Seit langer Zeit gab es nichts neues im Blog. Es fehlten einfach ein guter und verfuegbar Internetanschluss. Im Moment habe ich die Moeglichkeit und werde noch einige Zeilen ueber die letzten Monate schreiben.
Am 3.12.07 konnten wir der Hitze von Alice Springs entfliehen und machten uns auf den Weg ueber den Uluru zurueck nach Adelaide. Am Montag morgen gegen 8 Uhr wurde wir, wie bei der Abgabe des Autos von der netten und gutaussehenden Mitarbeiterin von Britz angeboten, quasi von ihr vom Hostel abgeholt. Sie war auf den Weg zur Arbeit und hatte uns einen Lift angeboten. Damit sparten wir ein Taxi bzw. eher einen 5 km langen Fuss-Marsch zum Britz-Office. Leider war unser Auto noch nicht fertig und wir mussten uns bis um ca. 10 Uhr die Zeit vertreiben. Das Auto war wirklich riesig. Ein richtiges Motorhome. Ausgelegt fuer 6 Personen bietet es meiner Meinung 4 Personen ausreichend Platz. Am Anfang muessten wir uns erst an die Groesse und Hoehe des „Homes“ gewoehnen. Nach einem kurzen Abstecher zum Supermarket, um uns fuer die naechsten Tage einzudecken ging es auf den weiten Weg zum Kings Canyon. Leider konnten wir mit dem Auto keinen Alternativen-Routen fahren (Unsealed oder 4WD-Roads) sondern mussten dem Highway folgen. So fuhren wir von ca. 11 Uhr bis 17 Uhr mit ca. 80 km/h (um Sprit zu sparen) zum Kings Canyon.
Kings Canyon
Wie fast immer im Outback war kaum Verkehr auf dem Weg zum Canyon. Erst auf dem Parkplatz begruessten uns die verschiedenen Tourbusse. Waehrend Gegror im Motorhome blieb, erkundete ich noch den Canyon via dem Base-Weg entlang des Creeks in den Canyon – eine kurze Wanderung. Von dieser Sicht aus war der Canyon nicht sehr spektakulaer – ok man konnte die steilen Waende sehen, aber der Canyon wirkte eher sehr kurz. Daher war ich ein wenig entaeuscht. Nach der Wanderung erklomm ich noch die ersten Meter hinauf zum Rand des Canyon, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Der Aufstieg hatte sich gelohnt und ich freute mich schon auf die Wanderung entlang des Canyon am fruehen morgen. Die Nacht schliefen wir im Motorhome auf dem Parkplatz. Wir hatten immer Bedenken, dass ein Ranger vorbeikommt und uns vom Parkplatz verweisst. Aber das einzige Auto, was noch kam, waren 2 asiatische Backpacker, die ebenfalls hier uebernachteten.
Am naechsten Morgen standen wir sehr frueh auf (ca. 6 Uhr), um die kuehle am Morgen zu nutzen und auch den Mengen an Touristen zu entkommen. Kurz nachdem wir aufbrachen kamen auch schon die ersten Autos und Busse. Der Weg am oberen Rand rings um den Canyon ist wirklich toll und die 4-6 Stunden lohnen sich. Man sieht nicht nur den Canyon mit seinen steil abfallenden Waenden sondern auch Felsdome, die aus verschiendenfarbigen Schichten bestehen, und den „Garden Eden“ – mit dem Kings Creek und einer schoenen Gorge. Aus dieser Sicht war der Canyon mit seiner Landschaft wirklich sehenswert. Ausserdem erstreckt sich der Canyon noch einiges weiter, vielleicht sollten man doch einen der angeboten Hubschrauberfluege in Anspruch nehmen, um die ganze Landschaft des Canyons zu besichtigen.
