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Wiedermal gibt es einen Bericht von letztem Jahr. Ich hoffe in den naechsten Tage kann ich wieder up-to-date sein und ueber jetzige Ereignisse schreiben. Auf Farmen ist der Internetzugang eben nicht so einfach. Die Farmen sind meist einige Kilometer von der neachsten Siedlung entfernt und ich bin auf die Nutzung des Internets der „Gastgebern“ angewiesen.

Adelaide to Perth

Nach meiner Ankunft von der 2000km weiten Reise von Alice Springs in Adelaide, sollte es am neachsten Tag gleich weiter nach Perth gehen. Am Tag vor der Abreise organisiert ich mir noch meinen ersten Woof-ing (willing worker on organic farms) Host in Donnybrook (200km suedlich von Perth), um meine 3 Monate „Farmarbeit“ fuer das 2. Visajahr zu absolvieren. Sonntag vormittag holte ich meinen fahrbaren Untersatz von der Apollo Autovermietung ab. Der Unterschied zu Britz ist, dass man bei Apollo keinen Deposit von 1000 A$ von seiner Kreditkarte hinterlassen muss, sondern eine Art Blanco-Scheck fuer seine Kreditkarte hinterlegt. Dafuer muss aber bei der Buchung des Autos eine Anzahlung von 250 A$ geleistet werden. Am Ende spart man damit aber Gebuehren fuer die Nutzung der deutschen Kreditkarte, die augrund der Prozentbasis bei 1000 A$ wesentlich hoeher sind. Leider gab es bei diesem Angebot auch kein Benzingeld.

Mit dem leicht-tuerkis Farben Toyota Camry, einem Mitteklassewagen, ging die Reise wieder die selbe Strecke vom Tag vorher Richtung Norden nach Port Augusta. Das Auto hat ein sehr sinvolles Feature – Cruise Control oder auf Deutsch – Tempomat. Bei den endlos langen geraden Strassen mit wenig Verkehr war das sehr hilfreich. Bei den Fahrten nach und von Alice Spring legten wir immer das Lonely Planet Buch unter das Gaspedal, weil beide Autos keinen Tempomat hatten und wir fast nur einen konstante Geschwindigkeiten fuhren. Ohne das Buch tat mit nach 20 Minuten der Fuss weh. Aber zurueck zur Reise nach Perth.

Nach Port Augusta beginnt das Outback. Anstatt nach Norden ging die Reise diesmal Richtung Westen. Viel zu sehen gab es nicht – ausser baumloser Landschaft und ein Minenstadt (Iron Knob). Nach einigen 100 Kilometern fuehrte die Strasse durch bewaldetes Gebiet ehe sich das Szenario neben der Strasse in unendliche Weizenfelder verwandelte. Meine erste Nacht verbrachte ich im Auto auf einem Parkplatz an den Polda Rock (einem Granitfelsen) in der Naehe von Wudinna. Ich vermissten den bequemen Schlafplatz in unserem Motorhome und die damit verbunden Flexibilitaet. In Wudinna gibt es auch ein Motel, man muss demnach nicht im Auto schlafen. Aber ich wollte nicht nur fuers Schlafen fuer 8 Stunden in einem Bett einiges an Geld ausgeben. Am Abend schauten ich mir noch den Granitfelsen an, der einer kleinen Version vom Ayers Rock aehnelt. Nur einige Kilometer weiter ist ein groesser Felsen, aber wiedermal fuehrte nur eine unbestigte Strasse dorthin und nach meiner Erfahrung mit Reifenplatzern wollte ich nicht viel riskieren. Mit Toyota durfte ich wieder nur befestigte Strassen fahren und nicht in der Nacht.

