Seit langer Zeit gab es nichts neues im Blog. Es fehlten einfach ein guter und verfuegbar Internetanschluss. Im Moment habe ich die Moeglichkeit und werde noch einige Zeilen ueber die letzten Monate schreiben.

Am 3.12.07 konnten wir der Hitze von Alice Springs entfliehen und machten uns auf den Weg ueber den Uluru zurueck nach Adelaide. Am Montag morgen gegen 8 Uhr wurde wir, wie bei der Abgabe des Autos von der netten und gutaussehenden Mitarbeiterin von Britz angeboten, quasi von ihr vom Hostel abgeholt. Sie war auf den Weg zur Arbeit und hatte uns einen Lift angeboten. Damit sparten wir ein Taxi bzw. eher einen 5 km langen Fuss-Marsch zum Britz-Office. Leider war unser Auto noch nicht fertig und wir mussten uns bis um ca. 10 Uhr die Zeit vertreiben. Das Auto war wirklich riesig. Ein richtiges Motorhome. Ausgelegt fuer 6 Personen bietet es meiner Meinung 4 Personen ausreichend Platz. Am Anfang muessten wir uns erst an die Groesse und Hoehe des „Homes“ gewoehnen. Nach einem kurzen Abstecher zum Supermarket, um uns fuer die naechsten Tage einzudecken ging es auf den weiten Weg zum Kings Canyon. Leider konnten wir mit dem Auto keinen Alternativen-Routen fahren (Unsealed oder 4WD-Roads) sondern mussten dem Highway folgen. So fuhren wir von ca. 11 Uhr bis 17 Uhr mit ca. 80 km/h (um Sprit zu sparen) zum Kings Canyon.

Kings Canyon

Wie fast immer im Outback war kaum Verkehr auf dem Weg zum Canyon. Erst auf dem Parkplatz begruessten uns die verschiedenen Tourbusse. Waehrend Gegror im Motorhome blieb, erkundete ich noch den Canyon via dem Base-Weg entlang des Creeks in den Canyon – eine kurze Wanderung. Von dieser Sicht aus war der Canyon nicht sehr spektakulaer – ok man konnte die steilen Waende sehen, aber der Canyon wirkte eher sehr kurz. Daher war ich ein wenig entaeuscht. Nach der Wanderung erklomm ich noch die ersten Meter hinauf zum Rand des Canyon, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Der Aufstieg hatte sich gelohnt und ich freute mich schon auf die Wanderung entlang des Canyon am fruehen morgen. Die Nacht schliefen wir im Motorhome auf dem Parkplatz. Wir hatten immer Bedenken, dass ein Ranger vorbeikommt und uns vom Parkplatz verweisst. Aber das einzige Auto, was noch kam, waren 2 asiatische Backpacker, die ebenfalls hier uebernachteten.

Am naechsten Morgen standen wir sehr frueh auf (ca. 6 Uhr), um die kuehle am Morgen zu nutzen und auch den Mengen an Touristen zu entkommen. Kurz nachdem wir aufbrachen kamen auch schon die ersten Autos und Busse. Der Weg am oberen Rand rings um den Canyon ist wirklich toll und die 4-6 Stunden lohnen sich. Man sieht nicht nur den Canyon mit seinen steil abfallenden Waenden sondern auch Felsdome, die aus verschiendenfarbigen Schichten bestehen, und den „Garden Eden“ – mit dem Kings Creek und einer schoenen Gorge. Aus dieser Sicht war der Canyon mit seiner Landschaft wirklich sehenswert. Ausserdem erstreckt sich der Canyon noch einiges weiter, vielleicht sollten man doch einen der angeboten Hubschrauberfluege in Anspruch nehmen, um die ganze Landschaft des Canyons zu besichtigen.

Gegen Mittag machten wir uns wieder auf den Weg. Das naechste Ziel war der Uluru – Kata Tjuta National Park. Vorher mussten wir unser Motorhome noch mit Diesel betanken. An der Kings Creek Station zahlten wir 1.89 fuer einen Liter Diesel – das war bisher die teuerste Petrol Station. Auf dieser Station wollte ich urspruenglich fuer 3 Monate arbeiten. Zum Glueck ist nichts daraus geworden. 3 Monate in der Hitze und umgeben von roter Erde konnte ich mir nach meinen Erfahrungen in den vergangen Tag nicht mehr vorstellen. Auf dem Weg zum Ayers Rock hielten wir noch an der Kathleen Gorge. Gregor blieb im Motorhome und ich machte mich auf Erkundungstour. Bis auf ein wenig Historie ueber die Viehtzucht war der Weg zu dem kleinen Wasserloch nicht sehr spekakulaer im Vergleich zum Kings Canyon.