Gegen Mittag machten wir uns wieder auf den Weg. Das naechste Ziel war der Uluru – Kata Tjuta National Park. Vorher mussten wir unser Motorhome noch mit Diesel betanken. An der Kings Creek Station zahlten wir 1.89 fuer einen Liter Diesel – das war bisher die teuerste Petrol Station. Auf dieser Station wollte ich urspruenglich fuer 3 Monate arbeiten. Zum Glueck ist nichts daraus geworden. 3 Monate in der Hitze und umgeben von roter Erde konnte ich mir nach meinen Erfahrungen in den vergangen Tag nicht mehr vorstellen. Auf dem Weg zum Ayers Rock hielten wir noch an der Kathleen Gorge. Gregor blieb im Motorhome und ich machte mich auf Erkundungstour. Bis auf ein wenig Historie ueber die Viehtzucht war der Weg zu dem kleinen Wasserloch nicht sehr spekakulaer im Vergleich zum Kings Canyon.
Uluru – Kata Tjuta National Park
Auf dem Weg zum Ayers Rock passiert man auch einen weiteren Berg, der aus der Wueste herausrangt- den Mt. Connor. Von der Ferne ist dieser auch beeindruckend. Gegenueber dem Lookout zu diesem Berg kann auch noch einen der vielen Salzseen bewundern. Je naeher wir den Ayers Rock kamen, umso gespannter waren wir, wenn wir Ihn endlich sehen konnten. Ca. 50 km vorher konnten wir ihn erstmal von der Ferne sehen, wie auch den Mt. Olga – Kata Tjuta. Wir passierte Yulura – das Ayers Rock Touristen Resort. Yulura ist der einzige Ort an dem man in der Nahe von Uluru uebernachten kann, dementsprechend sind auch die Preise. Die Alternative ist noch das Curtin Springs Roadhouse, dass liegt aber 80 km entfernt.
Unser urspruenglicher Plan war an diesem Abend den Sonnenuntergang am Ayers Rock zu bestaunen. Leider war der Himmel voller Wolken. Wir entschieden uns daher fuer die Wanderung in den Olgas und hofften auf bessers Wetter fuer den naechsten Abend. An diesem Tag war das Klettern auf dem Berg geoeffnet. Das Besteigen des Ayers Rock ist von den Aboriginies nicht erwuenscht, aber aus Angst Touristen zu verlieren ist es dennoch erlaubt. Den naechsten Tag war das Klettern erst wegen Wind und dann wegen Hitze (mehr als 36 Grad) geschlossen. Ich wollte nicht unbedingt klettern, aber Gregor war sehr interessiert. An diesen Nachmittag wanderten wir aber den Valley of the Wind Work in den Olgas – eine Kombination von vielen Felskuppen. Die Wanderung ist auch nur zu empfehlen. Schon beeindruckend, wie hoch die Kuppen sind. Fazinierend ist auch, dass die Olgas und der Ayers Rock relativ Nahe beieinanderliegend aus der fast nur flachen Wueste herausrangen. Nach dem Walk wurde es langsam dunkel. Einen Sonnenuntergang gab es nicht. Ich erkundet noch eine Gorge in den Olgas – der 2. Walk moegliche Walk. Das war nicht ganz so spektakulaer. Die Weg bis zur Gorge zwischen 2 Felskuppen – eine Art Schlucht – war aber die Wanderung wert. Nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Lookout und einigen weiteren Fotos ging es nach Yluara (ca. 50km enfernt). Wir bezahlten ca. 34 A$ fuer einen Campingplatz mit Strom fuer eine Nacht. Aufgrund der Waerme waren wir froh, dass das Motorhome eine Klimaanlage hatte. So war die Nacht angenehm kuehl. Der Campingplatz ist auch die guenstigste Moeglichkeit im Resort, um die Nacht dort zu verbringen.