Am naechsten Tag ging die Reise weiter. Ich durchfuhr u.a. einen Ort mit unzaehligen typischen Outback-Windmuehlen, die Wasser aus Brunnen pumpen. Dieser Ort ruehmt sich die meisten Windmuehlen zu haben, leider ist mir der Name entfallen. In Ceduna tankte ich wiedermal und stellte fest, dass das Benzin wieder immer teuere wurde. Nach Ceduna praesentiere sich die Umgebung langsam baumlos. Die Nullarbor – die baumlose Ebene naeherte sich. Die Klippen an der Kueste der Nullarbor oder der Great Australien Bight, wie der Teil des Meeres genannt wird, waren eines der wenigen Highlights auf dieser Reise. Aehnlich wie an der Great Ocean Road sind die Klippen ca. geschaetzte 100 Meter hoch und koennen von mehren Aussichtspunkten besichtigt werden. Ich nahm mir die Zeit und hielt an allen an. Gegen Abend naeherte ich mich der Grenze von South Australia zu Western Australia. Die Uhr musste ich wiedermal zurueckstellen. Schildern am Strassenrand weissen einem auch darauf hin. Weil mir der Unterkunft am Roadhouse fuer den angeboten Preis nicht zusagte schlief ich wieder mal auf einem Parkplatz auf der Rueckbank im Auto. 30$A fuer ein nicht besonders sauberes Bett in einem Container war mir zuviel fuer die Nacht.

Am Abend vorher machte ich leider den Fehler und tankte an der „Grenze“ fuer 1.75 $A Normalbenzin. In Eucla – die erste Siedlung nach der „Grenze“ war der Benzin um einiges guenstiger, der billigste Preis auf der ganzen Strecke in der Nullarbor. Vor dem „Grenzuebertritt“ musste ich noch meine gekauften Aepfel an der Quarantaenestation abgeben. Nach Western Australia darf man wie in anderen australischen Staaten kein Obst oder Gemuese einfuehren.

In Eucla schaute ich mir die alte Telegraphenstation in den Sandduenen an und machte ein paar Fotos von den Wegweisern mit den Entfernungsangaben u.a. auch einer Werbung fuer eine 800km enfernten Campingplatz in Esperance. An diesem Tag fuhr ich ueber 1000km – es gab einfach nicht viel zu sehen. Erwaehnenswert ist noch Balladonia – in der Nahe stuerzte Teile der US-Raumfahrtstation Skylab ab. Im Roadhouse in Balladonia gibt es ein Museum mit einigen Infos darueber. An diesem Ort findet man auch die Geschichte ueber die Nullarbor „Jungfrau“ – die nackt durch dieses Gebiet wandelt. Leider habe ich bis auf ein paar Emus keine anderen „grossen“ Lebewesen gesehen – keine nackte Frau und auch keine Kamele, wie auf den typischen Warnschildern(siehe Bild ganz links im Header – am Anfang meines Blogs). Auf meinem weiteren Weg nach Norseman, dem westliche Ende der Nullarbor, unternahm ich noch einen Abstecher zur Fraser Range Sheep Station (?). Eine netter Platz, der auch Ubernachten anbietet und von dem man einen gute Aussicht auf die mit bis zum Horizont gesaeumten Baeumen bestueckte Umgebung hat. Die baumlose Ebene endet bereits an der State Border(Grenze) und vor Balladonia beginnt eine der groessten Eukalytuswaelder Australiens. Zu erwaehenen ist auch noch das laengste Stueck gerader Highway in Australien – 145km nur gerade aus…unglaublich.