Uluru – Kata Tjuta National Park

Auf dem Weg zum Ayers Rock passiert man auch einen weiteren Berg, der aus der Wueste herausrangt- den Mt. Connor. Von der Ferne ist dieser auch beeindruckend. Gegenueber dem Lookout zu diesem Berg kann auch noch einen der vielen Salzseen bewundern. Je naeher wir den Ayers Rock kamen, umso gespannter waren wir, wenn wir Ihn endlich sehen konnten. Ca. 50 km vorher konnten wir ihn erstmal von der Ferne sehen, wie auch den Mt. Olga – Kata Tjuta. Wir passierte Yulura – das Ayers Rock Touristen Resort. Yulura ist der einzige Ort an dem man in der Nahe von Uluru uebernachten kann, dementsprechend sind auch die Preise. Die Alternative ist noch das Curtin Springs Roadhouse, dass liegt aber 80 km entfernt.

Unser urspruenglicher Plan war an diesem Abend den Sonnenuntergang am Ayers Rock zu bestaunen. Leider war der Himmel voller Wolken. Wir entschieden uns daher fuer die Wanderung in den Olgas und hofften auf bessers Wetter fuer den naechsten Abend. An diesem Tag war das Klettern auf dem Berg geoeffnet. Das Besteigen des Ayers Rock ist von den Aboriginies nicht erwuenscht, aber aus Angst Touristen zu verlieren ist es dennoch erlaubt. Den naechsten Tag war das Klettern erst wegen Wind und dann wegen Hitze (mehr als 36 Grad) geschlossen. Ich wollte nicht unbedingt klettern, aber Gregor war sehr interessiert. An diesen Nachmittag wanderten wir aber den Valley of the Wind Work in den Olgas – eine Kombination von vielen Felskuppen. Die Wanderung ist auch nur zu empfehlen. Schon beeindruckend, wie hoch die Kuppen sind. Fazinierend ist auch, dass die Olgas und der Ayers Rock relativ Nahe beieinanderliegend aus der fast nur flachen Wueste herausrangen. Nach dem Walk wurde es langsam dunkel. Einen Sonnenuntergang gab es nicht. Ich erkundet noch eine Gorge in den Olgas – der 2. Walk moegliche Walk. Das war nicht ganz so spektakulaer. Die Weg bis zur Gorge zwischen 2 Felskuppen – eine Art Schlucht – war aber die Wanderung wert. Nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Lookout und einigen weiteren Fotos ging es nach Yluara (ca. 50km enfernt). Wir bezahlten ca. 34 A$ fuer einen Campingplatz mit Strom fuer eine Nacht. Aufgrund der Waerme waren wir froh, dass das Motorhome eine Klimaanlage hatte. So war die Nacht angenehm kuehl. Der Campingplatz ist auch die guenstigste Moeglichkeit im Resort, um die Nacht dort zu verbringen.

Gegen 5.00 Uhr frueh am naechsten Morgen fuhren wir zum Ayers Rock um den Sonnenaufgang anzuschauen. Leider gab es keinen… Wir warteten mit vielen anderen Touristen an der Sunrise Area. Der besser Spot waere vielleicht die Sunsetarea gewesen. Hier hat man den Sonnenaufgang „hinter“ dem Felsen. Nach einiger Zeit und vergeblichen Warten starteten wir unsere 10km Wanderung um den Felsen. Einige Male schlossen wir uns Touristengruppen an, um ein bisschen mehr ueber den Felsen zu erfahren. So lernten wir die vielen Orte am Ayers Rock kennen, die fuer die Aborigienes heilig sind und die Geschichten, die mit diesen Orten verbunden sind. Je Naeher der Zeit Richtung Mitte des Tage verstrich, umso heisser wurde es. Nach dem Basewalk besuchten wir das Austellunghaus ueber die Kultur des hier lebenden Aborigienes-Stammes. Danach entschieden wir, wieder ins Resort zu fahren und erneut auf dem Campingplatz einzuchecken. Ohne Klimaanlage war es einfach zu heiss ausserhalb. Wir ruhten ein wenig und genossen die Kuehle. Gegen 17 Uhr ging es wieder Richtung Ayers Rock. Wir schossen ein paar Fotos und warten auf den Sonnenuntergang. Leider gab es wieder keinen. Nach dem es aber dunkel war, gewitterte und blitzte es. So hatte wir doch noch ein einmaliges Erlebniss. Der Ayers Rock fuer ein paar Sekunden erleuchtet von einem Blitz – das sieht nicht jeder… Der Wind nahm dann immer weiter zu und wir fuhren wieder zurueck ins Resort. Wir verbrachten die letzte Nacht im gut kuehlten Motorhome ehe wir uns am Morgen auf den Rueckweg nach Adelaide machten.