Gegen 5.00 Uhr frueh am naechsten Morgen fuhren wir zum Ayers Rock um den Sonnenaufgang anzuschauen. Leider gab es keinen… Wir warteten mit vielen anderen Touristen an der Sunrise Area. Der besser Spot waere vielleicht die Sunsetarea gewesen. Hier hat man den Sonnenaufgang „hinter“ dem Felsen. Nach einiger Zeit und vergeblichen Warten starteten wir unsere 10km Wanderung um den Felsen. Einige Male schlossen wir uns Touristengruppen an, um ein bisschen mehr ueber den Felsen zu erfahren. So lernten wir die vielen Orte am Ayers Rock kennen, die fuer die Aborigienes heilig sind und die Geschichten, die mit diesen Orten verbunden sind. Je Naeher der Zeit Richtung Mitte des Tage verstrich, umso heisser wurde es. Nach dem Basewalk besuchten wir das Austellunghaus ueber die Kultur des hier lebenden Aborigienes-Stammes. Danach entschieden wir, wieder ins Resort zu fahren und erneut auf dem Campingplatz einzuchecken. Ohne Klimaanlage war es einfach zu heiss ausserhalb. Wir ruhten ein wenig und genossen die Kuehle. Gegen 17 Uhr ging es wieder Richtung Ayers Rock. Wir schossen ein paar Fotos und warten auf den Sonnenuntergang. Leider gab es wieder keinen. Nach dem es aber dunkel war, gewitterte und blitzte es. So hatte wir doch noch ein einmaliges Erlebniss. Der Ayers Rock fuer ein paar Sekunden erleuchtet von einem Blitz – das sieht nicht jeder… Der Wind nahm dann immer weiter zu und wir fuhren wieder zurueck ins Resort. Wir verbrachten die letzte Nacht im gut kuehlten Motorhome ehe wir uns am Morgen auf den Rueckweg nach Adelaide machten.
Cooper Pedy
Auf dem Rueckweg zum Stuart Highway regnete es. Regen in der Wueste war schon etwas ungewoehnliches. Den ganzen Tag verbrachten wir mit fahren. Unser Ziel fuer diesen Tag war der Opalstadt Cooper Pedy. Diese ereichten wir gegen 18 Uhr. Vorher gerieten wir aber noch in einen kurzen aber heftigen Sandstorm. Fuer kurze Zeit war der Wind sehr stark und die Sicht eingeschraenkt. Es regnet und Blitze auch wieder. In Cooper Pedy wollten ich eigentlich in einem Untergrund-Hostel uebernachten. Weil wir aber schon verhaeltnismaessig viel Geld ausgegeben hatten und wir auch fuer das Motorhome bezahlt hatten, schliefen wir im „Home“ am Rande von Cooper Pedy an einer Seitenstrasse. Diesmal gab es einen sehr schoenen Sonnenuntergang.
Am naechsten Tag liefen wir erst zu einem Lookout in der Stadt – „The Big Whinch“. Von hier aus hat man einen guten Ueberblick. Dieser Ort ist wirklich schraeg. Uberall ausserhalb findet man kleine Haufen an ausgegraben Material aus der Erde. Es sieht aus wie eine Mondlandschaft. Die Stadt verfuegt logischerweisse auch ueber kein gruen – alles ist fast nur Sand und Erde. Die meisten Menschen leben in Raeumen unter der Erde. Ich erkundete noch das Minen Museum (Old Towers Mine), schaute mir 2 unterirdische kleine Kirchen an und wanderte durch ein Untergrund Hotel. Gegen 12 Uhr ging die Reise weiter Richtung Adelaide.
Die Landschaft bot bis auf einige sehr grosse Salzseen (sehenswert) wenig Abwechslung. Trotzdem ist man immer gespannt, was einem nach der naechsten Kuppe erwartet. Nur um zu sehen, das einem die selben Landschaft und eine endlosse lange Strasse erwartet. Gegen 19 Uhr waren wir wieder am Rande der Zivilistation – in Port Augusta. Unsere letzte Uebernachtung war der kleine Kuesten-Ort Port Germain. Wir uebernachten wieder im „Home“ am Rande des Ortes. Am naechsten Morgen lief ich auf den 1.4 km langen Bootsteg (Jetti) hinaus. Danach ging es Richtung Adelaide, wo wir das Auto bis 15 Uhr abgeben sollten. Es ist schon ein komisches Gefuehl, wenn man wieder in einer grossen Stadt ist und die Strassen so voller Autos sind. Wir checkten wieder ins „MyPlace“ Hostel ein. Das Auto gab ich ohne weitere Probleme wieder ab. Am naechsten Tag stand eine weitere Reise bevor – 3000 km nach Perth – wieder mit einem Relocation-car.