In Norseman – einer Goldminen-Stadt uebernachtet ich in einem kleinen Hostel, der Lodge 101. Ich hatte keine Lust wieder im Auto zu schlafen. Der Preis war ok und ich war der einzige Gast im einzigen 4 Bett-Zimmer. Das Zimmer war direkt am Wohnhaus angebaut und diente vorher wahrscheinlich als Abstellraum. War aber klein und fuer die Nacht ok. Am Abend und am naechste Morgen schaute ich mir ein wenig die Siedlung an. Neben ein paar Kamelstatue aus Blech und alten Minengeraeten war die Abraumhalde, welche wie eine Art aegyptische Pyramide aussieht, die nennenswerten Sehenswuerdigkeiten. Vom Visitor Center liess ich mir noch eine Urkunde fuer die erfolgreiche Durchquerung der Nullarbor austellen, ehe die Fahrt Richtung Sueden nach Esperance ging. Auf der Strecke nach Esperance schaute ich mir noch einige Granitfelsen und Rockformation an, die aber nicht so spektakulaer waren. Die Landschaft praesentierte sich wieder in unendlichen Weizenfeldern. Interessant war eine Baumart, mit organgnen Blueten, spaeter lernte ich, dass es der Christmas Tree ist oder so aehnlich. Dieser Baum blueht nur zu Weihnachten und sticht aus der Landschaft heraus.

Esperance soll angeblich einige der schoensten Straende in Australien haben. Dagegen kann ich nichts einwenden. Leider war an diesem Tag nur ca. 20 Grad und realtiv kalt zum schwimmen. Ich wanderte die Kuestenpromade entlang und den Tanker Jetty, hier sah ich das erste mal Robben in Natur. Eine grosse und eine kleine Robben warten am Stand wo die Fische ausgenommen werden auf Leckerbissen. Als Unterkunft fuer die Nacht waehlte ich das Esperance Guesthouse. Das leckere Fruehstueck inklusive selbstgebackem Brot und gebruehten Kaffee war ein Highlight. Das geraeumige 4-Bett-Zimmer mit richtigen Betten hatte ich fuer mich allein. Aufgrund meiner Kilometerbegrenzung fuer das Auto (ueber 3000km kostet jeder Kilometer extra) besuchte ich leider nicht den Cape LaGrand Nationalpark.

Am naechsten Tag fuhr ich entlang des Great Ocean Drive (eine ca. 30km lange Strecke entlang der Kueste von Esperance) und stoppte an einigemal, um am Strand zu spazieren oder die Kuestenlandschaft zu bewundern. Auf dieser Strecke ist auch der Pink Lake, dessen Wasser aufgrund einer Baktieren oder Algenart (?) pink aussieht. Bei mir war er leider nicht pink… Spaeter lernte ich zum Thema Esperance noch aus der Zeitung, dass man vor ein paar Jahren eine erhebliche Belastung von Blei in der Umwelt festgestellt hat, und dass diese Belastung trotz Saeuberung noch immer besteht. Esperance war oder ist noch immer ein Verladehafen fuer Blei.

Meine Reise ging weiter Richtung Hyden, um mir den Wave Rock anzuschauen. Weg von der Kueste ging es wiedermal durch Weizenfelder (den Weathbelt) in das Landesinnere. Auffaellig sind auch die vielen Salzseen, die aufgrund des gesunkenen Grundwasserspiegels resultieren von der Rodung von Land entstanden sind. Am Nachmittag erreichte ich den kleinen Ort Hyden und den Wave Rock. Mein erster Eindruck war – Der Felsen ist ja viel kuerzer als auf den Bildern dargestellt. Nicht ganz 100 Meter lang sieht dieser Granitfelsen aus wie eine Wasserwelle. Die Formation wurde durch Regenwasser und jahrelange Erosion geformt (?). Neben dem Wave Rock gibt es noch eine Felsen, der wie ein Maul eines Nilpferden aussieht und einen Weg mit Hinweisschildern durch die Landschaft u.a. an einen kleinen Salzsee. Die letzte Nacht vor Perth verbrachte ich nochmal im Auto auf einem Parkplatz in der Naehe von Korodin mitten im Weizenguertel. Bis nach Perth ging es am darauffolgenden Tag durch kleinere Orte u.a. bleibt mir noch ein Schild in Erinnerung, auf dem der Ort einen Friseur sucht (Wortlaut: „Folgende Handwerksberufe sind zur Zeit gesucht: Hairdresser“).