Cooper Pedy 

Auf dem Rueckweg zum Stuart Highway regnete es. Regen in der Wueste war schon etwas ungewoehnliches. Den ganzen Tag verbrachten wir mit fahren. Unser Ziel fuer diesen Tag war der Opalstadt Cooper Pedy. Diese ereichten wir gegen 18 Uhr. Vorher gerieten wir aber noch in einen kurzen aber heftigen Sandstorm. Fuer kurze Zeit war der Wind sehr stark und die Sicht eingeschraenkt. Es regnet und Blitze auch wieder. In Cooper Pedy wollten ich eigentlich in einem Untergrund-Hostel uebernachten. Weil wir aber schon verhaeltnismaessig viel Geld ausgegeben hatten und wir auch fuer das Motorhome bezahlt hatten, schliefen wir im „Home“ am Rande von Cooper Pedy an einer Seitenstrasse. Diesmal gab es einen sehr schoenen Sonnenuntergang.

Am naechsten Tag liefen wir erst zu einem Lookout in der Stadt – „The Big Whinch“. Von hier aus hat man einen guten Ueberblick. Dieser Ort ist wirklich schraeg. Uberall ausserhalb findet man kleine Haufen an ausgegraben Material aus der Erde. Es sieht aus wie eine Mondlandschaft. Die Stadt verfuegt logischerweisse auch ueber kein gruen – alles ist fast nur Sand und Erde. Die meisten Menschen leben in Raeumen unter der Erde. Ich erkundete noch das Minen Museum (Old Towers Mine), schaute mir 2 unterirdische kleine Kirchen an und wanderte durch ein Untergrund Hotel. Gegen 12 Uhr ging die Reise weiter Richtung Adelaide.

Die Landschaft bot bis auf einige sehr grosse Salzseen (sehenswert) wenig Abwechslung. Trotzdem ist man immer gespannt, was einem nach der naechsten Kuppe erwartet. Nur um zu sehen, das einem die selben Landschaft und eine endlosse lange Strasse erwartet. Gegen 19 Uhr waren wir wieder am Rande der Zivilistation – in Port Augusta. Unsere letzte Uebernachtung war der kleine Kuesten-Ort Port Germain. Wir uebernachten wieder im „Home“ am Rande des Ortes. Am naechsten Morgen lief ich auf den 1.4 km langen Bootsteg (Jetti) hinaus. Danach ging es Richtung Adelaide, wo wir das Auto bis 15 Uhr abgeben sollten. Es ist schon ein komisches Gefuehl, wenn man wieder in einer grossen Stadt ist und die Strassen so voller Autos sind. Wir checkten wieder ins „MyPlace“ Hostel ein. Das Auto gab ich ohne weitere Probleme wieder ab. Am naechsten Tag stand eine weitere Reise bevor – 3000 km nach Perth – wieder mit einem Relocation-car.

Den Bericht der Rueckreise gibt es leider erst spaeter.

Soviel vorher: Wir hatten Regen in der Wueste, Gewitter am Ayers Rock (Uluru), einen kleinen Sandstorm, haben uns das schraege Cooper Pedy angeschaut und staunten ueber den Kings Canyon, die Olgas und den Ayers Rock.

Fuer mich geht es morgen wieder auf Reise – mal 3000 km durch die Nullabor Plain nach Perth. Wo ich hoffentlich am 14.12. ankommen werde. Am 17.12. werde ich dann fuer ein paar Wochen suedlich von Perth Woofen – fuer Unterkunft und Verpflegung arbeiten.

