hatte ich kein Bargeld mit und zum Geld abheben wollte ich nicht nochmal die unbefestigte Strasse fahren – man konnte nur mit Bargeld bezahlen). Bevor ich zu meiner Unterkunft nach Robe an der Kueste tourte, besuchte ich noch Mt. Gambier. Hier kann man den Blue Lake bewundern, der sehr tuerkisfarbenes Wasser hat und ein Sinkhole – ein Loch in der Erde, das wie ein Garten beflanzt ist. Die Gegend ist besteht aus Limestone (ich glaube Kalkstein) und daher gibt es viele Hoehlen und „Loecher“ im Boden. Zu erwaehen ist noch, dass South Australia der trockenste Staat ist und bei meiner Einreise hat es denn ganzen Tag nur geregnet.
Das Hostel in Robe befindet sich in einer alten Villa und ist sehr schoen – grosse Raeume, eine alte Kueche und Kamine in den Zimmer (die man aber leider nicht mehr nutzen kann). Weil das Wetter genau wie am Vortag war, fuhr ich wieder die meiste Zeit mit dem Auto entlang der Kueste Richtung Adelaide – u.a. entlang des Coroong (?) National Parks. 100 km vor Adelaide entschied ich mich ins Landesinnere zu fahren, denn ich hatte noch 3 Tage das Auto. Ich wollte mir einmal eine Fruit Picking Region anschauen, also ging es auf ins Riverland. Die Landschaft dorthin bestand nur aus Weizenfelder und die Strassen waren wieder kaum befahren. Das Riverland liegt am Murry River, dem groessten Fluss in Australien. Sobald man die Gegend erreicht wechstelt die Landschaften zu Plantagen und Weinfelder. Ich schaute mir die Hostel der Region an und entschloss mich dann im Berri Backpackers einzukehren. Das Hostel ist eine Art Resort mit Pool, Gym, Sauna (!), Beachvolleyballfeld etc. Ich wohnte in einer Art Sommerhaus – leider waren 4 Betten in diesem kleinen Raum untergebraucht, dafuer gab es aber seperate Kueche und Bad. Der Mangager des Hostel ist uebrigens Deutscher und schon seit 3 Jahren hier. Fruit Picking Jobs gab es genug. Ich kam aber zu dem Entschluss, dass ich mir 3 Monate hier nicht vorstellen konnte. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einen Ernte oder Farmjob, um mein Visa zu verlaengern. Mit Fruit Picking kann ich mich vielleicht anfreunden nur auf engsten Raum mit 4 Leuten zu leben – naja vielleicht ist es ja Gewoehnungssache. Im Hostel traf ich auch noch eine Deutsche, die in Australien fuer 3 Monate Urlaub (unbezahlten) macht.
Am naechsten Morgen ging die Fahrt vom Riverland ueber das Barossa Valley und die Adelaide Hills nach Adelaide. Das Barossa Valley ist eine bekannte Weinregion in South Australia, hier gibt es zig Weingueter, wo man Wein verkosten kann. Weil ich mit dem Auto unterwegs war, wollte ich doch kein Risiko eingehen. Die Promillegrenze ist in Australien sehr gering. Vom Barossa Valley ging es in die Adelaide Hills – im Prinzip auch eine Weinregion, nur in den Bergen. Die Strassen in dieser Region waren bisher die kurvenreichsten, die ich bisher gefahren bin. Nacher war mir auch ein wenig schlecht
. Als Belohnung gab es einen tollen Ausblick vom Mt. Lofty auf Adelaide und das Meer. Das Wetter an diesem Tag war sonnig. Die Endstation war an diesem Abend mein Hostel – My Place in Adelaide. Das Hostel ist von den Leuten ganz ok, leider haben die Zimmer keine Fenster und sind zu klein fuer 6 Leute. Das Fruehstueck ist auch sehr mager - Muesli, Cornflakes und Milchpulver mit Wasser (!).
Meinen letzten Tag mit dem Auto nutzte ich, um die Halbinsel suedlich von Adelaide zu erkunden. Entland der Kueste gab es wieder tolle Straende und tuerkisfarbenes Wasser sowie Cliffs zu bewundern. Meine Tour fuehrte bis zum Cape, von dem aus eine Faehre nach Kaengaruh Island abfaehrt. Von dort aus entlang der Ostkueste wieder Richtung Adelaide. Ich stoppte u.a. in Victoria Habour, Port Elliot und liess mir einen Besuch in Hahndorf nicht entgehen. Hahndorf ist die aelteste deutsche Siedlung in South Australia u.a. gibt es hier auch Fachwerkhaeuser. Das Dorf ist auf Touristen getrimmt und es gibt viele Restaurants, Cafe’s und Shops. Wahrscheinlich lernen die Kinder hier im Kindergarten auch Deutsch, den am Zaun waren einige deutsche Tafel ueber Australien.