In Perth angekommen musste ich mich wieder an den Stadtverkehr gewoehnen. Ich bahnte mir den Weg zum One World Hostel, welches fuer 2 Naechte meine zu Hause sein sollte. Nach dem einchecken gab ich das Auto am Flughafen ab und fuhr mit dem Bus zurueck in die Stadt. Am spaeten Nachmittag traf ich mich mit Claudia, die ich in Brisbane kennengelernt hatte und die seit einigen Monaten in Perth arbeitet. Wir hatte uns viel zu erzaehlen und verabredeten uns nochmal fuer den naechsten Tag. Ich schauten mir danach noch ein wenig die Stadt an und machte einen Ausflug in den Kings Park.

Am naechsten Morgen traf ich mich mit Julie zum Fruehstueck in Freemantle. Mit ihr arbeitete ich in Falls Creek zusammen. Es gab viel zu erzahlen. Gegen 10 Uhr hatte ich mich mit Claudia, ihrer Freundin aus Deutschland, die zum Urlaub in Australien weilte und ihrem Bekannten bei dem sie wohnten verabredet. Dieser Freund ist nach Australien ausgewandert, lebt seit ca. 2 Jahren hier und verdient sein Geld als Landschaftsgaertner. Wir schauten uns die touristischen Orte in Freemantle an u.a. das Shipwreck Museum. Fuer den Nachmittag hatte mich Julie zu einem BBQ (Grillen) bei ihrer Schwester eingeladen. Es gab u.a. gegrillten Oktopus und ich erfuhr einiges ueber einen moeglich Job bei einer Explorationsfirma. Diese sucht Leute, die auf Expedition gehen und ein GPS-Gereate tragen, waehrend der Partner ein magnetisches Geraet fuer die Erkundung von Mineralien mit sich fuehrt. Damit wird der moegliche Standort von Mineralien bestimmt. Die Daten werden anschliessend von Geologen ausgewertet. Interessant daran ist, das man im Land herum kommt und Uebernachtung und Essen bezahlt bekommt.  Kann man ja mal ausprobieren, wenn es vielleicht auch ein bisschen monoton klingt. Den ganzen Tag mit einem Geraet durch die Landschaft laufen. Am Abend fuhren mich die Eltern von Julie noch zurueck in die Stadt in Hostel, wofuer ich sehr dankbar war. Im Hostel selber war ich im Prinzip nur zum schlafen. Im grossen und ganzen war das Hostel ok.

Am naechsten Tag wanderte ich mit meinem ganzen Gepaeck zum Bahnhof. Auf ging es in ein neues Abenteuer – Woofing in Donnybrook. Farmarbeit fuer 3 Monate an verschiedenen Orten ohne Bezahlung nur gegen Unterkunft und Essen. 3 Monate sind die Voraussetzung, um mein 2. Jahr Visa auf legalem Weg zu erhalten. Nach meiner Besichtigung von Workinghostels im Riverland in South Australia wollte ich nicht 3 Monate in Hostels verbringen. Auch rannte mir die Zeit davon. Bis zum geplanten Tauchurlaub mit Andreas waren es nur noch knapp 3 Monate.

Wiedereinmal ein sehr langer Bericht. Respekt und Anerkennung fuer die Leser, die den ganzen Bericht gelesen haben.

Seit langer Zeit gab es nichts neues im Blog. Es fehlten einfach ein guter und verfuegbar Internetanschluss. Im Moment habe ich die Moeglichkeit und werde noch einige Zeilen ueber die letzten Monate schreiben.