Seit heute Mittag bin ich quasi wieder in der Zivilisation, zurueck in Adelaide. Morgen geht es gleich wieder in Nichts. 3000 Kilometer nach Perth mit einem Mittelklassewagen. Wiedereinmal ein Relocation-Deal. Aber wie begann alles und was passiert bisher…

Meine Jobsuche in Adelaide fuer einen Farm- oder Stationjob war nicht erfolgreich. Entweder musste man vor Ort wohnen, ein Auto haben, ein bestimmtes Ticket (Schein) vorweisen, einen LKW-Fuehrerschein haben oder der Job begann erst Ende December. Alles nicht das Richtige, denn ich wollte so frueh wie moeglich anfangen, um mein Visa zu verlaenger. Dafuer muss ich 3 Monate in der „Landwirtschaft“ arbeiten und ich habe quasi nur noch 3 Monate und 2 Wochen, dann ist das Jahr schon rum. Am Ende habe ich mich fuer Woofing entschieden. Arbeiten gegen Kost und Logi, aber ohne Lohn. Wie es aussieht kann ich am 17.12. auch erstmal fuer 2 Wochen suedlich von Perth an der Westkueste arbeiten.

Weil die Jobsuche sich zu hingezogen hat (Fruitpicking haette ich wieder sofort gehen koennen), entschied ich mich fuer einen Trip in Red Centre um den Ayers Rock (Uluru), das Icon von Australien zu bestaunen. Die Orga beanspruchte einige Zeit. Als Zeitvertrieb besucht ich mit meinem Mitfahrer – Gregor aus Thueringen ein A-League Spiel (Bundesliga in Australien). Vor ca. 12.000 Zuschauern spielte Adelaide United mit Paul Agostino (ehemals 1860 Muenchen) gegen Newcastle Jets. Das Spiel war eher langweilig, erst die letzten 15 Minuten waren unterhaltsam. In dieser Viertelstunden fielen 3 Tore eines wurde wegen Foul nicht gegeben und am Ende stand es 1:1. Das spielerische Niveau wuerde ich vielleicht mit der Regionalliga oder 2. Bundesliga in Deutschland vergleichen. Jedenfalls war es eine Erfahrung wert. Die restliche Zeit bis zum Start unsere Reise am 24.11. verbrachte ich in der Bibliothek und besuchte noch das South Australia Museum, die Art Gallerie und North Adelaide.

Die Fahrt nach Alice Springs via Oodnadaatta Track

Am 24.11., einem Sonnabend holte ich den Allradwagen, einen Toyota Landcruiser vom Office ab. Das Auto ist wirklich ein „Schiff“, mit dem kann man fast ueberall hin fahren. Leider schluckt es auch 15 Liter Diesel auf 100km… Das lag wahrscheinlich auch daran, dass wir eine Box auf dem Dach hatten, die wir unbedingt mitnehmen mussten (wenigsten waren Campingstuehle darin. Diese sollten wir nach Alice Springs nehmen. Dort angekommen sagten sie uns wir haben hier zu viele…gute Kommunikation).

Wir fuhren aus Adelaide Richtung Norden durch die Hills. Die Landschaft wurde dann flach und es gab nur Weizenfelder so weit das Auge reicht. Spaeter wechselte die Landschaft zu Steinen und Wueste mit ein paar Bueschen. Diese Landschaft begleitet uns fast denn ganzen Trip. Es ist aber schon interessant wie unterschiedlich das Outback aussehen kann, ein Typ Landschaft zieht sich aber auch ca. 300 km hin…