Adelaide
Adelaide ist ein sehr ruhige Stadt und hat kaum Hochhaeuser. Es gibt sehr viele Parks um die City und sehr breite Strassen. Viele Sehenswuerdigkeiten findet man aber nicht. Die interessanten Orte, wie Barossa Valley und Kaengaruh Island liegen in der Naehe von Adelaide. Fuer mich ist die Stadt noch den erlebnissreichen Tagen genau Richtig. Nach den vielen Eindruecken ist relaxen ganz gut. Ausserdem gibt es in der Stadt auch wieder eine State Library mit kostemlosen Internet
Zur Zeit bin ich auf Jobsuche um mein Visa zu verlaengern. Nachdem mir die Fruit Picking Hostel nicht zu sagen, haben ich mich auf Farmarbeit und Packing konzentriert. 3 Jobmoeglichkeiten sind ganz interessant:
1. Reinigen und Quad fahren auch einer Camel Station in der Naehe vom Kings Canyon in Central Australia – Nachteil: sehr heiss und ich muesste auch Toiletten reinigen…
2. Fabrikarbeit in einer Gemuesefabrik in Tasmanien. Aufgabe Gemuese verpacken. Unguenstig ist nur, dass man einen Anfahrtsweg hat und wahrscheinlich am Anfang im Hostel uebernachten muss ehe man sich eine WG sucht. Der Job ist auch noch nicht sicher. Tasmanien hat mir aber von der Landschaft sehr gefallen.
3. Weizen verpacken oder sortieren im Suedwesten von Western Australia. 10 Tage ist faehrt man mit einem Traktor auf den Feldern entlang und verpackt Weizen ehen man dann 3-4 Tage frei hat. Stundenlohn 23-26$. Der Job ist aber auch noch nicht sicher, denn man benoetigt einen australischen Fuehrerschein..
Im Moment tendiere ich zu dem 1. Job auf einer Camelstation. Um nach Alice Springs zu kommen, werde ich wahrscheinlich einen Camper von Adelaide fuer 4 Tage nach Alice Springs ueberfuehren. Aber noch ist nichts sicher. Auf dem Weg koennte ich mir auch Coober Pedy, Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (die Olgas) anschauen. Vielleicht auch auf dem Weg bei der Camelstation vorbeischauen. Mal schauen.
Weihnachten…
Heute am 11. November war in Adelaide eine Weihnachtsumzug ! Das ist hier eine Tradition. Es hat mich irgendwie an Disneyland in Florida erinnert. Viele Wagen mit Themen aus Maerchen oder Weihnachtsgeschichten - Rudolf the rendeer etc. Komische ist das schon, vieleicht ein bisschen kitischig, aber unterhaltsam, vorallem bei Temperaturen von 27 Grad.
Wenn alles wie geplant laeuft bleibe ich noch bis Dienstag in Adelaide und fahre dann bis Freitag den Camper ueber Coober Pedy und Ayers Rock nach Alice Springs. Am neachsten Montag wuerde dann der Job auf der Kingscreekstation beginnen. We will see…
Tasmania
Nach allem was ich in den letzten Tagen erlebt habe, bin ich froh erstmal nichts zu tun. Tasmanien war wunderschoen, die 10 Tage definitiv zu wenig. Die Tour mit dem Campervan war genial und alles lief ohne Problem. Ich uebernachte die erste Nacht auf einem Parkplatz unter „The Nut“ in Stanley. An diesem Tag besuchte ich auch den Cradle Mountain National Park und lief sogar nach einige Meter durch den Schnee. Abends fuhr ich die Kueste entlang – zum baden war es aber zu kalt. Am Tag darauf ging es von Stanley entlang der Westkueste und dann durchs Landesinnere Richtung Hobart. Zwischendrin staunte ich immer wieder ueber die Landschaft, besuchte Straende, Lookouts, Regenwald, Wasserfaelle und kletterte auf Berge. Die Nacht verbrachte ich auf einem Campingplatz am Lake St. Clair, ebenfalls ein National Park. Frueh am Morgen ging es weiter Richtung Hobart die Landschaft wechselt zu Farmland und viel gruen. Ich besuchte noch den Mt. Field National Park ehe ich den Campervan nachmittags am Flughafen abgeben musste. Tasmanien war von der Landschaft bisher das beste – es hat alles was Australien’s Festland hat nur die Entfernung sind viel geringer. Die neachsten 3 Tage leihte ich mir noch ein Auto aus und erkundete die Ostkueste mit der Tasmanischen Halbinsel. Schreiben koennte ich sehr viel… Fuer 3 weitere Tage erkundete ich zu Fuss Hobart – besuchte u.a. den Salamanca Market am Sonnabend, erklettert den Mount Wellington und besuchte eine Schokoladenfabrik (Cadbury). Am 30.10. flog ich dann leider schon wieder auf Festland, wo das neachste Abenteuer wartet.