Am 3.12.07 konnten wir der Hitze von Alice Springs entfliehen und machten uns auf den Weg ueber den Uluru zurueck nach Adelaide. Am Montag morgen gegen 8 Uhr wurde wir, wie bei der Abgabe des Autos von der netten und gutaussehenden Mitarbeiterin von Britz angeboten, quasi von ihr vom Hostel abgeholt. Sie war auf den Weg zur Arbeit und hatte uns einen Lift angeboten. Damit sparten wir ein Taxi bzw. eher einen 5 km langen Fuss-Marsch zum Britz-Office. Leider war unser Auto noch nicht fertig und wir mussten uns bis um ca. 10 Uhr die Zeit vertreiben. Das Auto war wirklich riesig. Ein richtiges Motorhome. Ausgelegt fuer 6 Personen bietet es meiner Meinung 4 Personen ausreichend Platz. Am Anfang muessten wir uns erst an die Groesse und Hoehe des „Homes“ gewoehnen. Nach einem kurzen Abstecher zum Supermarket, um uns fuer die naechsten Tage einzudecken ging es auf den weiten Weg zum Kings Canyon. Leider konnten wir mit dem Auto keinen Alternativen-Routen fahren (Unsealed oder 4WD-Roads) sondern mussten dem Highway folgen. So fuhren wir von ca. 11 Uhr bis 17 Uhr mit ca. 80 km/h (um Sprit zu sparen) zum Kings Canyon.

Kings Canyon

Wie fast immer im Outback war kaum Verkehr auf dem Weg zum Canyon. Erst auf dem Parkplatz begruessten uns die verschiedenen Tourbusse. Waehrend Gegror im Motorhome blieb, erkundete ich noch den Canyon via dem Base-Weg entlang des Creeks in den Canyon – eine kurze Wanderung. Von dieser Sicht aus war der Canyon nicht sehr spektakulaer – ok man konnte die steilen Waende sehen, aber der Canyon wirkte eher sehr kurz. Daher war ich ein wenig entaeuscht. Nach der Wanderung erklomm ich noch die ersten Meter hinauf zum Rand des Canyon, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Der Aufstieg hatte sich gelohnt und ich freute mich schon auf die Wanderung entlang des Canyon am fruehen morgen. Die Nacht schliefen wir im Motorhome auf dem Parkplatz. Wir hatten immer Bedenken, dass ein Ranger vorbeikommt und uns vom Parkplatz verweisst. Aber das einzige Auto, was noch kam, waren 2 asiatische Backpacker, die ebenfalls hier uebernachteten.

Am naechsten Morgen standen wir sehr frueh auf (ca. 6 Uhr), um die kuehle am Morgen zu nutzen und auch den Mengen an Touristen zu entkommen. Kurz nachdem wir aufbrachen kamen auch schon die ersten Autos und Busse. Der Weg am oberen Rand rings um den Canyon ist wirklich toll und die 4-6 Stunden lohnen sich. Man sieht nicht nur den Canyon mit seinen steil abfallenden Waenden sondern auch Felsdome, die aus verschiendenfarbigen Schichten bestehen, und den „Garden Eden“ – mit dem Kings Creek und einer schoenen Gorge. Aus dieser Sicht war der Canyon mit seiner Landschaft wirklich sehenswert. Ausserdem erstreckt sich der Canyon noch einiges weiter, vielleicht sollten man doch einen der angeboten Hubschrauberfluege in Anspruch nehmen, um die ganze Landschaft des Canyons zu besichtigen.

Gegen Mittag machten wir uns wieder auf den Weg. Das naechste Ziel war der Uluru – Kata Tjuta National Park. Vorher mussten wir unser Motorhome noch mit Diesel betanken. An der Kings Creek Station zahlten wir 1.89 fuer einen Liter Diesel – das war bisher die teuerste Petrol Station. Auf dieser Station wollte ich urspruenglich fuer 3 Monate arbeiten. Zum Glueck ist nichts daraus geworden. 3 Monate in der Hitze und umgeben von roter Erde konnte ich mir nach meinen Erfahrungen in den vergangen Tag nicht mehr vorstellen. Auf dem Weg zum Ayers Rock hielten wir noch an der Kathleen Gorge. Gregor blieb im Motorhome und ich machte mich auf Erkundungstour. Bis auf ein wenig Historie ueber die Viehtzucht war der Weg zu dem kleinen Wasserloch nicht sehr spekakulaer im Vergleich zum Kings Canyon.