Unser erste Stop war die Flinders Range – eine Gebirgszug ca. 400 km noerdlich von Adelaide. Eine tolle Landschaft. Wir uebernachten nach einer kurzen Wanderung und einem Test der Gelaendefaehigkeiten des Autos (wir fuhren einen „Scenic Drive“) auf einem Parkplatz. Ich schlief im Auto und Gregor im Freien mit Schlafsack. Am Morgen wurde es ziemlich kalt. Gegen 6 Uhr frueh ging es weiter. Das frueh aufstehen wurde belohnt in dem wir eine Menge Kaengaruhs entlang der Strasse gesehen haben. In Wilpena Pound bestiegen wir den Mount Olsen Baagge (?). Von hier hat man eine super Ausicht und ist ganz allein am Morgen. Weiter ging die Reise mit einer Rundfahrt mit tollen Ausblicken (Razorback Lookout) auf einer sehr holprigen Strasse durch die Flinders Ranges. Der Toyota faehrt wie auf Schienen durchs Gelaende. Die Fahrt ging weiter nach Norden. Die geterrte Strasse wurde zur unbefestigten Strasse. Die Autos weniger. Wir fuhren an einer der groessten Kohlenminen in Australien – Leigh Creek – vorbei weiter zum Ausgangspunkt des Oodanatta Tracks nach Mareee. Von hier aus sind es 200 km bis zum naechsten Ort – dazwischen ist nichts…Nach 25 km passiert uns dann etwas was nicht passieren sollte. Wir hatten einen kaputten Reifen. In Marree hatte ich mir die Reifen noch angeschaut und festgestellt, dass dieser nicht gerade der Beste ist… Nach einem ersten Schock wechselten wir den Reifen u.a. mit Hilfe der Bedienungsanleitung des Wagen. Diese diente als Unterlage, weil sonst der Wagenheber (Jack) zu kurz war. Ohne Ersatzrad wollten wir nicht weiter fahren. Daher ging es wieder zurueck nach Marree. Wir kauften denn wahrscheinlich teuersten Reifen unseres Lebens – 290 A$ (ca.180 Euro) – nur ein Reifen – ok das Aufziehen war inklusive… Normalerweise nimmt man auch 2 Ersatzreifen mit, dass war wahrscheinlich die Warnung fuer unsere Leichtigkeit. Mit Wasser ca. 15 Liter hatten wir aber vorgesorgt. Von jetzt an waren wir immer angespannt, besonders wenn viele kapute Reifen am Weg lagen – und davon gab es Mengen… Nach 200 km Wueste und immer wieder staunen wenn man ueber eine Kuppe kommt, dass dahinter das selbe ist wie vorher oder die Strasse manchmal mit der Umgebung verschmilzt erreicht wir William Creek ( angeblich 2 Einwohner und die kleinste Stadt Australiens). Hier wurden uns ein Bunkbett in einem alten Eisenbahnwagen ohne Klimaanlage und mit viel Sand vom letzten Sturm fuer 25 Dollar angeboten. Diesen lehnten wir dankend ab und setzten unsere Fahrt fort. Mitten in Wueste uebernachten wir dann wieder. Autos trafen wir keine. Der Sternehimmel war fantastisch. Auf dem Weg nach William Creek faehrt man u.a. an einem der groessten Seen Australiens vorbei – dem Lake Eyre – einem Salzsee. Weiterhin sieht man viele alte Ruinen von der fruehren Eisenbahnstrecken und auch sprudelnde Quellen (!). Letztere sind wirklich einmalig. Man faehrt durch eine Wueste aber darunter ist eine riesiges Wasserbasin und ab und an kommt diesen in Quellen an die Oberflaeche. Eine Wasserloch heisst „Blubber“ und das Wasser blubbert dort wirklich aus dem Boden. Genial. Auf der Strecke durchfaehrt man auch viele Flussbette, die trocken sind und durchquert eine der groessten Viehstationen (Cattle Station) in Australien – die Anna Creek Station. Wie man in dieser Umgebung Kuehe halten kann… Ab und an haben wir auch Pferde und Kaengaruhs gesehen.

Nach unsere Nacht in der Wueste ging es weiter nach Oodnattata. Zwischendrin kam uns die Idee: „Wir koennten ja unsere 290 Dollar Ersatzreifen nutzen oder?“ Denn der andere Hinterreifen zeigte auch Verschleisserscheinungen. Also haben wir nochmal mitten im Nichts Reifen gewechselt. Diesmal braucht wir nur die Haelfte der Zeit :) . Von Oodnattata ging es weitere 200 km nach Marla. Hier musste wir unseren Schlucktspecht (das Auto) wieder betankten. Jetzt wurde uns auch die Outback Preise fuer Sprit bewusst. In Marla war es noch 1.78A$, den teuersten Diesel tankten wir auf der Rueckfahrt nach Adelaide fuer 1.87A$ an der Kings Creek Station am Kings Canyon. In Marla waren wir erleichtert ohne einen weiteren kaputten Reifen den Highway zu erreichen, auf der anderen Seite war dieser aber auch Langweilig. Wir fuhren fast bis Alice Springs. Kurz vorher (100 km) ging es noch zum Rainbow Valley, einer schoenen Rockformation. Dieses Tal war auch der Platz fuer unsere letzte Nacht mit diesem Auto. Die Temperaturen waren angenehm. Gregor schlief draussen und ich im Auto. Am fruehen Morgen nahmen wir die letzte Etappe nach Alice Springs in Angriff, dass wir gegen Mittag erreichten.