Eine kurze Beschreibung der Reiseroute mit den Uebernachten findet Ihr auch unter dem Link „Reiseroute“
Great Ocean Road, Grampians und South Australia
Fuer 8 Tage kurvte ich mit einem Toyota Yaris von Melbourne nach Adelaide. Den ersten Tag kam ich nicht besonsders weit. Ich fuhr immer entlang der Kueste von Melbourne u.a. auch ueber Queenscliff entlang der Surf Coast. Viele tolle Straende und Kuestenlandschaften. Weil ich keine Uebernachtung gebuchte hat suchte ich mir am nachmittag eine Unterkunft fuer die Nacht und ladete in Lorne. Das YHA liegt hier wirklich idylisch – leider gab es nur noch ein 10 Bett Zimmer (!), aber fuer eine Nacht war es ok. Kakadus schwirrten auch ueberall rum. Fast jeden Tag stand ich sehr frueh auf um den ganzen Tag zu nutzen. Nach einem Besuch eines Wasserfalls und einer langer Fahrt ueber Waldwege ging es wieder zurueck zur Kueste. Die Great Ocean Road windet sich hier zwischen Cliffs und dem Ocean – sehr schoen. Am Cape Ottway konnte ich endlich auch mal Koalas in der Wildniss beobachten. Am Strassenrand standen einige Autos und daher hielt ich auch an – und siehe da, ueberall waren diese putzigen Tieren in den Baeumen. Das Lighthouse am Cape war nicht so besonders – die Aussicht dafuer umso besser. Der Eintritt (ca. 10 A$) hat sich daher doch ein bisschen gelohnt. Nach einige Irrfahrten ueber unbefestigte Strassen und einsamen Straenden kam dann einer der Hoehepunkte der Tour – der Port Campell National Park. Das Wetter war super und die Kuestelandschaft rund um die bekannten 12 Apostels ist wirklich beeindruckend. Wenn man nicht 7 Tage Zeit hatte sollte man sich nur auf diesen Abschnitt der Great Ocean Road konzentrieren. Von der Landschaft und den ganzen Formationen kann man nicht genug sehen. Nach dem ich den Sonnenuntergang genossen hatte fuhr ich noch ca. 50km bis zum nachsten Hostel in Warnambool nur um am Morgen noch einmal wieder zukommen
. Das Hostel war gemuetlich und die Leute im 4 Bett Zimmer ok.
Grampians
Nachdem ich am Morgen noch ein wenig im Port Campell National Park die Landschaft bestaunt hatte, fuhr ich Richtung Inland ueber kleine Strassen und unendlich viel Farmland mit Schafen oder Kuehe. Auto’s sah ich kaum. Am Anfang der Grampians – einer Bergkette kletterte ich auf den neachsten besten Berg und bestaunte die Landschaft und die Wolken… Letztere formten sich zu einer dunklen und dicken Wolke und ich bewegte mich schnell wieder hinunter. Danach fing es an zu regnen, aber richtig und es hoerte auch nicht wieder auf. Mein Ziel noch einen Berg zu besteigen gab ich auf und bewegte mich direkt ins Hostel. Das YHA Hostel in Halls Gap war das bisher das beste Hostel in dem ich uebernachtet habe. Grosse Raume, eine super Kueche, Aufenhaltsraeume mit Kamin, etc…
Am naechsten Morgen erkundete ich die Grampians. Das Wetter war an diesem Tag wieder besser und ich erklettert die Pinnacle – einen Berg von dem man einen tollen Ausblick ueber Halls Gap und in Richtung Westen hat. Mit zwischen Station ueber einige Lookouts z.B. Reed Lookout, wo man die Weite und Schoenheit der Grampians bewundern kann, ging es zu den McKenzie Falls. Hier stieg ich auch bis zu dem Wasserfall hinunter – der Aufstieg war dann etwas anstrengend – hat sich aber gelohnt. Bevor es wieder zur Kueste ging besuchten ich noch Aboriginal Rock Art – im Prinzip Striche oder Strichmaenchen unter Felsvorspruengen. Der Weg dorthin fuehrte ueber ungeteerte Strassen und rote Erde. Kaengaruhs gab es auch wieder zu sehen. Auf meinem Weg zur Kueste und zu meiner Uebernachtung in Port Fairy drehte ich noch eine Runde im Tower Hill Reserve, einem alten Vulkankegel in dem jetzt Emu’s und Kaengaruhs leben. Das Hostel in Port Fairy war klein und charmant – hier traf ich u.a. einen Schweizer der mit italienischen Pass Work und Travel durch Australien reist.