Uluru – Kata Tjuta National Park

Auf dem Weg zum Ayers Rock passiert man auch einen weiteren Berg, der aus der Wueste herausrangt- den Mt. Connor. Von der Ferne ist dieser auch beeindruckend. Gegenueber dem Lookout zu diesem Berg kann auch noch einen der vielen Salzseen bewundern. Je naeher wir den Ayers Rock kamen, umso gespannter waren wir, wenn wir Ihn endlich sehen konnten. Ca. 50 km vorher konnten wir ihn erstmal von der Ferne sehen, wie auch den Mt. Olga – Kata Tjuta. Wir passierte Yulura – das Ayers Rock Touristen Resort. Yulura ist der einzige Ort an dem man in der Nahe von Uluru uebernachten kann, dementsprechend sind auch die Preise. Die Alternative ist noch das Curtin Springs Roadhouse, dass liegt aber 80 km entfernt.

Unser urspruenglicher Plan war an diesem Abend den Sonnenuntergang am Ayers Rock zu bestaunen. Leider war der Himmel voller Wolken. Wir entschieden uns daher fuer die Wanderung in den Olgas und hofften auf bessers Wetter fuer den naechsten Abend. An diesem Tag war das Klettern auf dem Berg geoeffnet. Das Besteigen des Ayers Rock ist von den Aboriginies nicht erwuenscht, aber aus Angst Touristen zu verlieren ist es dennoch erlaubt. Den naechsten Tag war das Klettern erst wegen Wind und dann wegen Hitze (mehr als 36 Grad) geschlossen. Ich wollte nicht unbedingt klettern, aber Gregor war sehr interessiert. An diesen Nachmittag wanderten wir aber den Valley of the Wind Work in den Olgas – eine Kombination von vielen Felskuppen. Die Wanderung ist auch nur zu empfehlen. Schon beeindruckend, wie hoch die Kuppen sind. Fazinierend ist auch, dass die Olgas und der Ayers Rock relativ Nahe beieinanderliegend aus der fast nur flachen Wueste herausrangen. Nach dem Walk wurde es langsam dunkel. Einen Sonnenuntergang gab es nicht. Ich erkundet noch eine Gorge in den Olgas – der 2. Walk moegliche Walk. Das war nicht ganz so spektakulaer. Die Weg bis zur Gorge zwischen 2 Felskuppen – eine Art Schlucht – war aber die Wanderung wert. Nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Lookout und einigen weiteren Fotos ging es nach Yluara (ca. 50km enfernt). Wir bezahlten ca. 34 A$ fuer einen Campingplatz mit Strom fuer eine Nacht. Aufgrund der Waerme waren wir froh, dass das Motorhome eine Klimaanlage hatte. So war die Nacht angenehm kuehl. Der Campingplatz ist auch die guenstigste Moeglichkeit im Resort, um die Nacht dort zu verbringen.

Gegen 5.00 Uhr frueh am naechsten Morgen fuhren wir zum Ayers Rock um den Sonnenaufgang anzuschauen. Leider gab es keinen… Wir warteten mit vielen anderen Touristen an der Sunrise Area. Der besser Spot waere vielleicht die Sunsetarea gewesen. Hier hat man den Sonnenaufgang „hinter“ dem Felsen. Nach einiger Zeit und vergeblichen Warten starteten wir unsere 10km Wanderung um den Felsen. Einige Male schlossen wir uns Touristengruppen an, um ein bisschen mehr ueber den Felsen zu erfahren. So lernten wir die vielen Orte am Ayers Rock kennen, die fuer die Aborigienes heilig sind und die Geschichten, die mit diesen Orten verbunden sind. Je Naeher der Zeit Richtung Mitte des Tage verstrich, umso heisser wurde es. Nach dem Basewalk besuchten wir das Austellunghaus ueber die Kultur des hier lebenden Aborigienes-Stammes. Danach entschieden wir, wieder ins Resort zu fahren und erneut auf dem Campingplatz einzuchecken. Ohne Klimaanlage war es einfach zu heiss ausserhalb. Wir ruhten ein wenig und genossen die Kuehle. Gegen 17 Uhr ging es wieder Richtung Ayers Rock. Wir schossen ein paar Fotos und warten auf den Sonnenuntergang. Leider gab es wieder keinen. Nach dem es aber dunkel war, gewitterte und blitzte es. So hatte wir doch noch ein einmaliges Erlebniss. Der Ayers Rock fuer ein paar Sekunden erleuchtet von einem Blitz – das sieht nicht jeder… Der Wind nahm dann immer weiter zu und wir fuhren wieder zurueck ins Resort. Wir verbrachten die letzte Nacht im gut kuehlten Motorhome ehe wir uns am Morgen auf den Rueckweg nach Adelaide machten.