Alice Springs

In Alice Springs checkten wir in Annie’s Place ein, was vielleicht nicht die beste Idee war. Das Hostel ist gut, wenn man auf deren Tour geht. Die Leute bleiben nur einen Tag gehen auf die 3 Tage Rock Tour und bleiben noch eine Nacht ehe sie wieder abreisen. Das schlimmst fuer mich aber waren die Temperaturen. Wir hatten ein 10-Bett Zimmer und die Klimaanlage konnte denn Raum nicht kuehlen. Der Raum war auch in der 1.Etage und darueber nur das Dach und das bei Temperaturen um die 40 Grad. Die Hoechsttemperatur war glaube ich Freitag, am 30.11. mit 44 Grad. Bei diesen Temperaturen musst ich nur trinken, Hunger hatte ich kaum. 6 Liter am Tag waren normal. In der Stadt sieht man auch viele Aboriginies, u.a. weil Alice Springs die groesste Stadt in einem Umkreis von vielleicht 1000 km ist und ein Krankenhaus hat.

Jedenfalls nach dem wir unser Auto vom roten Sand befreiten und abgegeben hatten, wurde uns die trockene Hitze auf unserem Rueckweg ca. 5km in die Stadt bewusst. Ab und an gibt es auch noch Wind, der einem heissen Luft ins Gesicht blaesst. Die 5 Tage in Alice Springs sollten lang werden. Ich begab mich daher am Abend auf eine 2$ Tour durch Alice Springs, die vom Hostel angeboten wurde. Es ging zum Friedhof, wo einige bekannte Persoenlichkeiten liegen (u.a. Lassater), zur Telegraf Station – dem Ursprung von Alice Springs und zum ANZAC Hill, von dem wir den Sonnenuntergang mit einer Dose Bacardi Cola (war inklusive) bewunderten. Nicht schlecht fuer eine 2$ Tour, der Guide erklaerte uns auch viele Dinge. Mittwoch, den 28.11. erkundte ich ein wenig den Botantischen Garten, aufgrund der Hitze suchte ich aber schnell klimatisierte Raeume, wie die Bibo oder den Supermarkt auf u.a. auch um Getraenke zu kaufen. Donnerstags besuchte ich die Royal Flying Docters – was ganz interesannt war u.a. wurde einem bewusste, was fuer eine Risiko die Fahrt ist. Was machst Du, wenn Du einen Unfall hast… Eine kurze Dideridoo Session (eine halbe Stunden reicht nicht aus zum spielen) und eine Bummel durch die Einkaufsstrassem, die mit Souvenir Shops gespickt ist rundete den Tag ab. Die Naechte im Hostel waren immer schlimm, durch die Hitze konnte ich kaum Schlafen. Freitag war sich so verrueckt und wanderte bei dieser Hitze insgesamt 20 km – zum Desert Park und zurueck. Im Desert Park, der ca. 8km ausserhalb der Stadt liegt kann man Tiere und Pflanzen der Wueste bestaunen und einem wird bewusst, wie lebendig das Outback doch ist. Sehr interessant sind auch die Reptilen und Nachtaktiven Tiere z.B Springmaus oder Billy. Sonnabend wollte ich eigentlich auch meine Tour ins Palm Valley gehen nur leider kam der Bus nicht und ich wurde nicht vorher informiert. Also liess ich mir mein Geld erstatten und auf dem Rueckweg nahm ich spontan an einer anderen Tour fuer 90$ teil. Der Bus hielt gerade vor dem Hotel. Die Tour ging in die Western McDonnald Range, eine Bergkette, die sich westlichen von Alice Spring erhebt. Der hoechst Berg ist ca. 1500 Meter hoch. Das Red Centre ist also alles andere als flach. Die Tour war interessant, leider macht mir die Hitze wieder zu schaffen. Es gab Schluchten und Wasserloecher sowie Lookouts zu sehen. Gelegenheit zum Baden gab es auch, leider hatte ich nichts mit. Das konnte ich aber am naechsten Tag nachholen.

Den letzten Tag in Alice Springs stand ich sehr frueh auf (4.30 Uhr !), um mit der lokalen Wandergruppe entlang einer Bergkuppe zu wandern. Die Aussicht war genial und es war auch noch nicht so heiss. Die meisten Leute der Gruppe arbeiten im Krankenhaus von Alice Springs und kommen aus verschieden teilen von Australien. Nach der 3,5 stuendigen Wanderung fuhr ich noch mit jemanden ans Wasserloch. Das Wasser war wirklich schoen kalt und an diesem Tag waren es nur ca. 37 Grad. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag dort. Das Beste war, die ganze Wanderung und die Fahrt zum 80km enfernten Wasserloch hat mich nichts gekostet. Dafuer konnte ich interessante Leute kennenlernen und habe wahrscheinlich einiges gesehen, was viele Touristen leider verpassen. Viele kommen nur nach Alice Springs, um dann eine Tour zum Ayers Rock (Uluru) zu machen, aber die Umgebung von Alice bietet noch mehr. Man sollte aber besser im australischen Winter hierher kommen als im Sommer (Es sei den man liebt diese Saunatemperaturen).

Morgen versuche ich wieder etwas zu schreiben. Bis dahin koennt Ihr Euch wieder ein paar neue Bilder anschauen.

Mit einem Jobs ist es leider nix geworden. Daher bin ich mit einem anderen Deutschen 4 Tage durchs Outback nach Alice Springs gefahren. Hier sind wir 6 Tage bis wir am Montag, den 3. Dezember, ueber den Uluru (Ayers Rock) nach Adelaide zurueck fahren. In Alice Springs ist es heiss – zu heiss – 45 Grad heute…

Bald gibt es mehr

Leider habe ich fuer den Job auf der Camelstation zu lange nachgedacht und der Job war weg. Daher werde ich noch bis zum 24. November in Adelaide bleiben und weiter nach einem Farmjob suchen. Ich habe mich bei einige beworben, mal schauen was rauskommt. Zur Zeit ist mein Favourit der Job in Tasmanien. In Tasmania ist es nicht so heiss wie. z.b. im Moment in Adelaide. Am Wochenende werden es max. 39 Grad ! Zum Glueck gibt es viele klimatisierte Gebaude, wie die Bibliothek. Wie in den meisten Bibo’s in Australien kann man hier das Internet kostenlos nutzen (wenn auch mit einigen Einschraenkungen).

Am 23. November habe ich mir einen Relocation-Deal mit einem 4WD-Car gesichert, einem Toyota Prado (Landcruiser). Bin gespannt wie das wird. Mein Plan ist ueber Coober Pedy, Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon nach Alice Springs zu fahren. In 4 Tagen wird das sicher ein bisschen hektisch. Immerhin ist die Strecke ca. 2000km lang und ich will nicht nur fahren. Von Alice Springs geht es entweder mit dem Zug (The Ghan) nach Adelaide zurueck oder mit dem Flugzeug direkt nach Tasmania. Das ist aber alles noch im unklaren, wegen der Jobsuche. Vielleicht kann ich auch wieder ein Auto / Campervan relocaten.

Wenn ich fuer 3 Monaten keinen bezahlten Farmjob in den neachsten Tagen finde, werde ich wahrscheinlich WOOF’ing ausprobieren. Quasi unbezahlte Farmarbeit mit freie Unterkunft und Mahlzeiten. WOOF’ing zaehlt auch fuer die Visa-Verlaengerung.

Im Moment verbringe ich viel Zeit in der Bibo und schaue mir nebenbei noch die wenigen Sehenswuerdigkeiten in Adelaide an. Die da waeren: Art Gallery, Migration Museum, South Australia Museum, SA Parlament, Haighs Choclate Factory, Botanischer Garten und Glenelg, „den Strandort“.

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Hong Kong & Macau - 113

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