Cooper Pedy 

Auf dem Rueckweg zum Stuart Highway regnete es. Regen in der Wueste war schon etwas ungewoehnliches. Den ganzen Tag verbrachten wir mit fahren. Unser Ziel fuer diesen Tag war der Opalstadt Cooper Pedy. Diese ereichten wir gegen 18 Uhr. Vorher gerieten wir aber noch in einen kurzen aber heftigen Sandstorm. Fuer kurze Zeit war der Wind sehr stark und die Sicht eingeschraenkt. Es regnet und Blitze auch wieder. In Cooper Pedy wollten ich eigentlich in einem Untergrund-Hostel uebernachten. Weil wir aber schon verhaeltnismaessig viel Geld ausgegeben hatten und wir auch fuer das Motorhome bezahlt hatten, schliefen wir im „Home“ am Rande von Cooper Pedy an einer Seitenstrasse. Diesmal gab es einen sehr schoenen Sonnenuntergang.

Am naechsten Tag liefen wir erst zu einem Lookout in der Stadt – „The Big Whinch“. Von hier aus hat man einen guten Ueberblick. Dieser Ort ist wirklich schraeg. Uberall ausserhalb findet man kleine Haufen an ausgegraben Material aus der Erde. Es sieht aus wie eine Mondlandschaft. Die Stadt verfuegt logischerweisse auch ueber kein gruen – alles ist fast nur Sand und Erde. Die meisten Menschen leben in Raeumen unter der Erde. Ich erkundete noch das Minen Museum (Old Towers Mine), schaute mir 2 unterirdische kleine Kirchen an und wanderte durch ein Untergrund Hotel. Gegen 12 Uhr ging die Reise weiter Richtung Adelaide.

Die Landschaft bot bis auf einige sehr grosse Salzseen (sehenswert) wenig Abwechslung. Trotzdem ist man immer gespannt, was einem nach der naechsten Kuppe erwartet. Nur um zu sehen, das einem die selben Landschaft und eine endlosse lange Strasse erwartet. Gegen 19 Uhr waren wir wieder am Rande der Zivilistation – in Port Augusta. Unsere letzte Uebernachtung war der kleine Kuesten-Ort Port Germain. Wir uebernachten wieder im „Home“ am Rande des Ortes. Am naechsten Morgen lief ich auf den 1.4 km langen Bootsteg (Jetti) hinaus. Danach ging es Richtung Adelaide, wo wir das Auto bis 15 Uhr abgeben sollten. Es ist schon ein komisches Gefuehl, wenn man wieder in einer grossen Stadt ist und die Strassen so voller Autos sind. Wir checkten wieder ins „MyPlace“ Hostel ein. Das Auto gab ich ohne weitere Probleme wieder ab. Am naechsten Tag stand eine weitere Reise bevor – 3000 km nach Perth – wieder mit einem Relocation-car.

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Impressionen

Hong Kong & Macau - 113

Hong Kong & Macau - 112

Hong Kong & Macau - 111

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